Sioux City ist ein deutscher Fernsehfilm von Werner Masten aus dem Jahr 2001 nach einem Drehbuch von Franz Xaver Sengmüller. Es ist die 31. Folge der Krimiserie Der Bulle von Tölz mit Ottfried Fischer als Hauptdarsteller in der Rolle des Hauptkommissars Benno Berghammer. Die Erstausstrahlung erfolgte am 17. Oktober 2001 auf Sat.1.

Handlung Im Landkreis Bad Tölz soll eine neue Touristenattraktion eröffnet werden: Sioux City, eine Westernstadt, die Andreas "Andi" Stadler zusammen mit anderen auf einem Grundstück seines reichen Vaters, des Bauern Karl Stadler, errichtet hat. Als Resi Berghammer sich von ihrem Sohn Benno dorthin bringen lässt, um sich für die Gastronomie zu bewerben, entdeckt der Kommissar unter einer Plane einen Toten mit Streifschuss. Es handelt sich um Karl Stadler, der jedoch nicht an der Verletzung, sondern an einem Herzinfarkt gestorben ist.

Die Ermittlungen führt Benno ohne seine Kollegin Sabrina Lorenz durch, stattdessen mit Polizeihauptmeister Anton Pfeiffer. Die beiden stellen fest, dass Karl Stadler sowohl mit seinen Söhnen Andi und Marco als auch mit seiner zweiten Frau Margret zerstritten war. Letztere hat ihn nur des Geldes wegen geheiratet, und ihre Tochter aus erster Ehe hat den Hof der Stadlers noch nie betreten. Marco, der seine heruntergekommene Disco umbauen will, ist wenige Stunden vor dem Tod seines Vaters mit der Bitte um finanzielle Hilfe bei ihm abgeblitzt, und Andi ist empört darüber, dass der Vater ihn zuerst als Spinner abgetan hatte, er dann aber Pacht bezahlen sollte, als das Projekt Sioux City stand.

Von der Exfrau des Opfers, Anna Stadler, erfährt Kommissar Berghammer, dass Karl Stadler vor 20 Jahren die damals 14-jährige Lisa Hartl, die jetzt in Sioux City als Sängerin „Kaktus-Lily“ auftritt, vergewaltigt und ihr danach eine Art Abfindung in Höhe von 10.000 Mark gezahlt hat. Deren Freund Stefan Rohrmoser, für den diese Sache neu ist, hat also ebenfalls ein Motiv.

Margret Stadler beobachtet nachts, wie ihr Stiefsohn Marco in ihren Stall eindringt und ein Gewehr versteckt, tut aber so, als habe sie nichts gemerkt. Als Marco Stadlers Diskothek durchsucht wird, taucht zu seinem Erstaunen ebendiese Waffe in seinem Büro wieder auf. Da es sich um ein handelsübliches und somit ohne übermäßigen Aufwand zu knackendes Türschloss handelt, kann niemand eindeutig beweisen, dass Marco Stadler das Gewehr selbst dort versteckt hat.

Berghammer gibt Pfeiffer den Auftrag, den familiären Hintergrund von Karl Stadlers zweiter Ehefrau Margret zu durchleuchten. Als Pfeiffer mit dem Ergebnis ankommt und der Kommissar liest, dass Margret in erster Ehe mit einem Herrn Billing verheiratet war, ist für ihn alles klar. Er holt die Pferdepflegerin Sandra Billing von Sioux City ab und bringt sie zum Stadlerhof. Vor den Augen ihrer Mutter nimmt der Kommissar Sandra fest. Sie gesteht, Karl Stadler absichtlich durch Schüsse zu Tode erschreckt zu haben, von denen einer versehentlich getroffen habe. Sie habe es für ihre Mutter, für Andi und alle anderen, die an der Westernstadt beteiligt sind, getan, weil der alte Bauer die ganze Familie tyrannisiert habe. Margret Stadler räumt ein, ihrer Tochter bei einem Telefonat am Tatabend erzählt zu haben, dass ihr Mann nach Einbruch der Dunkelheit einen Rundgang durch Sioux City machen wolle.

Hintergrund Die Dreharbeiten erfolgten in Bad Tölz und Dasing (Western-City); als Schauplatz für die „Pension Resi“ diente das Hollerhaus Irschenhausen.

Kritik Die Programmzeitschrift TV Spielfilm schreibt: „Statt ‚High Noon‘ kommt hier nur ein Karnevalskrimi mit müden Reitern daher.“ Fazit: „Sheriff Benno? Da wiehert der Saloonhengst.“

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Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 2001 Kategorie:Deutscher Film Sioux City