Das Tubenkarzinom (auch Eileiterkarzinom) ist ein bösartiger Tumor des Eileiters (Tuba uterina).M. Friedrich, S. Tauchert, C. Villena-Heinsen: Tubenkarzinom In: M. Friedrich, R. Felberbaum, S. Tauchert, K. Diedrich (Hrsg.): Manual Gynäkologische Onkologie. Springer, 2005, ISBN 978-3-540-22900-1, S. 93–97.
Verbreitung Die Häufigkeit wird mit 1–9 auf 100.000 bzw. mit 0,3 auf 100.000 Frauen angegeben mit einem Häufigkeitsgipfel zwischen 50 und 60 Jahren.
Stadieneinteilung Die Stadieneinteilung richtet sich nach der FIGO-Klassifikation und wird intraoperativ festgelegt.
Klinische Erscheinungen Die Erkrankung kann asymptomatisch sein oder Schmerzen im Unterbauch, einen Scheidenausfluss oder Blutungen verursachen.
Diagnose Neben der Palpation sind der transvaginale Ultraschall und die Bestimmung der Tumormarker Cancer-Antigen 125 und CA 19-9 wegweisend. Zur Operationsplanung kann eine Computertomografie oder ein MRT infrage kommen.
Differentialdiagnose Abzugrenzen sind: Extrauteringravidität, entzündliche Erkrankungen (Adnexitis) und Tumoren des Eierstockes.
Heilungsaussicht Die Prognose wird mit 30–40 % Überlebensrate auf 5 Jahre angegeben, hängt aber entscheidend vom Stadium der Erkrankung ab.A. Rosen, M. Klein, M. Lahousen, A. H. Graf, A. Bartussek, N. Vavra, M. Medl, N. Virrani, A. Schröck, F. Fuith: Das primäre Tubenkarzinom - eine österreichische Multizenterstudie. In: Geburtshilfe und Frauenheilkunde, Mai 1993, Band 53, Nr. 5, S. 321–325; doi:10.1055/s-2007-1022890, PMID 8514103.
Literatur S. Rai, A. Maheshwari: Management of Fallopian Tube Cancer. In: Reviews on recent clinical trials, 2015, Band 10, Nr. 4, S. 276–281; PMID 26411954 (Review). E. Maas, T. Skoberne, A. Werner, S. Braun, C. Jackisch: Paraneoplastic Neurological Syndrome in Fallopian Tube Cancer. In: Geburtshilfe und Frauenheilkunde, Oktober 2014, Band 74, Nr. 10, S. 950–953; doi:10.1055/s-0034-1383041, PMID 25364036, .
Einzelnachweise
Kategorie:Bösartige Tumorbildung Kategorie:Erkrankung des Eileiters