Der Kölner Design Preis ist eine seit 2008 jährlich vergebene Auszeichnung für herausragende Abschlussarbeiten unter den Nationalen und Internationalen Kunst-, Film- und Designhochschulen. Er ist mit rund 38.000 Euro die am höchsten dotierte Auszeichnung seiner Art.
Modalitäten Die Teilnehmer werden von der jeweiligen Hochschule nominiert. Teilnehmende Hochschulen können bis zu 20 % ihrer innovativsten Abschlussarbeiten einreichen.
Die Themen für die eingereichten Arbeiten können frei gewählt werden und aus allen Bereichen des Designs entstammen. Alle Arbeiten werden im Rahmen einer Ausstellung im Museum für Angewandte Kunst Köln präsentiert. Diese werden von einer unabhängigen Jury, die aus Mitgliedern der Designbranche besteht begutachtet und bewertet.
Regelmäßig beteiligte Hochschulen KISD – Köln International School of Design (Technische Hochschule Köln) KHM – Kunsthochschule für Medien Köln ecosign – Akademie für Gestaltung ifs – Internationale Filmschule Köln Rheinische Hochschule Köln (RH Köln) Hochschule Macromedia, Campus Köln
Zeitweise beteiligte bzw. frühere Partnerinstitutionen Parsons School of Design, New York (2008–2010, im Rahmen der internationalen Preisvergabe) China Academy of Art, Hangzhou (2008–2010) Hochschule Fresenius Köln (Beteiligungsjahrgänge 2018–2019)
Finanzierung Der Kölner Design Preis wird vollständig von der Prof. Dr. Richard G. Winkler-Stiftung finanziert. Diese Stiftung spielte seit der Gründung 2008 eine zentrale Rolle bei der Etablierung des Preises und stellte über viele Jahre hinweg das Preisgeld sowie die organisatorische Basis sicher. Im Jahr 2016 kam es jedoch zu einer Unterbrechung der Förderung: Die Finanzierung erfolgte in diesem Jahr erstmals durch die teilnehmenden Hochschulen selbst, wodurch das Preisgeld auf nur 5.000 Euro reduziert wurde – deutlich weniger als in den Jahren zuvor, als die Auszeichnung als eine der höchstdotierten Designpreise Europas galt. Nach dieser Phase übernahmen die Winkler-Stiftung und weitere Partner (u. a. KölnBusiness) erneut die Hauptförderung. Seit 2022 beträgt das Gesamtpreisgeld wieder 38.000 Euro, womit der Kölner Design Preis heute zu den höchstdotierten Auszeichnungen für Designabsolventinnen und ‑absolventen in Europa zählt.
Preisträger
2008 Shadi Heinrich und Philipp Busse (beide KISD) – Bad News? Nachrichtenmarken im digitalen Kontext Andreas Muxel (KHM) – Connect Matthias vom Schemm (ifs Köln) – Pietas Nevin Gülmez (KISD) – Heim Spiel (Sonderpreis) Tracey Gromek (Parsons School of Design, New York) – Freedom in Interactive Wearable Art (FIIWA) (Internationaler Preis) Wan Ruyi (Academy of Fine Art and Design Hangzhou) – Lifelink (Internationaler Preis)
2009 Thyl Junker Bianca Bender Wu Chun-Ju Patrick Doberenz Philipp Enders Udo Hoffmann Bettina Huber Douglas Segulja Jessica Stihl Shizuka Tanaka
2010 Shintaro Mori Marc Pfaff Tobias Battenberg Till Beutling Joseph Saveedra Doreen Toutikian
2011 Anna Kadlec Phillip Rose Jennifer Schubert Katharina Thiel
2012 Peter Haas Gloria Lauterbach Anna Süss
2013 Michael Marks Marina Scheinberg Jens Standke
2014 Simon Dolensky (Sonderpreis der Jury) Alexander Gurko (3. Preis) Philip Mies (2. Preis) Markus Wulf (Hauptpreis)
2015 Michael Binz (Hauptpreis) Simone Fahrenhorst (2. Preis) Franziska Hemel (3. Preis)
2017 Flora Coletta Ines Karger (KISD) – Programme begreifen – eine performative Umsetzung (1. Preis) Sonja Lorenz (ecosign) – begreifen (2. Preis) Jana Klasen (Rheinische Fachhochschule) – Jung und Alt (3. Preis)
2018 Jakob Kilian (KISD) – Unfolding Space (1. Preis) Mick Mahler (ifs) – 2. Preis Naja Schulz (KISD) – Geplante Zufälle aus Glas (3. Preis)
2019 Jakob Plöns (KISD) – VOCUS (1. Preis) Charlotte Werth (KISD) – Schutzkollektion (2. Preis)
2020 Pia-Marie Stute (KISD) – Black Box Experience (1. Preis) Jennifer Pilawa (KISD) – Companion (3. Preis)
2021 Chandra Sperle (KISD) – Schriftkörper (1. Preis) Theresa Tropschuh (KISD) – Presskörper (2. Platz) Carolin Schabbing (KISD) – Data goes Scenographic (3. Platz) Sanja Alessia Zündorf (KISD) – POV-Mag (3. Platz)
2022 Anastasiar Bondar (KISD) – A Toilet Paperç (1. Platz) Johanna Poncar (KISD) – Fruchtpapier (2. Platz) Lisa M. Mantel & Laura J. Wagner (KISD) – Borrowed Limbs (3. Platz)
2023 Yvonne Lober (KISD) – De/construct/war (1. Platz) Julius Walsch (KISD) – Klang-Körper // Arte:fakta FT-1 (3. Platz) Sanja Zündorf (KISD) – entzück dich selbst (Sonderpreis) Larissa Zielbauer (KISD) – Das Schamäleon (Publikumspreis)
2024 Theresa Tropschuh (KISD) – Kühe machen Mühe (1. Platz) Serin Gatzweiler (KISD) – Schmerzen im System (2. Platz) Jannik Bussmann (KISD) – Memories from Above – Mapping the Perspectives of Global Narrative Landscapes (3. Platz) Kristina Lenz & Alex Simon Klug (KHM) – The Hands Problem (3. Platz) Rike Hoppse (KHM) – Künstler*innenkabine (Sonderpreis KölnBusiness)
Einzelnachweise
Kategorie:Designpreis Kategorie:Kunst (Köln) Kategorie:Erstverleihung 2008 Kategorie:Auszeichnung (Köln)