mini|Gedenkstein an Fukudas Geburtsstätte Fukuda Heihachirō (; geb. 28. Februar 1892 in der Präfektur Ōita; gest. 22. März 1974) war ein japanischer Maler im westlichen Nihonga-Stil der Shōwa-Zeit.

Leben und Werk Fukuda besuchte den Vorbereitungskurs der Städtischen Fachschule für Kunst und Kunsthandwerk in Kyōto (, Kyōto shiritsu bijutsu kōgei semmon gakkō) und machte dann 1918 seinen Abschluss an der Städtischen Schule für Malerei (, Kyōto shiritsu kaiga semmon gakkō). Eins seiner Bilder wurde bereits für die jährliche staatliche Kunstausstellung 1919, die ab dem Jahr abgekürzt „Teiten“Teiten () war die übliche Kurzform für Teikoku bijutsu tenrankai (). genannt wurde. Nachdem seine Beiträge auf der dritten und vierten Ausstellung besonders gewürdigt worden waren, wurden ab da seine Bilder Jury-frei zugelassen. Ab 1924 wurde er selbst häufig Mitglied der Jury.

1947 wurde Fukuda Mitglied der Akademie der schönen Künste, 1949 erhielt er den ersten von der Zeitung Mainichi Shimbun vergebenen Großen Kunstpreis. 1961 erhielt er der den Kulturorden.

Fukuda begann mit einem malerischen Realismus der Maruyama-Shijō-Schule, wechselte dann zu einem dekorativen Stil, gemischt mit leicht abstrakten Zügen. Nach 1945 zeigen seine Bilder orientalischen Symbolismus, wobei die dekorative Note erhalten blieb. So zeigen seine späten Werke einfach Formen mit einem Gefühl für ausdrucksvolle Farbgebung. Zu seinen repräsentativen Werken gehören

„Granatapfelbaum“ (, Zakuro; 1920), auf dessen Ast eine Katze ruht, „Karpfen“ (, Koi), ein Motiv, das Fukuda öfters gemalt hat, „Rippeln auf dem Wasser“ (, Sazanami; 1932), ein zweiteiliger Stellschirm mit fast abstrakten horizontalen blauen Riffeln, „Ayu“ (, Ayu), eine Gruppe dieser kleinen Fische, ein Motiv, das Fukuda öfters gemalt hat, „Neuschnee“ (, Shinsetsu) zeigt fast abstrakt nur fünf schneebedeckte Steinplatten, „Bambussprossen“ (, Takenoko; 1947), ein Motiv, das Fukuda öfters gemalt hat, „Regen“ (, Ame; 1953). „Regen“ zeigt einen graublauen Ziegeldach-Ausschnitt, auf dem man den Regen eher spürt als sieht.

Im Jahr 2012 gab die japanische Post innerhalb der Serie „60 Jahre Nationalmuseum für moderne Kunst Tokio und 50 Jahre Nationalmuseum für moderne Kunst Kyōto“ eine 80-Yen-Briefmarke heraus, die das Gemälde Fukudas mit dem Titel „Blumen, eine Studie“ (, Hana no shūsaku) aus dem Jahr 1960 zeigt.

Anmerkungen

Literatur S. Noma (Hrsg.): Fukuda Heihachirō. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-205938-X, S. 462. National Museum of Modern Art, Kyoto (Hrsg.): Fukuda Heihachirō. In: Kyoto no Nihonga 1910–1930. Kyoto 1986, ISBN 4-87642-117-X. Tazawa, Yutaka: Fukuda Heihachirō. In: Biographical Dictionary of Japanese Art. Kodansha International, 1981. ISBN 0-87011-488-3. Laurance P. Roberts: Fukuda Heihachirō. In: A Dictionary of Japanese Artists. Weatherhill, 1976. ISBN 0-8348-0113-2.

Weblinks (Bilder) Das Nationalmuseum für moderne Kunst Kyōto besitzt viele Bilder von Fukuda, darunter Hasen (1916) Rote Karpfen (1930)

Weblinks

Kategorie:Maler (Japan) Kategorie:Japaner Kategorie:Geboren 1892 Kategorie:Gestorben 1974 Kategorie:Person mit besonderen kulturellen Verdiensten Kategorie:Träger des japanischen Kulturordens Kategorie:Mann