Bettina Rave (* 28. Februar 1964 in Schramberg) ist eine Künstlerin mit deutschen und schweizerischen Wurzeln. Sie arbeitet konzeptionell mit Malerei und Video.
Leben und Werk Bettina Rave wuchs in Baden-Baden und am Bodensee auf. Seit 1980 lebt sie in Berlin, wo sie 1982 Abitur machte. Von 1983 bis 1988 absolvierte sie an der Hochschule der Künste in Berlin (heute Universität der Künste) den Diplomstudiengang Visuelle Kommunikation bei Bernhard Boes und Helmut Lortz. 1989 studierte sie Malerei und 16-mm-Film an der Rhode Island School of Design und Brown University in den USA. 1990 schloss sie das Studium als Meisterschülerin bei Wolfgang Ramsbott an der HdK ab, seitdem ist sie freischaffend als Bildende Künstlerin tätig. Ihre Arbeiten wurden auf zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt.
„Bettina Rave beschäftigt sich mit der Dialektik von Bild und Material“Ute Hübner: Worte, Zeichen, Notationen im Werk von Bettina Rave. In: Hesse Museum Gaienhofen (Hrsg.): Bettina Rave, Anton Berta Cäsar. Worte, Zeichen, Notationen. modo Verlag, Freiburg 2017, S. 5. und „setzt diesen Diskurs in sinnlich visuelle, farbintensive Bilder um.“ Charakteristisch für ihre Kunst ist die wechselseitige Durchdringung der Medien Malerei und Video, „ihr Werk nimmt zwischen Medien und Malerei eine eigene Position ein.“Wulf Herzogenrath: Zeit in Bildern. In: Kunstmuseum Singen (Hrsg.): Bettina Rave, Flow. modo Verlag, Freiburg 2015, S. 76. Einen weiteren Schwerpunkt ihrer Arbeit bildet die bildnerische Auseinandersetzung mit Schrift, Texten und Zeichensystemen.
Preise und Stipendien 1989: Postgraduate-Stipendium Rhode Island School of Design und Brown University, RI, USA 1990–1992: Graduiertenstipendium der HdK Berlin (Betreuer Bernhard Kerber) 1992: Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg 1998: Arbeitsstipendium Bildende Kunst der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur Berlin 2010: Goldrausch Künstlerinnenprogramm art IT, Berlin 2021: Projektförderung der VG Bild-Kunst (Neustart Kultur) 2022: Stipendium der Stiftung Kunstfonds (Neustart Kultur) 2022: artist in residence, Haus Bourgos, Syros, Griechenland
Werke in öffentlichen Sammlungen Kunstmuseum Singen Bigler-Preis, ZürichBiglerpreis Neuer Berliner Kunstverein Industrie- und Handelskammer Dortmund Robert Bosch Stiftung, Stuttgart Staatliche Museen zu Berlin, Stiftung Preußischer Kulturbesitz
Ausstellungen Einzelausstellungen (Auswahl) 1989: Distant Paintings, List Art Center, Providence, Rhode Island (USA) 1992, 1996, 2001, 2009, 2015 und 2023: Galerie Vayhinger, Radolfzell / Singen 1993 und 1995: Galerie von der Tann, Berlin 1994: Kunststiftung Baden-Württemberg, Stuttgart (mit AnnaTretter) 1999: Close Watch, Dirty Windows Gallery, Berlin 2000, 2002 und 2005: Galerie Ute Brummel, Dortmund 2006, 2007 und 2017: Architekten Kleinke und Höhne, Berlin 2006: per se, Kunstverein Radolfzell 2012: closer up, Galerie G Freiburg 2015: flow, Malerei, Video, Installation; Kunstmuseum Singen 2017: Anton Berta Cäsar, Worte, Zeichen, Notationen, Hesse Museum Gaienhofen (DE) und Haus zur Glocke, Steckborn (CH) 2018/19: 12 Songs, Galerie G Freiburg 2023: Time Sheets, Kunstverein Konstanz
Ausstellungsbeteiligungen, seit 2010 2010: Carte Blanche, Clarke Gallery, Berlin 2010: Glass Crash Feeling, Goldrausch 2010, Galerie September und Galerie Barbara Thumm, Berlin 2010: SingenKunst, Kunstverein Singen 2012: Blätterwald, Die Quintessenz des Buches, Deutscher Künstlerbund, Berlin 2012: DASSOLLKUNSTSEIN X, Kunstverein Freiburg 2013: aus ernst wird spaß, das ironische in der kunst, Deutscher Künstlerbund, Berlin 2017: Heimat? Deutscher Künstlerbund, Berlin 2017: DASSOLLKUNSTSEIN XV (mit Kerstin Drechsel), Kunstverein Freiburg 2018: Contemporary Art Ruhr, Zeche Zollverein, Essen 2019: Malerei? Malerei! Haus zur Glocke, Steckborn (CH) 2019: Flüchtige Entwürfe, Deutscher Künstlerbund, Berlin 2021: Still Alive, Deutscher Künstlerbund, Berlin
Filme und Videos 1988: Erstmal für immer (S-8, Farbe, 16 Min.) 1989: 1. Person Plural (Umatic, s-w, 25 Min., Ton: Dirk Schwibbert) 1990: sky all over (M II, Farbe, 21 Min.), Intercourse (M II, Farbe, 6 Min.), dishes or sunset (M II, Farbe, 12 Min.), 1991: Cheimon (M II, Farbe, 12 Min., Ton: Dirk Schwibbert) 1992: Bruit Blanc (M II, s-w, 10 Min., Ton: Dirk Schwibbert) 1995: Saudade (S-VHS, Farbe, 14 Min., Ton: Dirk Schwibbert) 1997: still (Beta SP, Farbe / s-w, 8 Min.) 1998: flow (M II, Farbe, 8 Min., Ton: Dirk Schwibbert), Venetian Blind (S-VHS, s-w, 9 Min, Ton: Dirk Schwibbert) 2006: en plein air (DV, Farbe, 9 Min.) 2011: timeline (DV, Farbe, 6 Min., Ton: Dirk Schwibbert) 2012: Capri (DV, Farbe, 30 Min.) 2015: liquid (DV, Farbe, 14 Min., Ton: Dirk Schwibbert) 2016: painting (DV, Farbe, 6 Min. Ton: Dirk Schwibbert) 2019: Abbey Road (DV, Farbe, 10 Min. Ton: Dirk Schwibbert)
Festivals 1992: Mun Media Festival, Helsinki (SF) 1992: DuKunst, Iserlohn 1992: 7th Australien International Video Festival, Sydney (AUS) 1992: Festival International de Video et de Film, Centre National de la Cinematografie, Paris (F) 1992: Forum Europeen des Images, Valence (F) 1992, 1993: world wide videofestival, Kijkhuis, Den Haag (NL) 1993: London Film Festival, British Film Institute, London (GB) 1993: Global Video Touring Exhibition (NZ und AUS) 1994: Festival voor experimentelle kunst, IMPACT, Utrecht (NL) 1999: Deutsche Gesellschaft für Neue Musik, Weimar 1999: und ab die Post, Festival junger experimenteller Kunst, Postfuhramt, Berlin 2018: contemporary art ruhr, Zeche Zollverein, Essen 2012, 2015, 2016, 2018, 2019: selected works, Filme der Medienwerkstatt im Kino Central, Berlin
Weblinks
Bettina Rave – Persönliche Website Bettina Rave bei N.B.K Berlin Bettina Rave in der Galerie Vayhinger Bettina Rave in der Galerie G Bettina Rave im Kunstmuseum Singen Bettina Rave im Hesse Museum Gaienhofen
Einzelnachweise
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