Marlies Draeger (* 22. Juli 1947 in Heiligenstadt) ist eine deutsche Schauspielerin.

Leben Die Mutter Marlies Draegers führte einen Modesalon, Draeger selber arbeitete zunächst als Buchhalterin, später als Model und ließ sich für das Herrenmagazin Privat9 oben ohne ablichten. Mitte der 1960er Jahre nahm sie in Göttingen Schauspielunterricht und wurde für erste Aufgaben vor der Kamera von Regisseur Georg Tressler in dessen Serie Wenn die Musik nicht wär verpflichtet. Bei den Dreharbeiten 1966 lernte sie ihren Kollegen Michael Maien kennen, mit dem sie einige Monate zusammenlebte, bis sie im November desselben Jahres eine langjährige Beziehung mit dem Göttinger Holzhändler Jürgen Roloff einging.Biografie bei glamourgirlsofthesilverscreen.com (englisch), abgerufen am 5. Mai 2017

Zu sehen war Marlies Draeger unter anderem 1968 in dem Jerry-Cotton-Streifen Dynamit in grüner Seide, in dem sie von Traudel Haas synchronisiert wurde, sowie 1969 in der Edgar-Wallace-Verfilmung Der Mann mit dem Glasauge. Letztmals wirkte sie in zwei Folgen der 26-teiligen Serie Kara Ben Nemsi Effendi nach Karl May mit.

Im Mai 1970 erschien Draeger auf der Titelseite der Fernsehzeitschrift Hörzu. Ihre Film- und Fernsehkarriere dauerte bis Mitte der 1970er Jahre, danach sind keine weiteren künstlerischen Aktivitäten mehr zu ermitteln, weder auf der Bühne noch vor der Kamera. Am 26. Februar 1977 heiratete Draeger in der Göttinger St. Paulus-Kirche den Arzt Dr. Alexander Teichmann, den sie ein dreiviertel Jahr zuvor kennengelernt hatte. Zu dieser Zeit betrieb sie eine Boutique namens Jeanette in der Weender Straße. Das Göttinger Tageblatt bezeichnet sie in einem Bericht über die Hochzeit als „ehemalige Schauspielerin“, merkt aber an, dass sie noch regelmäßig „für die Werbung“ arbeite, „und da meistens fürs Ausland.“ Zuletzt habe man sie „in einem Asbach-Werbespot bewundern“ können.Zur Person In: Göttinger Tageblatt. 1. März 1977

Von ihrem Namen kursieren verschiedene Schreibweisen. In Abspännen wird sie auch Marlies Dräger, Marlis Draeger oder Marlis Dräger genannt. Die Filmdatenbank IMDb führt die Schauspielerin als Marlies Dräger. Im oben erwähnten Bericht des Göttinger Tageblattes, der sie auch wörtlich zitiert, wird ihr Name Marlis Dräger geschrieben.

Filmografie 1966: Die verlorenen Schuhe 1967: Wenn die Musik nicht wär (2 Folgen) 1967: Dreizehn Briefe – Rhapsodie in Kupfer und Blei 1967: Wenn es Nacht wird auf der Reeperbahn 1968: Hafenkrankenhaus – Herr Kaktus 1968: Dynamit in grüner Seide 1968: Johannes durch den Wald 1969: Der Mann mit dem Glasauge 1970: Alle Hunde lieben Theobald – Amandus und der Clown 1970: August der Starke – Ein ganzes Volk nennt ihn Papa 1970: Percy Stuart – Fünf Pfeifen 1970: Der Polizeiminister 1971: Frei nach Mark Twain – Wenn man einen Elefanten verliert 1973–1975: Kara Ben Nemsi Effendi (2 Folgen als Mascha)

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Model Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1947 Kategorie:Frau