mini|Der Dragonara Palace an der Triq id-Dragunara (Dragunara Street) in St. Julian’s, Malta mini|Blick auf den Dragonara Palace und seine Gärten im späten 19. Jahrhundert mini|Blick im Jahr 1870 vom Palast aus auf das Gebiet des heutigen Paceville

Der Dragonara Palace (maltes.: Il-Palazz tad-Dragunara), auch bekannt als Palazzo Dragonara oder Villa Dragonara, ist ein Palast auf der Landspitze Dragonara Point in St. Julian’s auf Malta. Er wurde 1870 als Sommerresidenz für Emmanuele Scicluna erbaut, einen Bankier, der 1875 zum Marchese erhoben wurde. Heute beherbergt das Gebäude das Dragonara Casino.

Geschichte Der Palast wurde auf einem Gelände errichtet, auf dem sich zuvor die Ta' Għemmuna Battery befand. Die Halbinsel war ursprünglich als Għemmuna Point bekannt. Der Legende nach soll ein Drache in einer nahegelegenen Höhle gelebt haben, worauf der Name des Kaps und des Palastes zurückzuführen ist.Gaul, Simon: Malta, Gozo and Comino. 2007, New Holland Publishers, ISBN 978-1-86011-365-9, S. 160

Während des Ersten Weltkriegs diente das Gebäude vorübergehend als Lazarett für Offiziere. Im Zweiten Weltkrieg gewährte die Familie Scicluna im Palast mehr als 100 Flüchtlingen Unterkunft.

Am 15. Juli 1964 wurde im Palast das erste Casino Maltas eröffnet. Die Eröffnung markierte einen Wendepunkt in der Entwicklung des benachbarten Stadtteils Paceville, der sich von einer landwirtschaftlich geprägten Gegend zu einem touristischen Zentrum wandelte. In den 1990er Jahren wurde auf einem Teil der ehemaligen Gartenanlagen des Palastes das Hotel The Westin Dragonara errichtet.

Nach der Privatisierung des Casinos im Jahr 1999 folgten umfassende Restaurierungsarbeiten (insbesondere im Jahr 2008) sowie Modernisierungen durch den neuen Betreiber Dragonara Gaming Ltd ab 2010. mini|Historische Aufnahme des Dragonara Palace mit der Neptunstatue an ihrem ursprünglichen Standort. Der Palast steht auf der nationalen Liste der Kulturgüter von Malta (National Inventory of the Cultural Property of the Maltese Islands, Inventarnummer 01218).

Einzelnachweise

Literatur Frederica Agius: The Dragonara Palace. A Historic Perspective. Dragonara Gaming Limited, 2014, ISBN 978-99957-0-718-7.

Weblinks

Webpräsenz des Dragonara Casinos

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