mini|Grigor Chandschjans Gedenkstein an seinem Haus in Jerewan Grigor Sepouhi Chandschjan (, ; * 29. November 1926 in Jerewan; † 19. April 2000 ebenda) war ein armenisch-sowjetischer Maler und Grafiker.

Leben Chandschjan besuchte die Jerewaner Kunstschule mit Abschluss 1945. Anschließend studierte er an der Jerewaner Terlemesjan-Kunsthochschule bei A. W. Bekarjan und Edouard Isabekjan mit Abschluss 1951. Für seine Abschlussarbeit wählte er den 5. Kongress der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Russlands 1907 in London und malte nicht wie erwartet Stalin, sondern den armenischen Bolschewisten Stepan Schahumjan.

Chandschjan war Mitglied der Union der Künstler der Armenischen SSR (ArmSSR) und wurde 1953 in deren Geschäftsführung gewählt. Er wurde Korrespondierendes Mitglied der Akademie der Künste der UdSSR (1962), Mitglied der Geschäftsführung der Union der Künstler der UdSSR (1963) und schließlich Vollmitglied der Akademie der Künste der UdSSR (1973). 1975 wurde er Abgeordneter im Obersten Sowjet der ArmSSR und Mitglied des Präsidiums. 1982 wurde er Korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften der ArmSSR.Members (abgerufen am 3. Mai 2017).

Chandschjan wurde zunächst als Maler bekannt, wobei die Geschichte Armeniens schließlich sein Hauptthema wurde. Ein besonderes Interesse fanden seine Illustrationen des Romans Armeniens Wunden von Chatschatur Abowjan (1959) und des Versepos Der nie verstummende Glockenturm von Paroujr Sewak (1968), das dem Völkermord an den Armeniern 1915 und dem Komponisten Komitas gewidmet ist. 1966 wurde er Mitglied des Obersten Geistlichen Rates der Armenischen Apostolischen Kirche und Freund des Katholikos Wasgen I. Für das Katholikos-Gebäude entwarf er die Wandteppiche Schlacht von Avarayr und Das Armenische Alphabet des Mesrop Maschtoz zur armenischen Geschichte (1981). Da diese Teppiche der Öffentlichkeit nicht zur Verfügung standen, schlug der Erste Parteisekretär der ArmSSR Karen Demirtschjan vor, Reproduktionen als Wandgemälde an der neuen Jerewaner Sport- und Musikarena anzubringen. Stattdessen schuf Chandschjan den Theatervorhang Mutter Armenien für die Arena und die Wandgemälde der Teppichbilder für die Jerewan-Kaskade (jetzt Cafesjian-Kunstmuseum).Создатель своей эпохи (abgerufen am 3. Mai 2017). Mit dem dritten Bild Wiedergeburt Armeniens entstand ein Triptychon. Durch Reisen nach Italien, Spanien und Mexiko lernte er die dortigen Kulturen kennen, was seine Werke beeinflusste. Mit seinen Arbeiten wollte er das traditionelle armenische Handwerk und die Volkskunst wiederbeleben.

2010 hielt die US-Außenministerin Hillary Clinton im Cafesjian-Kunstmuseum vor Chandschjans Triptychon eine Rede.Hillary Clinton (abgerufen am 3. Mai 2017). 2016 gab die Zentralbank der Republik Armenien eine Gedenkmünze mit Chandschjans Teppich der Schlacht von Avarayr heraus.Mamikonyan (abgerufen am 3. Mai 2017).

Ehrungen Orden des Roten Banners der Arbeit Ehrenzeichen der Sowjetunion (1956) Goldmedaille der Allunionskunstausstellung Moskau (1957) Bronzemedaille für Bildende Kunst der Weltausstellung Brüssel 1958 Verdienter Künstler der ArmSSR (1962) Volkskünstler der ArmSSR (1967) Staatspreis der UdSSR (1969) für die Illustration des Versepos Der nie verstummende Glockenturm von Paroujr Sewak Staatspreis der ArmSSR (1983) Volkskünstler der UdSSR (1983) Ehrenbürger Jerewans (1986)

Einzelnachweise

Kategorie:Abgeordneter (Oberster Sowjet der Armenischen Sozialistischen Sowjetrepublik) Kategorie:Maler (Armenien) Kategorie:Grafiker (Sowjetunion) Kategorie:Träger des Ordens Zeichen der Ehre Kategorie:Träger des Ordens des Roten Banners der Arbeit Kategorie:Träger des Staatspreises der UdSSR Kategorie:Volkskünstler der UdSSR (Bildende Kunst) Kategorie:Volkskünstler der ArSSR Kategorie:Ehrenbürger von Jerewan Kategorie:Armenier Kategorie:Sowjetbürger Kategorie:Geboren 1926 Kategorie:Gestorben 2000 Kategorie:Mann