Die Mikroglossie, von ‚klein, eng‘, und ‚Zunge‘, ist eine sehr seltene angeborene Erkrankung mit (bereits bei Geburt) zu kleiner Zunge.Willibald Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch, 266., aktualisierte Auflage, de Gruyter, Berlin 2014, ISBN 978-3-11-033997-0 Stichwort Mikroglossie Die Zunge ist aufgrund einer Hypotrophie oder Hypoplasie abnormal klein. Vollständiges Fehlen wird als Aglossie bezeichnet.
Verbreitung Eine Mikroglossie ist sehr selten, bislang wurde über ca. 50 Betroffene berichtet.
Es gibt isolierte Formen, häufig besteht jedoch eine Assoziation mit Fehlbildungen der Extremitäten im Rahmen eines Hypoglossie-Hypodaktylie-Syndromes.S. Voigt, A. Park, A. Scott, M. A. Vecchiotti: Microglossia in a newborn: a case report and review of the literature. In: Archives of otolaryngology--head & neck surgery. Bd. 138, Nr. 8, August 2012, S. 759–761, doi:10.1001/archoto.2012.1324, PMID 22911299 (Review).
Anscheinend kommt eine Mikrognathie gehäuft vor.M. A. Thorp, P. J. de Waal, C. A. Prescott: Extreme microglossia. In: International journal of pediatric otorhinolaryngology. Bd. 67, Nr. 5, Mai 2003, S. 473–477, PMID 12697349.
Bei folgenden weiteren Syndromen kann eine Mikroglossie auftreten: Pierre-Robin-Sequenz Holoprosenzephalie
Geschichte Aus dem Jahre 1914 stammt ein Fallbericht von B. C. Maybury.B. C. Maybury: Case of Microglossia. In: Proceedings of the Royal Society of Medicine. Bd. 7, Clin Sect 1914, S. 29–30, PMID 19977544, .
Siehe auch Makroglossie
Einzelnachweise
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