mini|hochkant|Mariko Okada im Jahr 1962 Mariko Okada (jap. , Okada Mariko, eigentlich Mariko Yoshida ; * 11. Januar 1933 in der Präfektur Tokio) ist eine japanische Schauspielerin, die seit 1951 in über 140 Filmen und Fernsehserien mitwirkte.
Leben Mariko Okada wurde 1933 in der Präfektur Tokio geboren, wuchs aber später in der Präfektur Niigata auf. Ihr Vater war der Stummfilmschauspieler Tokihiko Okada, der nur ein Jahr nach der Geburt seiner Tochter im Januar 1934 mit 30 Jahren an Tuberkulose starb. 1951 wurde die mittlerweile achtzehnjährige Mariko Okada von dem Filmregisseur Yasujiro Ozu, der bereits 1931 mit ihrem Vater bei dem Film Tokyo no kōrasu zusammengearbeitet hatte, entdeckt und bei der Filmgesellschaft Tōhō lanciert. Ihre erste Filmrolle erhielt sie noch im gleichen Jahr in Mikio Naruses Maihime. 1957 wechselte sie zu Shōchiku, wo sie bevorzugt in melodramatischen Rollen tragischer Heldinnen auftrat. Ihre Rolle als sich emanzipierende Frau in der patriarchalen Gesellschaft in Keisuke Kinoshitas Kōge (1964) gehört zu ihren herausragenden Darstellungen.
Mariko Okada heiratete 1966 den Filmregisseur Yoshishige Yoshida im bayerischen Aschau im Chiemgau im Stile einer traditionellen Alpenhochzeit, nachdem sie zuvor in München feierlich empfangen worden waren. Gemeinsam gründete das Paar später die Filmgesellschaft Gendai Eiga-sha. Fortan war sie in mehreren seiner Filme zu sehen. Sie spielte eine inzestuös liebende Mutter in Mizu de kakareta monogatari aus dem Jahr 1965, verkörperte 1970 die Anarchistin Noe Ito in Erosu purasu gyakusatsu und im folgenden Jahr eine an Aphasie erkrankte Schauspielerin in Kokuhakuteki joyūron. Daneben war sie Produzentin des 1973 erschienenen biografischen Filmes Kaigenrei über das Leben von Kita Ikki. Mariko Okada wurde für ihre Leistungen mehrfach ausgezeichnet.
Auszeichnungen 1959: Preis des Mainichi Eiga Concours als beste Nebendarstellerin 1963: Kinema Junpo Award als beste Schauspielerin 1963: Preis des Mainichi Eiga Concours als beste Hauptdarstellerin 1998: Golden Glory Award und Platinum Grand Prize bei den Japanese Movie Critics Awards 2019: Spezialpreis des Vorsitzenden des Japanese Academy Award
Filmografie (Auswahl) 1951: Maihime 1954: Samurai (Miyamoto Musashi) 1955: Ukigumo 1955: Tabiji 1955: Zoku Miyamoto Musashi: Ichijōji no Kettō 1956: Nagareru 1956: Miyamoto Musashi kanketsuhen: kettō Ganryūjima 1957: Yagyu Bugeicho 1957: Doshaburi 1960: Spätherbst (Akibiyori) 1962: Ein Herbstnachmittag (Samma no aji) 1962: Akitsu Onsen 1964: Kōge 1968: Juhyô no yoromeki 1969: Erosu purasu gyakusatsu 1970: Rengoku eroica 1971: Eingestandene Theorie der Schauspielerin (Kokuhakuteki joyûron) 1977: Tod im Fahrstuhl (Ningen no Shōmei) 1978: Akō-jō danzetsu 1985: Tampopo 1987: Die Steuerfahnderin (Marusa no onna) 1998: Omocha 2002: Kagami no onnatachi 2002–2015: Onsen Waka Okami no Satsujin Suiri (Filmreihe, 19 Filme) 2005: Eri Eri Rema Sabakutani?
Weblinks
Eintrag zu Mariko Okada in der Japanese Movie Database (japanisch) Artikel zu Mariko Okada und ihrem Ehemann im Harvard Film Archive (englisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Japaner Kategorie:Geboren 1933 Kategorie:Frau