mini|Dmitrij Kapitelman bei der Leipziger Buchmesse 2025

mini|Dmitrij Kapitelman LiteratureXchange Festival 2026

Dmitrij Kapitelman (* 1986 als Dmitrij Romashkan in Kiew) ist ein deutschsprachiger Schriftsteller, Journalist und Musiker.

Leben Dmitrij Kapitelman ist der Sohn des jüdisch-ukrainischen Mathematikers Leonid Kapitelman und seiner aus Moldawien stammenden Ehefrau Vera Romashkan, deren durch eine frühere Heirat erworbenen Nachnamen er wegen der elterlichen Furcht vor antisemitischen Ressentiments erhielt.Dmitrij Romashkan: Kapitelmans Kind. In: die tageszeitung vom 7. Juni 2013. Mit acht Jahren kam er mit seiner Familie als jüdischer Kontingentflüchtling nach Deutschland, wo er im Leipziger Plattenbau-Stadtteil Grünau aufwuchs. Seine Eltern betrieben ein Geschäft für osteuropäische Spezialitäten namens магазин („Laden“). Kapitelman studierte Politikwissenschaft und Soziologie an der Universität Leipzig und absolvierte die Deutsche Journalistenschule in München. Er lebt als freier Journalist in Berlin und macht unter dem Künstlernamen Dheema Musik (Veröffentlichung: Querulantenkram EP).Dmitrij Kapitelman beim Carl Hanser Verlag.

Kapitelman schrieb unter anderem in der taz und der Zeit. Sein Text Kapitelmans Kind über seinen Vater und seine eigene Identität zwischen den Kulturen, den er 2013 als Praktikant in der taz noch unter dem Namen Dmitrij Romashkan veröffentlicht hatte, machte eine Literaturagentin auf ihn aufmerksam. Drei Jahre später brachte der Carl Hanser Verlag den autobiografischen Roman Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters heraus. Er handelt von Kapitelmans Leben in Deutschland und einer gemeinsamen Reise mit seinem Vater nach Israel auf der Suche nach der gemeinsamen jüdischen Identität.

Kapitelman nannte es ein „Buch über Emanzipation“.Anja Maier: Heimat ist ein strapaziertes Wort. In: die tageszeitung vom 20. Oktober 2016. Der Roman wurde in zahlreichen deutschsprachigen Feuilletons besprochen. Alex Rühle las ein „hinreißendes Debüt“: „so brillant wie politisch scharfsichtig formuliert“.Alex Rühle: Der Identitätskater. In: Süddeutsche Zeitung vom 6. September 2016. Jens Jessen entdeckte ein neues „Genre: die Vaterbeobachtung“,Jens Jessen: Die Kippa steht ihm schon mal gut. In: Die Zeit vom 8. Dezember 2016. Roman Bucheli hingegen stufte es unter „Erlösungsbücher, Selbstheilungsbücher“ ein.Roman Bucheli: Autobiografische Folklore. In: Neue Zürcher Zeitung vom 8. November 2016.

Kapitelman erhielt für seinen Debütroman den Klaus-Michael Kühne-Preis des Harbour Front Literaturfestivals 2016.Dmitrij Kapitelman erhält Klaus-Michael-Kühne-Preis. In: Die Welt vom 21. September 2016. Für Eine Formalie in Kiew wurde Kapitelman 2021 der Buchpreis Familienroman der Stiftung Ravensburger Verlag zuerkannt.Buchpreis Familienroman 2021 der Stiftung Ravensburger Verlag geht an Dmitrij Kapitelman, buchmarkt.de, veröffentlicht und abgerufen am 4. Oktober 2021.

2022 war Kapitelman Mitgründer des PEN Berlin.

Auszeichnungen

2021: Columbus-Autorenpreis des VDRJ für die beste Reisereportage des Jahres Schön ist die Welt!Die beste Reportage des Jahres 2021: „Schön ist die Welt!“ beim VDRJ. 2022: Nominiert für den Besten Essay des Jahres beim Deutscher Reporter:innenpreis für «Die Krim ist russisch! Sie war schon immer russisch! Putin hat recht!», sagte meine Mutter 2014Deutscher Reporter:innen-Preis 2022: Die Nominierten. Auf reporter-forum.de. 2025: Longlist des Deutschen Buchpreises mit Russische Spezialitäten 2025: Reportagen.fm-Journalist:innenpreis 2025 für Unter Nackten als lustigste Reportage des JahresPlotkes. In: Jüdische Allgemeine, 6. März 2025. 2026: Auszeichnung beim Hansel-Mieth-Preis für die Reportage Auch Neo-Nazis baden gernHansel-Mieth-Preis 2026 für Julia Kopatzki und Roderick Aichinger bei Zeitenspiegel Reportagen, 27. Februar 2026. 2026: Longlist des Europese Literatuurprijs mit Russische SpecialiteitenLonglist Europese Literatuurprijs 2026 beim Nederlands Letterenfonds, 15. April 2026.

Veröffentlichungen Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters. Hanser Berlin, München 2016, ISBN 978-3-446-25318-6. Eine Formalie in Kiew. Hanser Berlin, München 2021, ISBN 978-3-446-26937-8. Russische Spezialitäten, Roman, Hanser, Berlin 2025, ISBN 978-3-446-28247-6. Russische Spezialitäten, Roman, Argon Verlag, 2025, ISBN 978-3-732-47858-3 (Autorenlesung)

Weblinks

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Einzelnachweise

Kategorie:Autor Kategorie:Journalist (Deutschland) Kategorie:Person des Judentums (Deutschland) Kategorie:Literatur (21. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (Deutsch) Kategorie:Roman, Epik Kategorie:Schriftsteller (Berlin) Kategorie:Musiker (Berlin) Kategorie:Mitglied im PEN Berlin Kategorie:Ukrainischer Emigrant in Deutschland Kategorie:Sowjetbürger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1986 Kategorie:Mann