Der Grenzübergang Merdare (, ) befindet sich im Nordosten des Kosovo und verbindet diesen mit Serbien.

Aus Sicht Serbiens handelt es sich nicht um einen internationalen Grenzübergang, sondern lediglich um einen polizeilichen Kontrollpunkt innerhalb Serbiens (). Seit der Unabhängigkeitserklärung des Kosovo im Februar 2008 war der Grenzposten mehrmals Schauplatz gewaltsamer Auseinandersetzungen zwischen Serben und Kosovo-Albanern.

Seit 2019 stehen den Behörden erneuerte, gemeinsam betriebene Anlagen des Grenzpostens zur Verfügung.

mini|Kosovarisches Schild am Grenzübergang

Geographie

Der Grenzübergang liegt auf einer Passhöhe mit des Toplica-Hochlands an der Europastraße 80 zwischen Pristina und Niš nordöstlich des Dorfes Merdare am nördlichen Rand der Gemeinde Podujeva. Im Kosovo wird die Straße als M-25, in Serbien als Bundesstraße 35 bezeichnet, die weiter nördlich in die Autoput A12 übergeht.

Am gleichen Pass befindet sich ein stillgelegter Eisenbahntunnel der früheren Bahnstrecke Pristina–Niš (über Podujeva, Merdare, Kuršumlija, Prokuplje und Doljevac).

Zollkonflikt

In der Nacht vom 4. auf den 5. Dezember 2012 gab Catherine Ashton bekannt, dass sich Ivica Dačić und Hashim Thaçi in der dritten Gesprächsrunde des Zollkonflikts auf gemeinsame Grenzposten geeinigt haben. Der Grenzübergang Merdare und die Grenzübergänge in Končulj, Jarinje, und Brnjak sollten bis Jahresende gemeinsam von der serbischen, der kosovarischen Polizei und EULEX verwaltet werden. In Jarinje und Merdare sollten die gemeinsamen Kontrollen schon am 10. Dezember starten. Auf Druck der EU – Serbien und Kosovo eröffnen gemeinsame Grenzposten Tagesschau 10. Dezember 2012

Einzelnachweise

Kategorie:Gemeinde Podujeva Merdare