Rudolph Friedrich von Wichmannshausen (* 9. Oktober 1711 in Dresden; † 30. März 1792 in DelitzschEintrag zu Rudolph Friedrich von Wichmannshausen in der Deutschen Digitalen Bibliothek, abgerufen am 22. April 2017.) war ein deutscher Theologe und Philosoph.
Leben Rudolph Friedrich von Wichmannshausen, wurde als Sohn des Reichsritters, Erb-, Lehn und Gerichtsherr auf Tauscha Johann Georg von Wichmannshausen (* 1684; † 7. September 1750) und seiner Frau Christina Magdalena (geb. Heidfeld) (* 18. April 1691 in Quedlinburg; † 11. April 1736; beigesetzt in einer Gruft in der Dresdner Frauenkirche) geboren.Karl Gottlob Dietmann: Die gesamte der ungeänderten Augsp. Confeßion zugethane Priesterschaft im Curfürstenthum Sachsen und denen einverleibten Landen. Dresden, 1753, Bd. 2, S. 943. Er war der jüngere Bruder von Johann Georg von Wichmannshausen. Er studierte von 1729 bis 1733 in Wittenberg. Im Jahre 1733 trat er in das von Moritz Carl Christian Woog (1684–1760) begründete Sophianische Predigercollegium in Dresden ein. In den Jahren 1738 bis 1739 war von Wichmannshausen in Ortrand als Oberpfarrer tätig. Anschließend wirkte er bis zum Jahre 1753 in Liebenwerda als Superintendent. Weitere Wirkungsstätten waren Freyburg (1753–60) und Delitzsch (1761–92), wo er auch starb.
Wichmannshausen verheiratete sich am 26. August 1739 mit Dorothea Sophia von Troschke. Aus der Ehe kennt man die Tochter Friederike Sophia Wilhelmine von Wichmannshausen (* 7. September 1744 in Liebenwerda) und den Sohn Rudolf Friedrich Samuel von Wichmannshausen (* 6. Mai 1750 in Liebenwerda).Veronika Albrecht-Birkner: Pfarrerbuch der Kirchenprovinz Sachsen. Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig, 2009, Bd. 9, S. 378.
Werk (Auswahl) Dissertatio philologica de Migdal 'ôz sive turri fortissima, proverb. XIIX,10, F. Woken (Präses), R. F. W. (Respondent), 1730; De theologo attento, ad I. Timoth. IV, 13, breviter commentatur, 1739; De theologo reformatore perpetuo: Oratio synodalis in conventu pastorali die magni theologi reformatoris b. M. Lutheri onomastica [...], 1742; Das Ehrenvolle Denck- und Thränen-Mahl, Bey der Beerdigung Des Hochwohlgebohrnen Herrn, Herrn Johann George von Wichmannshausen [...], durch eine [...] am 12. Sept. 1750 gehaltene Trauer-Rede [...], 1750; Abhandlung von dem Tode der Gläubigen als der glücklichen Veränderung üb. Apo. XIV. v. 13., nebst 2 bey der Beerdigung seiner Eltern gehaltenen Stand-Reden, 1752; Commentatio theologica pastoralis de theologo vigile ab 2. Tim., IV, 5. su de nefe en pasi, sub auspicio suscepti muneris ephori Fribergensis [...], 1753; Pacis ante ducentos abhinc annos d. XXV. septembr. MDLV. religioni datae memoriam secularem [...] pie recolandam [...] epistola encyclia pastorali commendat [...], 1755; Betrachtungen über die außerordentlichen Erdbeben zu gegenwärtigen Zeiten, 1756; Epistola pastoralis encyclica de firmitate animi in rebus adversis per plerophorian fidei declaranda [...], 1757; Die Ruhe der Seelen in der Hand Gottes nach seinem seeligen Tode [...] (Trauerschrift auf Johann Erhard Möckel), Pastor zu Lausa, 1759; Dass die Hoffnung besserer Zeiten am sichersten im seeligen Sterben erfüllt wurde, bey dem seelgen Absterben weyland [...] M. J. S. Heinsius [...] Superintendenten zu Forste [...], 1766.
Literatur
Johann Georg Meusel: Lexikon der vom Jahr 1750 bis 1800 verstorbenen teutschen Schriftsteller. Gerhard Fleischer, Leipzig, 1816, Bd. 15, S. 87, (Digitalisat)
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Einzelnachweise Eintrag und Werke von Rudolph Friedrich von Wichmannshausen in der Deutschen Nationalbibliothek
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