Carl von Schlicht, auch Karl Freiherr von Schlicht (* 1. Juni 1833 in Gutenpaaren im Havelland; † 1912 in Potsdam), war ein deutscher Landschafts- und Marinemaler der Düsseldorfer Schule.
Leben mini|Gewitterstimmung über der Havel, um 1880 Von Schlicht, Sohn des „Oeconomie-Commissarius“ von Schlicht und dessen Ehefrau Louise Alexandrine Caroline, geborene von Eckenbrecher,Amts-Blatt der Königlichen Regierung zu Potsdam und der Stadt Berlin. Jahrgang 1868, Potsdam 1868, S. 148 (books.google.de). beschritt zunächst eine Karriere als Offizier der Preußischen Armee. Als Leutnant des 1. Garde-Regiments zu Fuß verließ er den Militärdienst.Königlich Preußischer Staats-Anzeiger. Berlin, Ausgabe Nr. 269 vom 15. November 1865, S. 3687 (books.google.de). Im Jahr 1856 ging er nach Düsseldorf und ließ sich unter Stanislaus von Kalckreuth, Andreas Achenbach und Hans Fredrik Gude zum Landschaftsmaler ausbilden. Dem Maler Kalckreuth, der 1858 nach Weimar gegangen war und dort die Großherzoglich-Sächsische Kunstschule mitbegründet hatte, folgte er 1859 dorthin, ebenso wie etwa Ferdinand von Harrach, Johannes Niessen und August von Wille.Ekkehard Mai: Die deutschen Kunstakademien im 19. Jahrhundert. Künstlerausbildung zwischen Tradition und Avantgarde. Böhlau Verlag, Köln / Weimar / Wien 2010, ISBN 978-3-412-20498-3, S. 235. Seine guten Kontakte zum preußischen Hochadel bis hinauf zum Königshaus trugen dazu bei, für die Weimarer Kunstschule Medaillen- und Verkaufserfolge in Berlin, insbesondere auf den dortigen Akademie-Ausstellungen, zu erzielen.Hendrik Ziegler: Carl Alexander und Wilhelm II. Fürstliches Kunstmäzenatentum im Vergleich. In: Lothar Ehrlich, Justus H. Ulbricht (Hrsg.): Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach. Erbe, Mäzen und Politiker. Stiftung Weimarer Klassik und Kunstsammlungen, Böhlau Verlag, Köln, Weimar, Wien 2004, ISBN 3-412-09203-7, S. 138. 1873 war von Schlicht auf der Wiener Weltausstellung vertreten. Als Maler bereiste vor allem die Landschaften der Alpen (Bayern, Schweiz, Tirol, Oberitalien) und der Mittelgebirge (Rhön), wohl auch Norwegen und Deutsch-Südwestafrika (1902). Nachdem er mehrere Jahre in Weimar gelebt hatte, zog er in den 1870er Jahren nach Kreuznach, wo er als Zeichenlehrer am Gymnasium arbeitete,Eintrag zum Jahr 1878 in: , Webseite im Portal site.uottawa.ca, abgerufen am 22. April 2017. später wieder nach Düsseldorf, wo er Mitglied des Künstlerverein Malkasten war., Webseite im Portal malkasten.org, abgerufen am 22. April 2017. Zuletzt lebte er in Potsdam.
Literatur Schlicht, Karl von. In: Hermann Alexander Müller: Biographisches Künstler-Lexikon. Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig 1882, S. 468–467 (retrobibliothek.de).
Weblinks
Carl von Schlicht, Datenblatt im Portal rkd.nl (Rijksbureau voor Kunsthistorische Documentatie) von Schlicht, Carl, Datenblatt im Portal eart.de Schlicht, Carl von, Datenblatt im Portal mageda.com Carl von Schlicht, Portal artnet.de
Einzelnachweise
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