mini|hochkant=0.9|Stolperstein für Otto Goldstein und Frantisek Lauser in Prag-Holešovice Die Liste der Stolpersteine in Prag-Holešovice enthält die Stolpersteine, die im Prager Stadtviertel Holešovice, bis 1960 Holešovice-Bubny ([ˈɦolɛʃovɪtsɛ], deutsch Holleschowitz-Buben) verlegt wurden. Der Bezirk zählt heute großteils zu Prag 7, ein kleinerer Teil befindet sich in Prag 1. Stolpersteine erinnern an das Schicksal der Menschen, welche von den Nationalsozialisten in Tschechien ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Die Stolpersteine wurden von Gunter Demnig verlegt.

Das tschechische Stolpersteinprojekt Stolpersteine.cz wurde 2008 durch die Česká unie židovské mládeže (Tschechische Union jüdischer Jugend) ins Leben gerufen und stand unter der Schirmherrschaft des Prager Bürgermeisters. Die Stolpersteine liegen vor dem letzten selbstgewählten Wohnort des Opfers.Zdeňka Kuchyňová: Praha má na chodnících své první pamětní kameny holocaustu, Bericht des tschechischen Rundfunksenders Radio Praha vom 19. Oktober 2008, online auf: www.radio.cz/...Bericht der Vereinigung Stolpersteine.cz, online auf: Die Stolpersteine werden auf Tschechisch stolpersteine genannt, alternativ auch kameny zmizelých (Steine der Verschwundenen).

Die Tabellen sind teilweise sortierbar; die Grundsortierung erfolgt alphabetisch nach dem Familiennamen.

Holešovice Stolperstein Übersetzung Verlegeort Name, Leben 120pxHIER LEBTEING. JOSEF BERGMANNGEB. 1880DEPORTIERT 1942NACH THERESIENSTADT1944 NACH AUSCHWITZERMORDET Pplk. Sochora 739/36 wurde am 2. September 1880 in Krymlov geboren. Er war Ingenieur und hatte die österreichische Staatsbürgerschaft. Am 30. Januar 1942 wurde er mit dem Transport V von Prag ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Seine Transportnummer war 7 von 1.002. Dort wurde er nahezu drei Jahre lang interniert. Am 28. Oktober 1944 wurde er mit dem Transport Ev in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Seine Transportnummer war 90 von 2.035. Dort wurde er vom NS-Regime ermordet.The Central Database of Shoah Victims’ Names: JOSEF BERGMANN, abgerufen am 14. April 2017holocaust.cz: ING. JOSEF BERGMANN, abgerufen am 14. April 2017 120pxHIER LEBTEJUDR. ARNOŠTCANTORGEB. 1865DEPORTIERT 1942NACH THERESIENSTADTERMORDET 1942EBENDORT Schnirchova 1085/27 , auch Ernst, wurde am 13. Februar 1865 in Teplice geboren. Seine Eltern waren Wilhelm Cantor (1824–?) und Jetty geb. Kohn (1831–1921). Er hatte sieben Geschwister, darunter seine Zwillingsschwester Ernestine. Die Geschwister von Dr. Arnošt Cantor waren: Klara (geb. am 22. Februar 1858, verheiratet mit Ludwig Eisler) Martha (geb. am 20. Mai 1859, verheiratet mit Otto Urbach, sechs Kinder) Karl (geb. am 30. März 1861, verheiratet mit Helene geb. Hauser) Eveline (geb. am 17. Mai 1862) Ernestine (geb. am 13. Februar 1865, verheiratet mit Ludwig Eisler, fünf Kinder) Bertha (Geburtsdatum nicht bekannt, verheiratet mit Anton Beck) Rosa (Geburtsdatum nicht bekannt, verheiratet mit einem Mann namens Eisenschimmel). Das Schicksal seiner Geschwister ist nicht bekannt Er studierte Rechtswissenschaften an der Karls-Universität in Prag, wurde Rechtsanwalt und heiratete Selma geb. Mandelbaum, geboren am 21. Juni 1878. Das Paar hatte drei Kinder: Fanny (geb. am 28. Oktober 1902 in Teplice, verheiratet mit Max Jaffe) Lotta (geb. am 2. April 1904) Vilém (geb. am 2. Mai 1907, verheiratet mit Greta, zwei Töchter).

Von 1914 bis zur Nazi-Besetzung des Sudetenlandes diente er als Vorsitzender der jüdischen Gemeinde von Teplice. Danach flüchtete er nach Prag. Er war auch ein Mitglied des Obersten Rates der jüdischen Gemeinden der Tschechoslowakei und Delegationsmitglied der Jüdischen Partei in der Tschechoslowakei, die intervenierte um die Rechte der Juden im Sudetenland zu schützen. Sein letzter Wohnsitz vor der Deportation war in Prag VII, Schnirchova 13. Am 2. Juli 1942 wurde er mit Transport AAl ins KZ Theresienstadt deportiert. Seine Transportnummer war 923 von 1.005. Fünf Monate später, am 30. November 1942, verstarb er in Theresienstadt.holocaust.cz: DR. ARNOŠT CANTOR, abgerufen am 13. April 2017 (mit einem Porträt)The Central Database of Shoah Victims’ Names: ARNOST CANTOR, abgerufen am 13. April 2017

Seine Tochter Fanny Jaffe wurde 1944 in Auschwitz ermordet. Das Schicksal seiner Tochter Lotta und seines Sohnes Vilém ist unbekannt. Seine Frau starb 1945. 120pxHIER LEBTEOTTO GOLDSTEINGEB. 1868DEPORTIERT 1942NACH THERESIENSTADTERMORDETIN TREBLINKA Kostelní 875/6 , auch Ota, wurde am 10. November 1868 in Borotín geboren. Seine Eltern waren Michala oder Cecil Goldstein und Anna geb. Steinerová. Er hatte zwei Brüder, Julius (geb. 1866) und Ignaz (geb. 1871). Er handelte mit Juwelen und war verheiratet mit Marie geb. Růžicková. Sein letzter Wohnort vor der Deportation war in Prag XI, Huttenova 32. Am 9. Juli 1942 wurde er mit dem Transport AAp ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Seine Transportnummer war 428 von 1.000. Drei Monate später, am 19. Oktober 1942, wurde er mit dem Transport Bw in das Vernichtungslager Treblinka deportiert. Seine Transportnummer war 271 von 2.002. Er wurde vom NS-Regime ermordet.holocaust.cz: OTA GOLDSTEIN, abgerufen am 9. April 2017 (mit einem Porträt)The Central Database of Shoah Victims’ Names: OTA GOLDSTEIN, abgerufen am 9. April 2017

Sein Bruder Ignaz wurde in Auschwitz getötet. Das Schicksal seiner Eltern und seines Bruders Julius ist unbekannt. 120pxHIER LEBTEROBERT LAŠGEB. 1895DEPORTIERT 1942NACH THERESIENSTADTERMORDET 1944IN AUSCHWITZ Na Maninách 1042/18 , auch Robert Lasch, wurde am 19. Juni 1895 in Černovice geboren. Seine Eltern waren Salamon Lasch aus Bradáčov und Elisabeth geb. Peschek. Er hatte zehn Halbbrüder und Halbschwestern, alle geboren von der ersten Frau seines Vaters, Anna geb. Peschek, die Schwester seiner Mutter. Er war mit Gabriela verheiratet. Am 16. Juli 1942 wurden er und seine Frau mit dem Transport AAr in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Seine Transportnummer war 503 von 1.000. Drei Monate später, am 6. Oktober 1942, wurden das Ehepaar mit dem Transport Eo in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Seine Transportnummer war 1044 von 1.550. Beide wurden vom NS-Regime ermordet.holocaust.cz: ROBERT LASCH, abgerufen am 13. April 2017The Central Database of Shoah Victims’ Names: ROBERT LASCH, abgerufen am 13. April 2017 120pxHIER LEBTEGABRIELA LAŠOVÁGEB. KOHNOVÁGEB. 1894DEPORTIERT 1942NACH THERESIENSTADTERMORDET 1944IN AUSCHWITZ Na Maninách 1042/18 , auch Laschová, geb. Kohnová wurde am 24. Juni 1894 geboren. Sie war mit Robert Laš verheiratet. Am 16. Juli 1942 wurden sie und ihr Ehemann mit dem Transport AAr in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Ihre Transportnummer war 504 von 1.000. Drei Monate später, am 6. Oktober 1942, wurden das Ehepaar mit dem Transport Eo in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Ihre Transportnummer war 1045 von 1.550. Beide wurden vom NS-Regime ermordet.holocaust.cz: GABRIELA LASCHOVÁ, abgerufen am 13. April 2017The Central Database of Shoah Victims’ Names: GABRIELA LASCHOVA, abgerufen am 13. April 2017 120pxHIER LEBTEDR. ING. FRANTIŠEKLAUŠERGEB. 1889DEPORTIERT 1943NACH THERESIENSTADTERMORDET 19.5.1943EBENDORT Kostelní 875/6 wurde am 17. Dezember 1889 in Horní Ročov geboren. Seine Eltern waren Josef Lauscher (1858–1912) und Bertha geb. Wolf (1863–1940). Er hatte zwei Schwestern, Marta (geb. 1883, später Kronberger) und Marie (geb. 1885, später Jelinek). Er war mit Marie Laušer verheiratet. Sein letzter Wohnort vor der Deportation war in Prag II, Hálkova 8. Am 6. März 1943 wurde er mit dem Transport Cv ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Seine Transportnummer war 27 von 1.022. Er wurde am 19. Mai 1943 in Theresienstadt ermordet.holocaust.cz: FRANTIŠEK LAUŠER, abgerufen am 9. April 2017The Central Database of Shoah Victims’ Names: FRANTISEK LAUSER, abgerufen am 9. April 2017

Das Schicksal seiner Frau und seiner Schwestern ist unbekannt. 120pxHIER LEBTEERNESTINA METZLGEB. 1883DEPORTIERT 1942NACH THERESIENSTADTERMORDETIN BARANAWITSCHY Šternberkova 1357/10 wurde am 27. Oktober 1883 in Wien geboren. Ihre Eltern waren Moritz Metzl und Mathilde geb. Klein (1857–1896). Sie hatte zwei Schwestern und zwei Brüder: Gustav (geb. 1879), Franziska (1881–1883), Fritz (1886–1939) und Ella (geb. 1888). Es ist nicht bekannt, wann sie nach Prag gezogen ist, um bei ihrem Bruder Gustav und dessen Frau zu leben. Ihr letzter Wohnsitz vor der Deportation war in Prag VII., Šternberkova 10. Am 2. Juli 1942 wurde Ernestina Metzl mit Transport AAl ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Ihre Transportnummer war 660 von 1.005. Vier Wochen später, am 28. Juli 1942, wurde sie mit dem Transport AAy nach Baranawitschy deportiert. Ihre Transportnummer war 278 von 1.001. Ernestina Metzl wurde vom NS-Regime ermordet.holocaust.cz: ARNOŠTKA METZLOVÁ, abgerufen am 15. April 2017

Bruder Gustav und Schwägerin Ida Metzl wurden nach der Deportation nach Zamość ermordet. Schwester Ella und deren Ehemann Josef Bermann konnten auswandern und überleben. Josef Bermann starb 1949 in New York, Ella Bermann 1962 ebendort. Auch ihre beiden Söhne konnten überleben. 120pxHIER LEBTEGUSTAV METZLGEB. 1879DEPORTIERT 1942NACH THERESIENSTADTERMORDETIN ZAMOŚĆ Šternberkova 1357/10 wurde am 1. September 1879 im Bezirk Fünfhaus von Wien geboren. Seine Eltern waren Moritz Metzl und Mathilde geb. Klein (1857–1896). Er hatte drei Schwestern und einen Bruder.Die Geschwister von Gustav Metzl waren: Franziska (1881–1883) Ernestine (geboren 1883) Fritz (23. Mai 1886–8. März 1939, verheiratet mit Olga Franziska geb. Kuda, ein Sohn) Ella (geboren am 21. Juli 1888, verheiratet mit Josef Bermann (1878–1949), zwei Söhne) Er heiratete Ida geb. Fried. Es ist nicht bekannt, wann das Paar nach Prag zog. Ihr letzter Wohnsitz vor der Deportation war in Prag VII., Šternberkova 10. Am 28. April 1942 wurden Gustav Metzl und seine Frau mit dem Transport Ao ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Seine Transportnummer war 994 von 1.001. Zwei Tage später, am 30. April 1942, wurden die Eheleute mit dem Transport As nach Zamość deportiert. Seine Transportnummer war 994 von 1.000. Beide wurden vom NS-Regime ermordet.holocaust.cz: GUSTAV METZL, abgerufen am 15. April 2017The Central Database of Shoah Victims’ Names: GUSTAV METZL, abgerufen am 15. April 2017 (mit einem Porträt)