mini|hochkant=0.94|Stolpersteine für Vater und Sohn Löwy in Prag-Karlín Die Liste der Stolpersteine in Prag-Karlín enthält die Stolpersteine, die im Prager Stadtviertel Karlín (deutsch Karolinenthal) verlegt wurden. Der Bezirk zählt heute zu Prag 8. Stolpersteine erinnern an das Schicksal der Menschen, welche von den Nationalsozialisten in Tschechien ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Die Stolpersteine wurden von Gunter Demnig verlegt.
Das tschechische Stolpersteinprojekt Stolpersteine.cz wurde 2008 durch die Česká unie židovské mládeže (Tschechische Union jüdischer Jugend) ins Leben gerufen und stand 2008 unter der Schirmherrschaft des Prager Bürgermeisters. Die Stolpersteine liegen vor dem letzten selbstgewählten Wohnort des Opfers.Zdeňka Kuchyňová: Praha má na chodnících své první pamětní kameny holocaustu, Bericht des tschechischen Rundfunksenders Radio Praha vom 19. Oktober 2008, online auf: www.radio.cz/...Bericht der Vereinigung Stolpersteine.cz, online auf: Die Stolpersteine werden auf Tschechisch stolpersteine genannt, alternativ auch kameny zmizelých (Steine der Verschwundenen).
Die Tabellen sind teilweise sortierbar; die Grundsortierung erfolgt alphabetisch nach dem Familiennamen.
Karlín Bild Inschrift Standort Name, Leben 120pxHIER WOHNTEFRANTIŠEK GROSSJG. 1892DEPORTIERT1942 NACH THERESIENSTADT1944 NACH AUSCHWITZERMORDET Vítkova 439/21 Ing. wurde am 21. Juli 1892 geboren. Er war Ingenieur. Der letzte Wohnsitz vor der Deportation war in Prag X, Terezínská 21/439, an dieser Adresse lebte auch Pavel Gross (siehe unten). Am 20. November 1942 wurden František und Pavel Gross mit dem Transport Cc von Prag in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Ihre Transportnummern waren 488 und 490 von 1.002. Beide blieben dort 22 Monate lang interniert. Am 28. September 1944 wurde er mit dem Transport Ek ins Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Seine Transportnummer war 1917 von 2.500. Er wurde in der Folge vom NS-Regime ermordet.holocaust.cz: ING. FRANTIŠEK GROSS, abgerufen am 17. April 2017The Central Database of Shoah Victims’ Names: FRANTISEK GROSS, abgerufen am 17. April 2017 120pxHIER WOHNTEPAVEL GROSSJG. 1930DEPORTIERT1942 NACH THERESIENSTADT1944 NACH AUSCHWITZERMORDET Vítkova 439/21 wurde am 27. Oktober 1930 geboren. Sein letzter Wohnsitz vor der Deportation war Prag X, Terezínská 21/439, hier lebte er zusammen mit František Gross (siehe oben). Am 20. November 1942 wurden Pavel Gross zusammen mit František Gross mit dem Transport Cc von Prag nach Theresienstadt deportiert. Ihre Transportnummer waren 488 und 490 von 1.002. Dort blieben die beiden nahezu zwei Jahre lang interniert. Am 23. Oktober 1944, wurde auch Pavel Gross mit dem Transport Et nach Auschwitz deportiert. Seine Transportnummer war 78 von 1.714. Er wurde vom NS-Regime im Alter von 13 oder 14 Jahren ermordet.holocaust.cz: PAVEL GROSS, abgerufen am 17. April 2017The Central Database of Shoah Victims’ Names: PAVEL GROSS, abgerufen am 17. April 2017 120pxHIER WOHNTEEVA HELLEROVÁJG. 1938DEPORTIERT 1942NACH THERESIENSTADTERMORDETIN AUSCHWITZ Brezinova 5 wurde am 17. Februar 1938 geboren. Ihre Eltern waren Dr. Arnošt Heller und Olga geb. Stutzová (siehe unten).holocaust.cz: HELLEROVÁ OLGA: NEZPRACOVÁNO, abgerufen am 2. Juli 2017 (mit einem Porträt von Olga Hellerová) Ihr letzter Wohnsitz vor der Deportation war in Prag X, Litomyšlská 5. Am 22. Dezember 1942 wurden sie und ihre Mutter mit dem Transport Ck in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Ihre Transportnummer war 810 von 1.005. Sie waren dort fast zwei Jahre lang interniert. Am 4. Oktober 1944 wurde sie mit dem Transport En in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Ihre Transportnummer war 1105 von 1.500. Dort wurde sie im Alter von 6 Jahren vom NS-Regime ermordet, ebenso ihre Mutter.holocaust.cz: EVA HELLEROVÁ, abgerufen am 17. April 2017The Central Database of Shoah Victims’ Names: EVA HELLEROVA, abgerufen am 17. April 2017 120pxHIER WOHNTEOLGA HELLEROVÁJG. 1914DEPORTIERT 1942NACH THERESIENSTADTERMORDETIN AUSCHWITZ Brezinova 5 wurde am 15. März 1914 in Libochovice geboren. Sie heiratete Dr. Arnošt Heller. Das Paar hatte zumindest eine Tochter, Eva (geb. 1938, siehe oben). Ihr letzter Wohnsitz vor der Deportation war in Prag X, Litomyšlská 5. Am 22. Dezember 1942 wurden Olga Hellerová und ihre Tochter mit dem Transport Ck in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Ihre Transportnummern waren 809 und 810 von 1.005. Sie waren dort fast zwei Jahre lang interniert. Am 4. Oktober 1944 wurden sie mit dem Transport En in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Ihre Transportnummern waren 1104 und 1105 von 1.500. Dort wurden Mutter und Tochter vom NS-Regime ermordet.holocaust.cz: OLGA HELLEROVÁ, abgerufen am 17. April 2017The Central Database of Shoah Victims’ Names: OLGA HELLEROVA, abgerufen am 17. April 2017 120px HIER WOHNTEHANA HOJTAŠOVÁJG. 1932DEPORTIERT 1942NACH THERESIENSTADTERMORDET Křižíkova 254/5 wurde am 10. Dezember 1932 geboren. Ihre Eltern waren Karel Hojtaš und Ela Hojtašová. Sie hatte einen älteren Bruder, Jiří (geb. am 29. Mai 1930). Der letzte Wohnsitz der Familie vor der Deportation war in Prag X, Sudetská 5 (heute Křižíkova). Am 15. Mai 1942 wurden sie und ihre Familie mit dem Transport Au 1 in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Ihre Transportnummer war 729 von 1.001, die ihres Bruders 726 und die ihrer Eltern 727 und 728.holocaust.cz: KAREL HOJTAŠ, abgerufen am 17. April 2017holocaust.cz: ELA HOJTAŠOVÁ, abgerufen am 17. April 2017The Central Database of Shoah Victims’ Names: ELA HOJTASOVA, abgerufen am 17. April 2017holocaust.cz: JIŘÍ HOJTAŠ, abgerufen am 17. April 2017 Zwei Tage später, am 17. Mai 1944, wurde die Familie mit dem Transport Ay nach Lublin deportiert. Laut holocaust.cz hatte die Familie die gleichen Transportnummern wie im vorherigen Transport. Dort wurde die ganze Familie vom NS-Regime ermordet.holocaust.cz: HANA HOJTAŠOVÁ, abgerufen am 17. April 2017 Ihr Vater wurde am 29. August 1942 in Majdanek ermordet. 120px HIER WOHNTEARNOŠT HÜBSCHJG. 1905DEPORTIERT1942 NACH THERESIENSTADT1942 NACH TRAWNIKIERMORDET 8.8.1942IN MAJDANEK Vítkova 333/36 wurde am 22. November 1905 in Lukavec im Bezirk Pelhřimov geboren. Seine Eltern waren Kamila und Karel Hübsch. Er führte einen Laden war verheiratet mit Anna geb. Khámová. Das Paar hatte eine Tochter namens Irena. Sein letzter Wohnsitz vor der Deportation war in Ondřejov, schließlich in Prag XII, Schwerinova 15. Am 5. Juni 1942 wurde er mit dem Transport AAB ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Seine Transportnummer war 218 von 745. Nach sieben Tagen, am 12. Juni 1942, wurde er mit dem Transport AAk nach Trawniki deportiert. Seine Transportnummer war 422 von 1.027. Er wurde am 8. August 1942 in Majdanek vom NS-Regime ermordet.holocaust.cz: ARNOŠT HÜBSCH, abgerufen am 17. April 2017The Central Database of Shoah Victims’ Names: ARNOST HUEBSCH, abgerufen am 17. April 2017 (mit einem Porträt)
Seine einzige Tochter überlebte, studierte, erlangte ein Doktorat in Naturwissenschaften, heiratete und nahm den Namen Kimlová an. Im Jahr 1991 übermittelte sie den Bericht über den Tod ihres Vaters an Yad Vashem. 120px HIER WOHNTEJOSEF KRAUSJG. 1876DEPORTIERT1942 NACH THERESIENSTADT1942 NACH TREBLINKAERMORDET Sokolovská 30/59 wurde am 6. September 1876 geboren. Er war mit Emma verheiratet. Der letzte Wohnsitz des Paares vor der Deportation war in Prag X, Královská 30 (heute Sokolovská). Am 20. Juli 1942 wurden Josef Kraus und seine Frau mit dem Transport AAs von Prag in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Seine Transportnummer war 524 von 1.000. Das Ehepaar blieben dort drei Monate lang interniert. Am 22. Oktober 1942 wurden sie mit dem Transport Bx ins Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Seine Transportnummer war 11 von 2.033. Emma Krausová und Josef Kraus wurden dort vom Nazi-Regime ermordet.holocaust.cz: JOSEF KRAUS, abgerufen am 17. April 2017The Central Database of Shoah Victims’ Names: JOSEF KRAUS, abgerufen am 17. April 2017 120px HIER WOHNTEEMMA KRAUSOVÁJG. 1875DEPORTIERT1942 NACH THERESIENSTADT1942 NACH TREBLINKAERMORDET Sokolovská 30/59 wurde am 11. März 1875 geboren. Sie war mit Josef Kraus verheiratet. Der letzte Wohnsitz des Paares vor der Deportation war in Prag X, Královská 30 (heute Sokolovská). Am 20. Juli 1942 wurden Josef Kraus und seine Frau mit dem Transport AAs von Prag in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Ihre Transportnummer war 525 von 1.000. Das Ehepaar blieben dort drei Monate lang interniert. Am 22. Oktober 1942 wurden sie mit dem Transport Bx ins Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Ihre Transportnummer war 12 von 2.033. Emma Krausová und Josef Kraus wurden dort vom NS-Regime ermordet.holocaust.cz: EMA KRAUSOVÁ, abgerufen am 17. April 2017The Central Database of Shoah Victims’ Names: EMA KRAUSOVA, abgerufen am 17. April 2017 120px HIER WOHNTEHANUŠ LÖWYJG. 1902DEPORTIERT 1942NACH THERESIENSTADTERMORDETIN AUSCHWITZ Sokolovská 40/57 wurde am 30. März 1902 geboren. Seine Eltern waren Ferdinand Löwy und Regina geb. Schulz. Er hatte drei ältere Brüder, Antonin (geb. 1895), Josef (geb. am 2. Dezember 1896) und František (1899–1965). Er war mit Marta geborene Holubová (geb. am 8. April 1905) verheiratet. Das Paar hatte einen Sohn, Petr (geb. 1930). Der letzte Wohnsitz von Vater und Sohn vor der Deportation war in Prag XII, Mánesova 34. Am 22. Dezember 1942 wurden Hanuš Löwy und sein Sohn mit dem Transport Ck in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Seine Transportnummer war 551 von 1.005. Dort war sie 17 Monate lang interniert. Am 18. Mai 1944 wurden sie mit dem Transport Eb in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Seine Transportnummer war 570 von 2.500. Vater und Sohn wurden am Tag ihrer Ankunft in einer Gaskammer ermordet.holocaust.cz: HANUŠ LÖWY, abgerufen am 17. April 2017The Central Database of Shoah Victims’ Names: HANUS LOWY, abgerufen am 17. April 2017
Josef Löwy, seine Frau Karolina und deren Tochter Hana (Alter 14) wurden alle am 9. Mai 1942 im Vernichtungslager Sobibor ermordet.holocaust.cz: JOSEF LÖWY, abgerufen am 17. April 2017The Central Database of Shoah Victims’ Names: JOSEF LOWY, abgerufen am 17. April 2017 120px HIER WOHNTEPETR LÖWYJG. 1930DEPORTIERT 1942NACH THERESIENSTADTERMORDETIN AUSCHWITZ Sokolovská 40/57 wurde am 12. Oktober 1930 geboren. Seine Eltern waren Hanuš Löwy und Marta geb. Holubová. Der letzte Wohnsitz von Vater und Sohn vor der Deportation war in Prag XII, Mánesova 34. Am 22. Dezember 1942 wurden Petr Löwy und sein Vater mit Transport Ck ins KZ Theresienstadt deportiert. Seine Transportnummer war 550 von 1.005. Dort waren beide 17 Monate lang interniert. Am 18. Mai 1944 wurde er mit Transport Eb ins Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Seine Transportnummer war 571 von 2.500. Vater und Sohn wurden am Tag ihrer Ankunft in einer Gaskammer ermordet.holocaust.cz: PETR LÖWY, abgerufen am 17. April 2017The Central Database of Shoah Victims’ Names: HANUS LOWY, abgerufen am 17. April 2017 120px HIER WOHNTEVIKTOR PICKJG. 1893DEPORTIERT 1943 NACH THERESIENSTADT1944 NACH AUSCHWITZERMORDET Jirsíkova 540/4 wurde am 22. April 1893 in Prag geboren. Seine Eltern waren Emanuel Pick (geboren am 19. Januar 1862) und Ernestine geb. Lokesch (geboren am 23. September 1867 in Prag). Er hatte zumindest eine Schwester: Lilly geboren am 2. Juni 1900 in Prag.