Schmalenbacher Mühle ist ein Wohnplatz des Marktes Lehrberg im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Schmalenbacher Mühle liegt in der Gemarkung Lehrberg.

Geografie Die Einöde bestehend aus einem Wohn- und sieben Nebengebäuden liegt an der Fränkischen Rezat. Es münden dort der Weihergraben und ein namenloser Bach als rechte Zuflüsse. Der Ort ist von Acker- und Grünland umgeben, das 0,3 km nordöstlich von der Bundesstraße 13 bzw. 0,1 km südwestlich von der Bahnstrecke Treuchtlingen–Würzburg durchschnitten wird. Ein Anliegerweg führt nach Schmalenbach (0,3 km südöstlich) bzw. nach Lehrberg (1,7 km nordwestlich).

Geschichte Schmalenbacher Mühle lag im Fraischbezirk des brandenburg-ansbachischen Hofkastenamtes Ansbach. Im Salbuch des Fürstentums Ansbach von 1684 wurde die Mühle erwähnt. Sie hatte zu der Zeit zwei Mahlgänge und einen Gerbgang. Außerdem wurde ein Sägewerk betrieben. Das Hofkastenamt war auch Grundherr der Mühle.Staatsarchiv Nürnberg, Ansbacher Salbuch 129, 3485. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 692. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt das Anwesen bei der Vergabe der Hausnummern die Nr. 1 des Ortes Schmalenbach. Sie wurde zu der Zeit „Schwalbenmühle“ genannt.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 909. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1017f.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Schmalenbacher Mühle dem 1809 gebildeten Steuerdistrikt Schalkhausen zugeordnet. Mit der Neubildung des Steuerdistrikts Neuses bei Ansbach am 23. Juni 1810 erfolgte der Wechsel dorthin. Sie gehörte auch der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Neuses bei Ansbach an.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961. Im Zuge des Zweiten Gemeindeedikts (1818) wurde Schmalenbacher Mühle nach Lehrberg umgemeindet. Am 16. August 1840 wurde die Bildung der Ruralgemeinde Zailach genehmigt und die Schmalenbacher Mühle dorthin überwiesen.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 949.

Im 19. Jahrhundert gehörten zum Anwesen zahlreiche Parzellen Acker- und Wiesenflächen, die verstreut rund um der Schmalenbacher Mühle lagen. In den amtlichen Verzeichnissen nach 1888 wird die Schmalenbacher Mühle nicht mehr aufgelistet.

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Schmalenbacher Mühle am 1. Januar 1972 nach Lehrberg eingemeindet.

Baudenkmal ehemalige Mühle, 1688, Fachwerkobergeschoss, frühes 19. Jahrhundert

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1836 1840 1861 1871 1885Einwohner 10 5 16 6 7 HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser sowie 1836 und 1885 als Wohngebäude. 1 1 1 1 Quelle Dort als Schmahlenbachsmühl aufgelistet.

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Margaretha (Lehrberg) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren zunächst nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt, seit 1970 ist die Pfarrei Christ König (Ansbach) zuständig.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Lehrberg) Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Ansbach Kategorie:Ort an der Fränkischen Rezat