mini|(2023) Jeziorowskie () ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren, das zur Gmina Landgemeinde Stare Juchy ((Alt) Jucha, 1938 bis 1945 Fließdorf) im Powiat Ełcki (Kreis Lyck) gehört.
Geographische Lage Jeziorowskie liegt in der östlichen Woiwodschaft Ermland-Masuren, 14 Kilometer nordwestlich der Kreisstadt Ełk ().
Geschichte Im Jahre 1471 wurde das nach 1785 Jesiorowsken und bis 1926 Jesziorowsken genannte kleine Dorf gegründetDietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Seedorf. 1874 wurde es in den neu errichteten Amtsbezirk Alt Jucha () eingegliedertRolf Jehke, Amtsbezirk Alt Jucha/Jucha/Fließdorf. Er gehörte – 1929 in „Amtsbezirk Jucha“ und 1939 in „Amtsbezirk Fließdorf“ umbenannt – bis 1945 zum Kreis Lyck im Regierungsbezirk Gumbinnen (ab 1905: Regierungsbezirk Allenstein) in der preußischen Provinz Ostpreußen. Zwischen 1874 und 1945 gehörte Jesziorowsken auch zum Standesamt (Alt) Jucha/Fließdorf. Am 1. Dezember 1910 waren in Jesziorowsken 221 Einwohner gemeldet.
Aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags stimmte die Bevölkerung im Abstimmungsgebiet Allenstein, zu dem Jesziorowsken gehörte, am 11. Juli 1920 über die weitere staatliche Zugehörigkeit zu Ostpreußen (und damit zu Deutschland) oder den Anschluss an Polen ab. In Jesziorowsken stimmten 140 Einwohner für den Verbleib bei Ostpreußen, auf Polen entfielen keine Stimmen.Herbert Marzian, Csaba Kenez: Selbstbestimmung für Ostdeutschland. Eine Dokumentation zum 50. Jahrestag der ost- und westpreussischen Volksabstimmung am 11. Juli 1920. Herausgeber: Göttinger Arbeitskreis, 1970, S. 84
Am 23. November 1926 wurde Jesziorowsken in „Seedorf“ umbenannt. Die Zahl der Einwohner belief sich 1933 auf 199 und betrug 1939 noch 187.
In Kriegsfolge kam das gesamte südliche Ostpreußen und mit ihm Seedorf 1945 zu Polen und trägt seitdem die polnische Namensform „Jeziorowskie“. Heute ist das Dorf Sitz eines SchulzenamtesGmina Stary Juchy: Wykaz Sołectw i Sołtysów () und ist somit eine Ortschaft innerhalb der Landgemeinde Stare Juchy ((Alt) Jucha, 1926 bis 1945 Seedorf) im Powiat Ełcki (Kreis Lyck), bis 1998 der Woiwodschaft Suwałki, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.
Religionen Vor 1945 war Jesziorowsken in die evangelische Kirche JuchaWalther Hubatsch, Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen, 1968, S. 493 (Fließdorf) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union sowie in die römisch-katholische Kirche Lyck () im Bistum Ermland eingepfarrt.
Heute gehört Jeziorowskie katholischerseits zur Pfarrei Stare Juchy im Bistum Ełk der Römisch-katholischen Kirche in Polen. Die evangelischen Kirchenglieder halten sich zur Kirchengemeinde in der Kreisstadt Ełk, einer Filialgemeinde der Pfarrei Pisz () in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.
Verkehr Jeziorowskie liegt an einer Nebenstraße, die die polnische Landesstraße 65 (einstige deutsche Reichsstraße 132) bei Straduny (Stradaunen) mit Stare Juchy verbindet. Am östlichen Ortsrand verläuft die Bahnstrecke Korsze–Białystok, deren nächste Bahnstation der Bahnhof in Stare Juchy ist.
Einzelnachweise
Kategorie:Gegründet 1471 Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Stare Juchy