Ebenhof ist eine Wüstung auf dem Gemeindegebiet von Rügland im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).
Geografie Die Einöde befand sich inmitten des Ebenwaldes auf einer Höhe von . Neben dem Hof gehörten noch drei Nebengebäude dazu. Unmittelbar westlich gab es einen kleinen Weiher, den es heute noch gibt. 500 Meter südlich fällt die Ebenleiten gegen das Mettlachbachtal hin ab. Die Gemarkung Ebenhof hatte eine Fläche von knapp 100 ha. Etwa die Hälfte machte das Acker- und Weideland aus. Die zwei Waldgebiete, die sich östlich bzw. nordwestlich daran anschlossen, hatten insgesamt eine Fläche von 44 ha. Die Flur Ebenleiten gehörte zur Gemarkung Ruppersdorf.Ebenhof im BayernAtlas
Geschichte Im Jahre 1242 wurde der Ort als „Zu der Eben“ erstmals urkundlich erwähnt. In dieser Urkunde besiegelten Ludwig und Albert von der Hohenlohe die Übergabe ihrer Güter in diesem und in weiteren Orten an das Kloster Heilsbronn.G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Bd. 1, S. 61 f. 1395 kaufte das Kloster drei Tagwerk Wiesen dazu und betrieb dort eine Schäferei. Während des Dreißigjährigen Krieges kam der Hof an die Erben des Grafen Heinrich von Solms, verödete aber noch in den Kriegswirren.G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Bd. 2, S. 327. Das Anwesen kam in Anschluss in Besitz der Herren von Crailsheim.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Ebenhof ein Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus. Der Ganzhof hatte das Rittergut Rügland der Herren von Crailsheim als Grundherrn.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Bd. 2, S. 850. Im Geographischen, statistisch-topographischen Lexikon von Franken (1799) wurde – wahrscheinlich irrtümlicherweise – als Grundherr des Anwesens die Deutschordenskommende Virnsberg angegeben.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Bd. 1, Sp. 666. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Bd. 2, S. 1007.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Ebenhof dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Rügland und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Rügland zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Bd. 2, S. 961. In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstand das Anwesen von 1820 bis 1848 dem Patrimonialgericht Rügland. Nach 1904 wurde Ebenhof in den amtlichen Verzeichnissen nicht mehr aufgelistet.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1836 1840 1852 1861 1871 1885 1900 Einwohner 10 15 10 20 8 7 6 5HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 und 1852 als Häuser sowie 1836, 1885 und 1900 als Wohngebäude. 2 1 2 2 1 1Quelle
Religion Der Ort war seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und ursprünglich nach St. Laurentius gepfarrt. Ab 1839 ist die Pfarrei St. Margaretha zuständig.
Literatur
Weblink
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Rügland) Kategorie:Wüstung im Landkreis Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1242 Kategorie:Wüstwerdung im 20. Jahrhundert