mini|Das Raschitor in der Wormser Stadtbefestigung
Das Raschitor ist ein aus drei Torbögen bestehender Durchbruch vom Anfang des 20. Jahrhunderts durch die innere Stadtmauer von Worms.
Bau Der Architekt und Stadtbaumeister Georg Metzler entwarf die Pläne für den Durchbruch, um die äußeren Stadtbereiche besser mit der Kernstadt zu verbinden. Der Durchbruch durch die mittelalterliche Mauer erfolgte 1907/08. Spille: Denkmaltopographie, S. 40. Gleichzeitig wurde die anstoßende, verbliebene Mauer saniert.
Neben dem Raschitor im Norden wurden damals auch das Andreastor im Süden und der Durchlass Herzogenstraße im Osten der Mauer als neue Verbindungen geschaffen, um modernen Verkehrserfordernissen zu genügen. Fritz Reuter: Der Sprung in die Moderne: Das „Neue Worms“ (1874–1914). In: Gerold Bönnen (Hg.): Geschichte der Stadt Worms. Theiss, Stuttgart 2005. ISBN 3-8062-1679-7, S. 479–544 (537).
Das Raschitor ist heute als Teil der Stadtmauer ein Kulturdenkmal aufgrund des rheinland-pfälzischen Denkmalschutzgesetzes. Spille: Denkmaltopographie, S. 40ff.
Name Wegen der unmittelbar angrenzenden Judengasse und der in der Nähe stehenden Synagoge wurde der Durchbruch nach dem jüdischen Gelehrten Raschi benannt.
Literatur Irene Spille u. a.: Stadt Worms = Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmäler Rheinland-Pfalz. Band 10. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 1992, ISBN 3-88462-084-3, S. 40ff.
Einzelnachweise
Kategorie:Kulturdenkmal in Worms Kategorie:Stadtbefestigung Worms Kategorie:Erbaut 1908 Kategorie:Verkehrsbauwerk in Worms