Catherine Wilhelmine Marie Bock, geborene Thormählen (* 6. Dezember 1864 in Bremerhaven; † 7. Juli 1957 in Luschendorf, Gemeinde Ratekau),Bezüglich ihrer Geburts- bzw. Sterbedaten besteht in der Literatur eine gewisse Unsicherheit. Einigen Angaben zufolge wurde sie 1864 geboren und verstarb 1955 (DNB); ferner wurden des Weiteren aber die Geburts- und Sterbejahre mit 1867–1956 festgestellt. war eine deutsche Malerin und Buchillustratorin.

Leben und Wirken Catherine Wilhelmine Marie Bock studierte in München und von Herbst 1893 bis Sommer 1895Schülerinnenverzeichnisse für die Studienjahre 1893/94 und 1894/95 an der Malerinnenschule Karlsruhe. Im Jahre 1896 kam sie in die Künstlerkolonie Worpswede. Sie hielt sich von 1898 bis wahrscheinlich 1902 beständig in Worpswede auf. Von dort ging sie nach Berlin zu Ludwig Bartning und später nach Saaleck zu Paul Schultze-Naumburg.

Aus dem Anfang ihrer Zeit in Worpswede ist eine Ausstellung bekannt, die sie zusammen mit der Malerin Paula Modersohn-Becker im Jahre 1899 in der Bremer Kunsthalle zeigte. Sie beide zogen sich eine heftige Kritik durch den Chefredakteur der Bremer Weser-Zeitung Emil Fitger zu. So war am 20. Dezember 1899 über ihre ausgestellten Bilder zu lesen:

Nach der Jahrhundertwende war sie am Verlagshaus von Eugen Diederichs in Leipzig tätig. Neben anderen Künstlern wie Heinrich Vogeler und Johann Vincenz Cissarz trat sie in den Kreis als Buchgestalterin zusammen mit Friedrich Hermann Ernst Schneidler, Anna Gramatyka, Wilhelm Schulz und Erich Kuithan neu hinzu.

Sie war seit ihren Worpsweder Zeiten mit Heinrich Vogeler und Clara Westhoff befreundet. Später lebte sie im Hause ihres Schwiegersohnes César Klein in Pansdorf. Klein war Maler, Grafiker und Bühnenbildner. Ihre Tochter, die Geigerin Paula Bock (* 1889),Franklin Kopitzsch, Dirk Brietzke: Hamburgische Biografie-Personenlexikon. Bd. 2, Wallstein Verlag, Göttingen 2001, ISBN 3-7672-1366-4, S. 219 war die zweite Ehefrau von César Klein, sie heirateten im Jahre 1932.Freundeskreis Cesar Klein e.V.

Werke (Auswahl) Der Moorbauer. Bäuerin mit Ziege in Herbstlandschaft. Die Uhr. Um 1900, Kunststiftung Friedrich Netzell.https://www.goethe.de/kue/pro/kuka/malerinnen-worpswede/4_kl.jpg

Literatur Reinhild Feldhaus: Die (Re-) Produktion des Weiblichen. Indiziensicherungen in der Rezeptionsgeschichte Paula Modersohn-Beckers. kritische berichte 4/93, S. 10–26 online. Ulrike Wolff-Thomsen: Block, Marie, geb. Thormählen. In: Dies.: Lexikon Schleswig-Holsteinischer Künstlerinnen. Westholsteinische Verlagsanstalt Boyens & Co., Heide 1994. ISBN 3-8042-0664-6. S. 68f. Katja Behling: Marie Bock 1867–1956. In: Dies. und Anke Manigold: Die Malweiber. Unerschrockene Künstlerinnen um 1900. Berlin, Insel 2013, ISBN 978-3-458-35925-8, S. 28–31.

Weblinks Marie Bock Arcadja Auctions, arcadja.com Maire Bock bei artnet Künstlerinnen in der Berliner Secession. kunstgeschichte.uni-kiel.de Katja Engler: Schwestern, zur Sonne, zur Freiheit! Veröffentlicht am 28. Juli 2013 Die Welt, abgerufen am 18. April 2017. Benno Schirrmeister: Rilkes Sehschule, TAZ, 23. Juni 2003

Einzelnachweise

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