Strünken war ein Ortsteil von Odenthal, der durch den Bau der Großen Dhünntalsperre verschwunden ist.

Geschichte In Strünken wurde Schlacke aus einem Rennofen gefunden, die laut einer Untersuchung nach der Radiokarbonmethode aus dem 13. Jahrhundert stammte.Michael Gechter: Ein Überblick über den Forschungsstand zur Montanarchäologie im Bergischen Land, in: Bergbau im Bergischen Land, Geschichtsverein Rösrath, 32. Band 2002, S. 33, ISBN 3-922413-52-8 Die erste urkundliche Erwähnung des Orts stammt von 1340. Besitzer war zu dieser Zeit das Stift St. Gereon in Köln. Kurze Zeit später ging er in das Eigentum der Zisterzienserabtei Altenberg über. Es handelte sich um ein einzelnes Haus mit Stallungen.Manfred Link: Das obere Dhünntal – Große Dhünntalsperre, Hrsg. Landschaft und Geschichte e. V., Odenthal 2010, S. 83 Mit der Aufhebung der Abtei im Jahr 1803 ging der Hof an den Fiskus über.Peter Kombüchen: Sibillenstiftung und Klosterpfarre Altenberg, in: Bergischer Kalender 1955, S. 35 Er lag in unmittelbarer Nähe zur LoosenauKarte abgerufen am 17. April 2017 und war viele Jahrzehnte den Gefahren ausgesetzt, die von den dortigen Pulvermühlen ausgingen.Das Dhünntal, Die Hofschaften abgerufen am 17. April 2017 An der Stelle, wo Strünken einmal gewesen ist, steht heute der Staudamm der Talsperre.

Die Topographia Ducatus Montani des Erich Philipp Ploennies, Blatt Amt Miselohe, belegt, dass der Wohnplatz 1715 als Hof kategorisiert wurde und mit Strüncken bezeichnet wurde. Carl Friedrich von Wiebeking benennt die Hofschaft auf seiner Charte des Herzogthums Berg 1789 als Strünken. Aus ihr geht hervor, dass Strünken zu dieser Zeit Teil von Oberodenthal in der Herrschaft Odenthal war.Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz; Zweiter Band: Die Karte von 1789. Einteilung und Entwicklung der Territorien von 1600 bis 1794; Bonn; 1898

Unter der französischen Verwaltung zwischen 1806 und 1813 wurde die Herrschaft aufgelöst. Strünken wurde politisch der Mairie Odenthal im Kanton Bensberg zugeordnet. 1816 wandelten die Preußen die Mairie zur Bürgermeisterei Odenthal im Kreis Mülheim am Rhein.

Der Ort ist auf der Topographischen Aufnahme der Rheinlande von 1824, auf der Preußischen Uraufnahme von 1840 und ab der Preußischen Neuaufnahme von 1892 auf Messtischblättern regelmäßig als Strünken oder ohne Namen verzeichnet. Strünken war seit jeher Teil der katholischen Pfarrei Odenthal. + Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Wohn-gebäude Kategorie 1822 10 Hof 1830Friedrich von Restorff: Topographisch-statistische Beschreibung der Königlich Preußischen Rheinprovinz, Nicolai, Berlin und Stettin 1830 11 Hof 1845 15 1 Haus 1871 14 2 Hofstelle 1885 8 2 Wohnplatz 1895 8 2 Wohnplatz 1905 5 1 Wohnplatz

Einzelnachweise

Literatur Marita Jendrischewski: Das Dhünntal – Menschen und Geschichte(n) einer versunkenen Landschaft, Verlag Jendrischewski, ISBN 978-3-00-047635-8

Weblinks Zeitreise ins versunkene Dhünntal abgerufen am 14. April 2017 Heimat wich Dhünn-Talsperre. Einer versunkenen Welt auf der Spur abgerufen am 14. April 2017

Kategorie:Ortsteil in Odenthal Kategorie:Wüstung in Odenthal