mini|Infanteriebunker «Zurzach-Säge» A 4221 am Rheinuferweg Die Sperrstelle Zurzach war eine Grenzbefestigung der Grenzbrigade 5 der Schweizer Armee in Zurzach. Sie erstreckt sich auf dem linken Rheinufer von der Kiesgruppe nördlich des Thermalbades bis zur Sodafabrik bei Rekingen. Ihre Werke sicherten den Rheinübergang, das Rheinufer und bei Zurzach-Bsetzi die Bruggerstrasse setzi über den Achenberg ins Wasserschloss der Schweiz. Sie gilt als militärhistorisches Denkmal von nationaler Bedeutung.Silvio Keller, Maurice Lovisa, Patrick Geiger: Militärhistorische Denkmäler im Kanton Aargau. VBS 2006

Geschichte mini|links|Spätrömisches Doppelkastell Kirchlibuck-Sidelen «Tenedo» Die strategische Bedeutung des Rheins und des günstig gelegenen Rheinübergangs bei Bad Zurzach wurde bereits zur Römerzeit erkannt. Das natürliche Flusshindernis Rhein wurde für die militärische Sicherheit des Römischen Reiches genutzt. Die Helvetier waren als Foederati für die römische Wacht am Rhein zuständig. Als sich das von Gaius Iulius Caesar hinterlassene System der Sicherung der Rheingrenze auf die Dauer als ungenügend erwies, wurden die römischen Legionen in den Aargau geschickt. Tiberius richtete 14 n. Chr. den römischen Militärposten von Vindonissa ein.

Von etwa 10 bis 50 n. Chr. bestand das Römische Militärlager Zurzach zum Schutz des Rheinübergangs der Römerstrasse von Vindonissa nach Arae Flaviae. Valentinian I. komplettierte in den 370er Jahren n. Chr. die Befestigung der Rheinlinie. In diese Zeit fiel der Bau des Doppelkastell Kirchlibuck-Sidelen «Tenedo», von dem die 368 n. Chr. entstandene Brücke als wichtigem Teil der Römerstraße Neckar–Alb–Aare kontrolliert wurde. Im Mittelalter diente das Schloss Mandach der Sicherung des Rheinübergangs.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Schweizer Grenze mit grossem Aufwand befestigt. Um 1935 wurden die bestehenden Sprengobjekte in allen Rheinbrücken ergänzt und Panzersperren errichtet. Entlang des Rheinufers wurden Maschinengewehrbunker (Mg) zur Verhinderung des Übersetzens feindlicher Infanteriekräfte erstellt. Ein Ingenieur-Offizierskurs befasste sich 1934 mit den Möglichkeiten der prioritären Befestigung des Brückenkopfes beim Rheinübergang in Bad Zurzach. Von 1936 bis 1939 wurden die sieben Objekte der Sperrstelle Zurzach von privaten Bauunternehmen gebaut. Im Rietheimer Rheinboden wurden die Bunker an den Fuss des Hügelzuges Laubberg (Sperrstelle Koblenz) zurückgenommen und mit einem Schienenhindernis ergänzt. Am 29. August 1939 bezogen Soldaten der Grenz-Mitrailleur-Kompanie IV/252 der Grenzbrigade 5 die Bunker ernstfallmässig.Aargauer Zeitung vom 21. Dezember 2012: Die historische Vereinigung Zurzach kauft einen alten Bunker

Sperrstelle Zurzach 1936 wurde der Rheinübergang mit einer Panzerbarrikade beim Zoll gesichert und ab 1937 wurde der Infanteriebunker «Brücke» (in der Achse der Brücke) sowie die Maschinengewehrbunker entlang des Rheinufers als Fortsetzung der linksrheinischen Bunkerkette Basel-Stein am Rhein erstelltHistorische Vereinigung des Bezirks Zurzach: Infanteriebunker "Burg" am Rhein in Bad Zurzach: Infanteriebunker «Rietheim-Schachen» A 4224: 2 Mg Infanteriebunker «Rheinfeld» A 4223: 3 Maschinengewehre (Mg) Infanteriebunker «Kiesgrube Nord» A 4222: 2 Mg Infanteriebunker «Kiesgrube Süd»: Infanteriekanone (Ik) (abgebrochen) Infanteriebunker «Säge» A 4221: 2 Mg Infanteriebunker «Burg/Berg» A 4220: 2xMg Infanteriebunker «Brücke» A 4219: Ik, Mg Infanteriebunker «Zurzach Bsetzi: Ägerten» A 4218: 24 mm Tankbüchse 41, 2 Lmg 25 Infanteriebunker «Zurzach Bsetzi: Lusthüsli» A 4217: Ik, Mg Geländepanzerhindernis «Zurzach Bsetzi» Infanteriebunker A 4215: Mg Infanteriebunker «Soda» A 4214: Mg Strassenbarrikade «Zoll» Beobachter «Naziblick» (abgebrochen) Beobachter «Tropfloch» Beobachter «Ratzloch»Festung Oberland: Sperrstelle Zurzach

Sperrstelle Kaiserstuhl mini|Infanteriebunker «Fisibach-Schwarzwasserstelz» A 4203 Von Zurzach bis Kaiserstuhl waren rheinaufwärts zahlreiche Bunker am Ufer erstellt worden:Kleines Stachelschwein: Sperrstelle Fisibach AG

Infanteriebunker «Rekingen-Sodafabrik» A 4213 Infanteriebunker «Rekingen-Kreuzlibach» A 4212 Infanteriebunker «Rekingen-Reckenden Kraftwerk» A 4211 Infanteriebunker «Mellikon-Meienried» A 4210 Infanteriebunker «Mellikon-Rheinzelg» A 4209 Infanteriebunker «Mellikon-Tegerbach» A 4208 Infanteriebunker «Rümikon-Wasseräcker» A 4207 Infanteriebunker «Rümikon-Scheibenbuck» A 4206 Infanteriebunker «Rümikon-Rieselbuck» A 4205 Infanteriebunker «Rümikon-Sandgraben» A 4204: Mg Infanteriebunker «Fisibach-Schwarzwasserstelz» A 4203: 2 Mg Unterstand «Rümikon-Kesseläcker» A 4202 Infanteriebunker A 4201 Siglistorf West Infanteriebunker A 4200 Siglistorf Ost Unterstand «Hägele» A 5399 Infanteriebunker «Fisibach» A 5400: Mg Infanteriebunker «Fisibach-Bleiche» A 5401: 2 Mg Unterstand «Fisibach-Blöhliboden» A 5402 Infanteriebunker «Kaiserstuhl-Pumpenhaus» A 5403: 2 Mg Unterstand «Weiach-Griesgraben» A 5404: Unterstand «Weiach-Griesgraben» F 6010: Infanteriebunker «Weiach-Griesgraben» A 5405 : Mg Infanteriebunker «Weiach-Sädelbach A 5406»: 2 Mg Beobachter «Pilatus»Festung Oberland: Sperrstelle Kaiserstuhl

Sperrstelle Endingen In Unterendingen und Endingen wurden die Verkehrswege mit einer starken Konzentration von Infanteriebunkern gesperrt.Festung Oberland: Sperrstelle Endingen Infanteriebunker Stumpen Ost A 3800: Mg Infanteriebunker Stumpen West A 3801: Ik, Mg Infanteriebunker Strick A 3802: Ik, Mg Infanteriebunker Steinbruch A 3803: Ik, Mg Infanteriebunker Schlatt A 3804: 2 Mg Infanteriebunker Langwiese A 3805: Ik, Mg Infanteriebunker Mühlhalde A 3806: Ik, Mg Infanteriebunker Steig A 3807: Ik, Mg Infanteriebunker Stölzli A 3808: Ik, Mg GPH Unterendingen

Sperrstelle Döttingen-Tegerfelden Von Döttingen bis Tegerfelden wurde die Strasse von etlichen Bunkern flankiert.Festung Oberland: Sperrstelle Döttingen-Tegerfelden Unterstand Döttingen-Tegerfelden A 3809 Infanteriebunker Tegerfelden A 3810 Infanteriebunker Steig A 3811: Mg Infanteriebunker Unterried Ost A 3812: 2 Mg Infanteriebunker Unterried West A 3813 Unterstand Riedholz A 3814 Infanteriebunker Grossmatten unten A 3817: Mg, Lmg Infanteriebunker Grossmatten oben A 3818: Lmg Infanteriebunker Grossmatten Ecke A 3819: Mg Infanteriewerk Döttingen A 3820 Infanteriebunker Surbmündung A 3821

Literatur Historische Vereinigung des Bezirks Zurzach (Hrsg.): Zweiter Weltkrieg. Schwierige Zeit in unserer Region. Heft 4/2006 der Historischen Vereinigung des Bezirks Zurzach: Hans Jörg Huber (Hrsg.): 50 Jahre Grenzbrigade 5 1938–1988. Baden Verlag, Baden 1988, ISBN 3-85545-029-3. Silvio Keller, Maurice Lovisa, Patrick Geiger: Militärhistorische Denkmäler im Kanton Aargau. VBS 2006 (PDF; 7,9 MB).

Weblinks

Geo pro Regio: Geographische Lage der militärhistorischen Anlagen in Bad Zurzach Flickr: Sperrstelle Zurzach Louis Probst: Viele militärische Bauten wechseln den Besitzer. In: Aargauer Zeitung. 19. April 2012 Aargauer Zeitung vom 21. Dezember 2012: Die historische Vereinigung Zurzach kauft einen alten Bunker

Einzelnachweise

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