Obere Mühle ist ein Wohnplatz der Gemeinde Petersaurach im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Obere Mühle liegt in der Gemarkung Großhaslach.

Geografie Die ehemalige Einöde ist heute Haus Nr. 41 der Talstraße, einer Ortsstraße von Großhaslach. Neben dem Wohngebäude gibt es noch drei Nebengebäude. Ein Anliegerweg führt zur Talstraße (0,1 km nordöstlich), die nach Großhaslach (Ortsmitte 0,6 km östlich) bzw. an der Untermühle vorbei zur Kreisstraße AN 10 bei Adelmannssitz (2,0 km westlich) verläuft. Das Anwesen liegt am Haselbach, der mit weiteren Bächen zur Haslach zusammenfließt. Im Süden liegt der Mühlranken.

Geschichte Der Ort lag im Fraischbezirk des ansbachischen Oberamtes Ansbach. Im 16-Punkte-Bericht des Klosteramts Heilsbronn aus dem Jahr 1608 wurden für Großhaslach zwei Mühlen erwähnt, womit die Obere Mühle und die Untermühle gemeint waren, die beide das Klosteramt Heilsbronn als Grundherrn hatten.Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 43/2, 9. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 737. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts waren die Verhältnisse unverändert. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt die Obere Mühle bei der Vergabe der Hausnummern die Nr. 56 des Ortes Großhaslach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 861. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 991.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Obere Mühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Großhaslach und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Großhaslach zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Mai 1978 nach Petersaurach eingemeindet.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1836 1840 1856 1864Einwohner 5 8 8 8 8HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1836 als Wohngebäude und 1840 bis 1864 als Häuser 1 1 1 1 1 Quelle Dort als Obermühl aufgelistet.

Religion Der Ort ist evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Maria (Großhaslach) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren ursprünglich nach Unsere Liebe Frau (Heilsbronn) gepfarrt, seit 1992 ist die Pfarrei St. Franziskus (Neuendettelsau) zuständig.

Literatur

Weblink

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Petersaurach) Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Ansbach