Der Anschlag von Şemdinli wurde am 9. Oktober 2016 von einem Selbstmordattentäter der PKK mittels Autobombe gegen eine Station der Jandarma ausgeführt. Dabei wurden der Attentäter, zehn Soldaten und acht Zivilisten getötetŞemdinli'de 18 kişinin şehit olduğu saldırının acısı tazeliğini koruyor sowie 11 Soldaten und 16 Zivilisten verletzt.Şemdinli'de Jandarma Karakoluna Saldırı
Hergang Am Sonntag, den 9. Oktober 2016 gegen 9:45 Uhr Ortszeit, näherte sich ein Lastwagen dem rund um die Uhr von der 2. Grenzbrigade besetzten Kontrollpunkt der Jandarma-Station in Durak, Landkreis Şemdinli, Provinz Hakkâri, in ländlichem Gebiet zwischen den Städten Şemdinli und Yüksekova, im äußersten Südosten der Türkei, an der Grenze zum Iran und Irak. Der Lenker – ein Selbstmordattentäter aus der Provinz Van – missachtete Anhaltezeichen und wurde durch plötzlich einsetzendes Störfeuer von Komplizen gedeckt, welche durch das Abfeuern von Handfeuerwaffen die Aufmerksamkeit auf sich zogen. Nach Erreichen der eigentlichen Kontrollstelle zündete der Attentäter die Fahrzeugbombe, welche mit vier bis fünf Tonnen Sprengstoff beladen gewesen sein soll, wobei ein Krater von etwa sieben Metern Tiefe und zehn- bis fünfzehn Metern Durchmesser entstand. An der Station selbst entstand hoher Sachschaden, zudem wurden rund zehn zivile und militärische Fahrzeuge stark beschädigt.Şemdinli'de 5 tonluk hainlik: 10'u asker, 15 şehit Später wurden der Tod von zehn Soldaten und acht Zivilisten bestätigt. 27 weitere Personen wurden verletzt und in umliegenden Krankenhäusern behandelt.Şemdinli’de Canlı Bomba Saldırısı
Reaktionen Die Verantwortung für den Anschlag übernahm die HPG, der bewaffnete Arm der PKK. Grund seien türkische Militäroperationen in der Region und die Haftbedingungen des PKK-Gründers Abdullah Öcalan gewesen. Zudem wurde ein Video des Anschlags veröffentlicht, auf dem auch der Attentäter zu sehen ist.
Ministerpräsident Binali Yıldırım bestätigte den Anschlag als Selbstmordattentat der PKK und gab die Entschlossenheit der Türkei bekannt, alle Formen terroristischer Organisationen zu bekämpfen. Der stellvertretende Ministerpräsident Numan Kurtulmuş gab bekannt, dass die Türkei niemals vor Terrororganisationen kapitulieren werde. Energieminister Berat Albayrak verurteilte den Anschlag auf einer Rede in Istanbul und erinnerte die Länder daran, dass es wichtig sei, eine gemeinsame Haltung gegen Terrorismus einzunehmen. Auch Präsident Recep Erdoğan erklärte in einer schriftlichen Stellungnahme seine Verurteilung des Anschlags und erklärte eine Intensivierung von Maßnahmen zum Schutze der Bürger in der Türkei vor solchen Anschlägen. Bis 11. Oktober 2016 wurden 23 Personen wegen des Verdachts der Beteiligung an dem Angriff festgenommen.Şemdinli'de 15 kişinin yaşamını yitirdiği saldırı sonrası 23 kişi gözaltına alındı
Der Sprecher des United States National Security Council, Ned Price, verurteilte den Anschlag auf das Schärfste, ebenso Federica Mogherini, die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik.
Als Reaktion auf den Anschlag startete die türkische Armee eine luftgestützte Operation gegen die PKK, bei der unter anderem Positionen im Landkreis Çukurca bombardiert wurden.
Einzelnachweise
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