Kein Gott, kein Herr! Eine kleine Geschichte der Anarchie ist eine vierteilige Dokumentarfilmreihe von Tancrède Ramonet (* 28. August 1974), die sich mit der Ereignisgeschichte des Anarchismus beschäftigt.

Handlung Tancrède Ramonets Film stützt sich ausschließlich auf Archivdokumente und Interviews mit Historikern und weiteren Experten und beschreibt die anarchistische Geschichte als Ereignisgeschichte vom Beginn an bis zum Zweiten Weltkrieg. Dabei nutzt er ausschließlich Originalaufnahmen, etwa von der mexikanischen Revolution und dem Spanischen Bürgerkrieg, und Abbildungen von zeitgenössischen Originaldokumenten. Der Film beschränkt sich nicht auf Europa und die üblicherweise im Fokus stehenden geschichtlichen Ereignisse, sondern bezieht die Entwicklungen in der gesamten Welt ein.

I. Teil Der erste Teil ist mit dem Untertitel „Lust an der Zerstörung (1840–1914)“ versehen und enthält folgende Kapitel: 1840 – Ich bin Anarchist 1886 – May Day 1892 – Propaganda durch Tatsache 1906 – Auf zur Tat 1909 – Der neue Mensch 1912 – Tragische Banditen 1914 – Epilog

II. Teil Der zweite Teil ist mit dem Untertitel „Erinnerung der Besiegten (1911–1945)“ versehen und enthält folgende Kapitel: 1911 – Tierra y Libertad 1917 – Alle Macht den Räten 1921 – Unser Todeskampf ist unser Triumph 1926 – Stärke kommt von unten 1936 – A las barricadas 1937 – Sterben für Barcelona Epilog

III. und IV. Teil 2019/2020 wurden durch eine Crowdfunding-Kampagne mehr als das doppelte des benötigten Budgets von 15.000 € innerhalb kürzester Zeit zur Verfügung gestellt.

Teil drei und Teil vier wurden im Jahr 2023 veröffentlicht und von ARTE France ausgestrahlt. Teil drei behandelt den Zeitraum von 1945 bis 1968 und Teil vier jenen von 1965 bis 2012. Beide Teile haben eine Laufzeit von jeweils 52 Minuten.

Verfügbarkeit Alle Teile werden mittlerweile vom Filmemacher kostenlos auf archive.org zur Verfügung gestellt (siehe Abschnitt Weblinks in diesem Artikel).

Rezeption „Ramonets Eingangsthese stimmt: Einseitige Berichterstattung und Geschichtsschreibung diskreditierten den Anarchismus und löschten seine Bedeutung aus dem kollektiven Gedächtnis. Dabei wirkt er noch im 20. Jahrhundert in Mexiko, Russland, den USA und Spanien und lebt 1968, im Punk und in der Occupy-Bewegung wieder auf.“ – Landbote

Weblinks

Arte-Seite zum Film ARD-Seite zum Film

Alle Teile als kostenloses Video-on-Demand auf archive.org

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 2013 Kategorie:Französischer Film Kategorie:Dokumentarfilm Kategorie:Anarchismus im Film