Johann Joseph Franz Maximilian von Brixen (* 5. Dezember 1763 auf Nassiedel, Herzogtum Leobschütz; † 16. Januar 1836 in Dortmund) war ein preußischer Generalmajor.

Leben Herkunft Johann entstammte dem 1. Ast der II. Linie des schlesischen Adelsgeschlechts von Brixen. Die Familie hatte unter dem Namen „Brix von Montzel“ am 18. März 1665 das schlesische Inkolat im Herzogtum Troppau erhalten und fand am 27. Juni 1669 Aufnahme unter die schlesischen Landstände. Er war der älteste von drei Söhnen des Joseph von Brix und Montzel (1737–1778) und dessen Ehefrau Anna Minna, geborene von Brix und Montzel aus der I. Linie. Sein Vater war Landesdeputierter des Herzogtums Leobschütz sowie Erbherr auf Jakubowitz und Raduschau.

Militärkarriere Brixen kam am 12. November 1775 als Page an den Berliner Hof von König Friedrich II. Am 26. September 1781 wurde er als Fähnrich im Regiment der Garde in der Preußischen Armee angestellt und am 30. Mai 1787 zum Sekondeleutnant befördert. Als solcher nahm er am Ersten Koalitionskrieg teil. Brixen kämpfte in den Schlachten bei Pirmasens, Kaiserslautern, den Gefechten bei Kreuznach, Zweibrücken, Frankenthal sowie den Belagerungen von Mainz und Landau. Für Mainz erhielt er am 26. Juli 1793 den Orden Pour le Mérite. Ab dem 9. Januar 1794 war Brixen als Kapitän von der Armee und Generaladjutant bei General von Rüchel tätig, dem er lange persönlich verbunden blieb.

Am 19. September 1797 wurde er als Major und Kompaniechef in die Oberschlesische Füsilierbrigade versetzt. Brixen verfasst mehrere Denkschriften, darunter 1803 die viel gelesene Versuch einer Theorie des Terrains. Am 5. Juli 1803 bekam er sechs Monate Urlaub, um nach Paris zu gehen. Am 21. September 1805 wurde er unter Belassung in seiner Stellung bei der Oberschlesischen Füsilier-Brigade abermals zum Adjutant des Generalleutnants Rüchel bestellt. Während des Vierten Koalitionskrieges kämpfte er in der Schlacht bei Jena und später im Gefecht bei Königsberg.

Nach dem Krieg erhielt Brixen ab dem 14. Juni 1807 Urlaub, um auf sein Gut Köppenberg bei Neiße zu gehen. Am 28. März 1809 nahm er seinen Abschied mit einer Pension von 400 Talern, allerdings erhielt er zunächst nur die Hälfte der Pension. Im Vorfeld der Befreiungskriege wurde er am 6. Mai 1813 zum Brigadier der Landwehr in Schlesien ernannt. Am 4. Juni 1813 wurde er Adjutant des Generalleutnants von Zastrow und kam am 19. November 1813 in gleicher Eigenschaft zum General Levin von Heister. Am 14. Mai 1815 wurde er zur Dienstleistung in den Generalstab der 22. Brigade kommandiert und nahm noch am Feldzug von 1815 teil.

Am 3. Oktober 1815 wurde Brixen zum Oberstleutnant befördert und am 16. Oktober 1816 als 2. Kommandant nach Stettin versetzt, wo er sich besonders um das Fort Preußen kümmerte. In dieser Eigenschaft avancierte er Ende März 1819 zum Oberst. Im Jahr 1825 verlieh man ihm das Dienstkreuz und anlässlich des Ordensfestes im Januar 1832 den Roten Adlerorden III. Klasse. Unter Verleihung des Charakters als Generalmajor nahm Brixen am 26. August 1832 seinen Abschied mit einer jährlichen Pension von 1750 Talern. Er starb am 16. Januar 1836 in Dortmund.

Familie Brixen heiratete am 24. August 1798 in Heeren Sophie Freiin von Plettenberg (1772–1799) aus dem Hause Heeren. Nach ihrem Tod heiratete er am 28. Mai 1800 in Neumarkt Wilhelmine Freiin von Plettenberg (1782–1803) aus dem Hause Heeren. Am 16. April 1804 verheiratete er sich mit Charlotte von Oppeln-Bronikowski (1774–1835). Nachdem diese Ehe 1810 geschieden wurde, heiratete Brixen am 5. Februar 1819 in Borgholz Charlotte von der Decken (1783–1832). Aus den Ehen gingen folgende Kinder hervor:

Karl (1802–1826), Sekondeleutnant im 2. Garde-Regiment zu Fuß Hermann Albert (* 1802) Karl Friedrich Wilhelm (* 1805) Friedrich (1807–1866), preußischer Oberstvon Bock: Stammliste des Offizierkorps des 2. Garde-Regiments zu Fuß. 19.6.1813–15.5.1913. Verlag Eisenschmidt, Berlin 1913, S. 64. Karl Friedrich (1810–1858), preußischer Oberstleutnant Hans (1820–1870), preußischer Oberst und Kommandeur des 3. Westfälischen Infanterie-Regiments Nr. 16, gefallen bei Mars-la-TourTod Oberst von Brixen

Literatur Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Alter Adel und Briefadel. 1930. Zweiundzwanzigster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1929, S. 104–108. Kurt von Priesdorff: Soldatisches Führertum. Band 5, Hanseatische Verlagsanstalt Hamburg, o. O. [Hamburg], o. J. , , S. 159–160, Nr. 1476. Leopold von Zedlitz-Neukirch: Neues Preussisches Adels-Lexicon. Erster Band: A–D. Reichenbach, Leipzig 1836, S. 312. (Digitalisat)

Einzelnachweise Gustaf Lehmann: Die Ritter des Ordens pour le mérite. Erster Band: 1740–1811. Mittler & Sohn, Berlin 1913, S. 266. (Digitalisat) hier: „von Brix und Monzel“

Kategorie:Generalmajor (Königreich Preußen) Kategorie:Person in den Koalitionskriegen (Preußen) Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 3. Klasse Kategorie:Träger des Pour le Mérite (Militärorden) Kategorie:Person (Stettin) Kategorie:Adliger Kategorie:Preuße Kategorie:Geboren 1763 Kategorie:Gestorben 1836 Kategorie:Mann