Die Bahnstrecke Châteaubriant–Rennes ist eine eingleisige französische Bahnstrecke, die den Bahnhof von Châteaubriant mit dem Bahnhof Rennes verbindet. Sie führt dabei vom Département Loire-Atlantique in das Département Ille-et-Vilaine und dient vorrangig dem Regionalverkehr im Zulauf auf Rennes. Bei SNCF Réseau hat sie die Nummer 466 000.

Geschichte Rennes war bereits 1857 von der Bahnstrecke Paris–Brest erreicht worden, Châteaubriant erhielt seinen Bahnanschluss 1877 mit der Bahnstrecke Nantes–Châteaubriant und dem östlichen Teil der Bahnstrecke Sablé–Montoir-de-Bretagne.

Das öffentliche Interesse an dieser Bahnstrecke wurde in einem Gesetz vom 3. April 1878 festgestellt.Collection complète des lois, décrets, ordonnances, règlements, et avis du Conseil d'État / J. B. Duvergier, 1878, S. 163. Es wurde keine Konzession an ein privatwirtschaftliches Bahnunternehmen vergeben, sondern 1879 dem ministre des travaux publics (Bauministerium) der Auftrag erteilt, die Strecke auf Staatskosten zu bauen.Collection complète des lois, décrets, ordonnances, règlements, et avis du Conseil d'État / J. B. Duvergier, 1881, S. 398.

Sie wurde am 28. Dezember 1881 durch den Staat eröffnet.Rapports et délibérations - Conseil général de Loire-Atlantique, année 1882/08, page 235. 1883 wurde sie an die Compagnie des chemins de fer de l'Ouest übergeben, die bereits Paris–Rennes–Brest und mehrere davon abzweigende Strecken sowie Sablé–Montoir-de-Bretagne einschließlich des Bahnhofes Châteaubriant betrieb.° 14218 - Loi qui approuve la convention passée, le 17 juillet 1883, entre le ministre des Travaux publics, et la Compagnie des chemins de fer de l'Ouest, 20. November 1883, Bulletin des lois de la République Française XII, 28, 834, S. 359–367

Ende 1908 wurde die Strecke wieder abgegeben und von den Chemins de fer de l’État aufgekauft.Collection complète des lois, décrets, ordonnances, règlements, et avis du Conseil d'État / J. B. Duvergier, 1908, S. 481.

Ab deren Gründung am 1. Januar 1938 gehörte sie zur SNCF, heute (2017) zu deren Infrastrukturtochter SNCF Réseau.

Im Juli 2016 musste die Höchstgeschwindigkeit wegen Streckenschäden auf 40 km/h herabgesetzt werden. - Aushang der SNCF und der Region Bretagne

Streckenbeschreibung mini|Bahnhof Janzé Die Strecke verlässt Châteaubriant in nördliche, leicht nordöstliche, Richtung. Hinter dem ehemaligen Bahnhof von Noyal-sur-Brutz quert sie die Brutz und wechselt in das Département Ille-et-Vilaine und damit in die heutige Region Bretagne. Um Martigné-Ferchaud herum wechselt sie auf nordwestliche Richtung. Hier zweigte eine Nebenstrecke nach Vitré ab, heute ist hier nur noch ein Haltepunkt. Die Strecke führt weiter über Retiers und Janzé. Ab Corps-Nuds verläuft sie wieder nach Norden. Das Stadtgebiet von Rennes wird in La Poterie erreicht, der Halt ist jedoch etwa 1 km vom gleichnamigen Endpunkt der Metro Rennes entfernt. In einer Linkskurve nähert sie sich an die Strecke aus Paris an und erreicht den Bahnhof Rennes von Osten.

Die Strecke ist mittelmäßig trassiert, sie hat auf längeren Abschnitten Neigungen um 15 ‰. Die Kurvenradien gehen bis auf 500 m hinunter.

Bei Vern-sur-Seiche und Retiers bestehen Anschlüsse für Güterverkehr.

Verkehr mini|Der Triebwagen aus Rennes (rechts) hat in Châteaubriant Anschluss an den „Tram-Train“ nach Nantes Der Betrieb ist im Frühjahrsfahrplan 2017 sehr stark ausgedünnt. Montags bis freitags verlassen fünf Fahrten Rennes in diese Richtung, je zwei enden in Janzé und Retiers, nur einer fährt die gesamte Strecke durch. Sonnabends fahren drei und sonntags zwei Züge, die dann aber auf der gesamten Strecke. Die Fahrzeit beträgt 1 h 25 für die gesamte Fahrt.

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Einzelnachweise

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