mini|Skulptur von Herzog auf der Großen Berliner Kunstausstellung mini|Links auf dem Sockel eine Plastik von O. Herzog Oswald Herzog (* 14. März 1881 in Haynau; † 10. Mai 1946 in Teplitz-Schönau) war ein deutscher Künstler, Grafiker und Bildhauer.

Leben und Werk Herzog machte von 1895 bis 1898 eine Stuckateurlehre in Liegnitz. 1899 kam er nach Berlin und besuchte die Königliche Kunstschule. Nach dem Militärdienst ab 1914, war er 1918 bis 1919 Mitglied des Arbeitsrates für Kunst. Von Anfang 1925 bis Ende 1931 war er Leiter der Plastik-Klasse an der Schule Reimann. 1937 wurde er von den Nationalsozialisten als »entartet« diffamiert, eine Skulptur wurde aus der Alten Nationalgalerie beschlagnahmt. Ab 1938 war er im Berliner Architekturbüro von Herbert Rimpl tätig.

Herzog schrieb zur allgemeinen Kunsttheorie und bezog dabei vieles auf sein eigenes expressionistisch-kubistisches Werk. Für seine Kunst erfand er den Begriff abstrakter Expressionismus. Figuration und expressive Darstellungen seiner Figuren reichen bisweilen an Abstraktion und sind kubistisch, ähnlich wie die Werke Rudolf Bellings, Alexander Archipenkos oder William Wauers. Die Oberflächen seiner Skulpturen sind geglättet und fast immer mit einer Patina versehen. Herzog schreibt: Der rhythmische Maßstab liegt innerhalb der Polarität von groß und klein, stark und schwach, Ruhe und Bewegung. Zwischen diesen Polen liegt der ganze Formenreichtum der Natur und fließt in das mannigfaltig bewegte Leben, in das Werden und Vergehen.In: Ausstellungskatalog der Novembergruppe, Galerie Bodo Niemand, Berlin 1993, S.39.

Ausstellungen Er war Mitglied der in Berlin begründeten Künstlervereinigung Novembergruppe und hat u. a. in der Grossen Berliner Kunstausstellung, 1927 ausgestellt.

1937 wurden Arbeiten von ihm auf der von den Nationalsozialisten organisierten Münchner Ausstellung Entartete Kunst gezeigt. 1988 zeigte das Los Angeles County Museum of Art in der Ausstellung 'German Expressionists, 1915–1929: The Second Generation' einige seiner Skulpturen.Auf: Art-Facts / Oswald Herzog

Skulpturen Entfliehen, von 1920 Kniende Frau, um 1920 Schmerz, von 1922

Veröffentlichungen Oswald Herzog: Plastik, Sinfonie des Lebens, mit einem Vorwort von Bruno W. Reimann, Buch- u. Kunstheim K. & E. Twardy, Berlin 1921. Oswald, Herzog: Zeit und Raum. Das Absolute in Kunst und Natur, J. J. Otten, N68 .H4, Berlin-Frohnau, 1928. Oswald Herzog: Stilistische entwicklung der bildenden Künste, eine einführung in das wesen der Kunst, Berlin, C. Hause, 1912.

Webseiten mit Abbildungen Portraitfoto von Oswald Herzog bei Getty Images: Mutual Art / Oswald Herzog Los Angeles County Museum, Los Angeles, USA Grafikbeispiel

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Bildhauer (Deutschland) Kategorie:Künstler in Ausstellungen „Entartete Kunst“ Kategorie:Künstler im Beschlagnahmeinventar „Entartete Kunst“ Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1881 Kategorie:Gestorben 1946 Kategorie:Mann