mini|300px|Blick über die Stadt, vom Taoro-Park aus Die Sehenswürdigkeiten in Puerto de la Cruz bilden einen Zeitraum von über vier Jahrhunderten Bauhistorie und damit die stilistische Vielfalt der Stadt auf der spanischen Insel Teneriffa ab.

Einrichtungen von touristischer Bedeutung Jardín Botánico mini|El Botánico

Der Botanische Garten war zwar nicht als touristische Einrichtung geplant, ist aber seit Jahrhunderten Anziehungspunkt für auswärtige Besucher. Der „Jardín de aclimatación de La Orotava“, wie der Garten heute noch heißt, liegt nicht in Orotava, sondern am südöstlichen Ortsrand von Puerto de la Cruz. Er wurde im Jahr 1788 im Auftrag des Königs Karl III. durch Alonso de Nava y Grimon VI. Marqués Villanueva del Prado angelegt. Der Ort wurde so gewählt, dass der Garten sich einerseits nahe am Hafen befand, um die Pflanzen aus Übersee nicht weit transportieren zu müssen. Andererseits sollte er auf einer Höhe von ca. 100 m über dem Meer liegen, an einer Stelle, an der genügend Wasser zur Verfügung stand. Als der Garten im Laufe der Zeit sehr verwahrlost war, wurde er nach 1860 durch die Anstrengungen des Schweizer Obergärtners Hermann Wildpret zu einem Garten mit internationalem Ansehen. Der Jardín Botánico steht heute unter der Leitung des Kanarischen Institutes für Landwirtschaftliche Forschung.

Loro Parque mini|Delfinshow im Loro Parque

Der Tierpark „Loro Parque“ am westlichen Stadtrand von Puerto de la Cruz zeigt unter anderem Gorillas, weiße Tiger, Haie und Schildkröten. Höhepunkte des Parks sind neben der berühmten, namensgebenden Papageiensammlung die größte Delfinshow Europas und die größte Pinguinsammlung der Welt. Hier wurden unter anderem die Delfinaufnahmen am Anfang des Kinofilms „Per Anhalter durch die Galaxis“ aus dem Jahr 2005 gedreht. Seit Juni 2006 verfügt der Tierpark über ein großes Orca-Becken mit einem 3.000 Zuschauer fassenden Stadion.

Plaza del Charco mini|Innenhof eines Hauses an der Plaza del Charco mini|Plaza del Charco Treff- und Mittelpunkt der Stadt, vor allem unter Einheimischen, ist die Plaza del Charco (Platz der Pfütze). Die Gebäude auf der Westseite des Platzes, in denen heute Restaurants und Cafés untergebracht sind, stammen z. T. noch aus dem 17. Jahrhundert. Ihre Fassaden wurden allerdings immer wieder dem Stil der Zeit angepasst. In den Innenhöfen erkennt man noch an den Galerien die ehemals kunstvolle Ausgestaltung der Gebäude, die von Kaufleuten als Wohn- und Geschäftshäuser errichtet wurden. Das heute unter dem Namen Rincon del Puerto bekannte Gebäude war im 19. Jahrhundert ein Gasthaus, in dem sowohl der spätere Kaiser Maximilian von Mexiko als auch der spätere russische Zar Alexander III. übernachteten.

mini|Brunnen auf der Plaza de la Iglesia

Plaza de la Iglesia Die Plaza de la Iglesia ist ein Platz, der bereits bei der ersten Stadtplanung im Jahr 1603 vorgesehen war. Auf der Ostseite wurde Ende des 17. Jahrhunderts die Kirche Nuestra Señora de la Peña de Francia gebaut. An der Westseite befand sich bis 1925 das Kloster der Heiligen Katarina, das seit der Desamortisation verschiedenen Zwecken diente. Heute befindet sich auf dem Grundstück eine Schule.

Die heutige Gestaltung des Platzes stammt aus der Zeit um 1900. In der Mitte des Platzes befindet sich ein Springbrunnen im Jugendstil, ebenfalls im Jahr 1900 erbaut, der die Form eines Schwanes hat, aus dessen Schnabel Wasser sprudelt.

mini|Puerto de la Cruz, Blick auf die Playa Martiánez, Lago Martiánez im Hintergrund

Strandpromenaden Die breite, 1961 fertiggestellte Strandpromenade Avenida Colón wurde von 2002 bis 2005 modernisiert und führt von der Playa Martiánez im Osten vorbei an vielen Hotels, Cafés, Bars, Geschäften und dem nach Entwürfen des Architekten César Manrique gestaltete Meerwasserfreibad Lago Martiánez auf der Meeresseite bis zum Paseo de San Telmo an der Playa Jardín, einer weiteren Strandpromenade.

Playa Jardín Der Playa Jardín („Gartenstrand“) ist ein künstlich angelegter Strand aus schwarzem Vulkansand, der in eine Parklandschaft eingebettet ist und mit künstlichen Wellenbrechern geschützt wird. Er liegt am westlichen Rand von Puerto de la Cruz, zwischen der Festung Castillo San Felipe und dem eingemeindeten Fischerdorf Punta Brava. Die Planungen für den Badestrand begannen 1986,Wochenblatt.es: der finale Entwurf des mit einem künstlichen Wasserfall ausgestatteten Strandes stammt vom kanarischen Architekten César Manrique. Die Eröffnung fand 1994 statt.FCManrique.org:

Denkmalgeschützte Bauwerke Kirche Nuestra Señora de la Peña de Francia

Die Kapelle, die Antonio Franchi y Lutzardo 1603 errichten ließ, wurde ab 1631 als Gemeindekirche genutzt, 1648–1697 ausgebaut und im 18. Jahrhundert erweitert.

Kirche San Francisco und Kapelle San Juan Bautista

Die Kirche San Francisco war die Kirche des im 19. Jahrhundert aufgelösten und im Jahr 1967 abgebrannten Franziskanerklosters. Die heutige vordere Seitenkapelle wurde um das Jahr 1600 als Kapelle San Juan Bautista errichtet. Die Kirche enthält einige bemerkenswerte Werke der bildenden Kunst.

Kapelle San Telmo mini|Kapelle San Telmo

Eine Vorgängerkirche der heutigen Kapelle San Telmo scheint bereits zu Beginn des 16. Jahrhunderts innerhalb der Befestigungsanlage San Telmo errichtet worden zu sein. Das heutige Gebäude geht auf eine Gründung der Seemannsgilde im Jahr 1780 zurück. Im Jahr 1826 wurde die Kirche durch eine Flut stark beschädigt. Nach einer grundlegenden Restaurierung im Jahr 1880 wurden nur noch wenige Veränderungen vorgenommen. Im Jahr 1968 wurde die Kapelle mit großer Unterstützung des Katholischen Auslandssekretariates deutschsprachiger Katholiken restauriert. Seit dieser Renovierung betreut die katholische Gemeinde Deutscher Sprache die Kapelle und feiert in dieser Kapelle gemeinsam mit Touristen und Einwohnern ihre sonn- und werktäglichen Gottesdienste. Hinter der Kirche ist noch ein rundes Gebäude erhalten, das den Eingang des unterirdischen Pulverlagers der Befestigungsanlage darstellt.

Friedhof San Carlos Der Friedhof wurde im Jahr 1810 angelegt. Die Friedhofskapelle stammt aus dem Jahr 1840. Auf diesem Friedhof wurde eine große Anzahl der bedeutenden Persönlichkeiten der Stadt bestattet. Viele der Familiengrabstätten dieser Persönlichkeiten werden heute noch von ihren Nachfahren genutzt. Seit einigen Jahren werden auf dem Friedhof auch nicht-katholische Verstorbene bestattet.

La Chercha / Cementério protestante Der englische Friedhof (churchyard) ist der älteste nicht katholische Friedhof der Neuzeit in Spanien. Er wurde zwischen 1713 (Friede von Utrecht) und 1757 offiziell angelegt. Hier wurden damals alle nicht katholischen Verstorbenen begraben. Dies galt für Protestanten ebenso wie für Juden und Konfessionslose. Muslime wurden hier allerdings offenbar nie bestattet. Auf dem Friedhof sind die Gräber vieler Personen erhalten, die für die Stadt von großer Bedeutung waren.

El Peñón del Fraile mini|Peñón del Fraile Der Name Peñón del Fraile geht auf den Bruder Juan de Jesús zurück, der jeden Tag auf den Felsen (Peñón) kletterte, um dort zu beten. Ende des 18. Jahrhunderts wurde im Auftrag von Luis-Carlos Lavaggi de Camilli das Tempelchen errichtet. 1814 baute man dann auf Kosten der Gemeinde die Treppenanlage.

mini|Castillo San Felipe

Castillo San Felipe Das Festungsbauwerk wurde zu Beginn des 17. Jahrhunderts gebaut, um die Landebucht in der Mündung des Barranco Felipe vor Piraten zu schützen. Das Pulvermagazin, etwas landeinwärts gelegen, war unterirdisch mit dem Hauptgebäude verbunden. Die Anlage war mit vier Kanonen bestückt und bot Unterkunftsmöglichkeiten für 35 Mann Besatzung. Das Castillo wurde bei einer großen Flut 1826 stark beschädigt. Es wurde Ende des 20. Jahrhunderts restauriert und dient heute kulturellen Zwecken.

Casa Rixo (Casa Hernández) Das Gebäude wurde im 18. Jahrhundert errichtet. Das Aussehen der Fassade, die in Richtung der Calle Blanco weist, zeigt klassische Architekturelemente. Ein Stil, der zur Zeit der Aufklärung bei der wohlhabenden Bevölkerung der Stadt beliebt war. In diesem Haus lebte Jose Agustin Alvarez Rixo (1796–1883) Bürgermeister in Puerto de La Orotava, Schriftsteller und Historiker. mini|Casa Iriarte (2012)

Casa Iriarte Das Gebäude ist ein Beispiel für ein Wohn- und Geschäftshaus des späten 17. Jahrhunderts. Die Fassaden zur Calle San Juan und zur Calle Iriarte haben für die Kanarischen Inseln typische Balkone. In diesem Gebäude wurde Juan de Iriarte y Cisneros sowie auch seine Neffen Bernardo de Iriarte y Nieves Ravelo, Domingo de Iriarte y Nieves Ravelo und Tomás de Iriarte y Nieves Ravelo geboren.

mini|Königliches Zollhaus

Casa de la Real Aduana Bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts diente die Casa de la Real Aduana als Wohn- und Dienstgebäude der Zollverwalter. Das Gebäude ließ Antonio Luzardo de Franchi im frühen 17. Jahrhundert errichten. Seit 2007 ist das Museo de Arte Contemporáneo Eduardo Westerdahl (Museum für Zeitgenössische Kunst Eduardo Westerdahl) des Instituto de Estudios Hispánicos de Canarias, eine der bedeutendsten Sammlungen internationaler Bildender Kunst der Epoche der 1920er Jahre bis heute, im 1. Obergeschoss der Casa de la Real Aduana untergebracht.Celestino Celso Hernández in Im Erdgeschoss befinden sich das Tourismusinformationsbüro der Stadt und eine Verkaufsstelle für lokales Kunsthandwerk.

Casa Miranda Das Gebäude wurde im Jahr 1730 als Wohn- und Geschäftshaus gebaut. Es ist ein hervorragendes Beispiel für die kanarische Architektur. Besonders hervorzuheben ist der doppelte Balkon auf der Seeseite. Das Haus gehörte dem Vater des Francisco de Miranda, einem Vorkämpfer der Unabhängigkeit Venezuelas. In den 1960er-Jahren kaufte Austin Baillon, der Direktor von Shell International dieses Haus und das Zollhaus und bewahrte die Häuser vor dem Abriss. Heute dient das Gebäude als Restaurant.

Das Museum für Archäologie

In dem Haus aus dem frühen 19. Jahrhundert wurde im Jahr 1991 ein Museum für vorspanische Geschichte eingerichtet. Dieses Museum vereinigt verschiedene Sammlungen, die einen guten Überblick über die Fundstücke aus der Geschichte Teneriffas vor der Zeit der Spanier vermitteln.

mini|Hotel Marquesa

Hotel Marquesa Im Jahr 1712 ließ Nicolás Valois das Gebäude in der Nähe der Kirche errichten. Der Name des Hotels geht auf die Marquesa de Candia zurück, die früher hier ihren Wohnsitz hatte. Das Haus wurde im Jahr 1887 zum Hotel umgebaut und 1964 grundlegend renoviert. Während seines Aufenthaltes auf Teneriffa wohnte Alexander von Humboldt hier als Gast des damaligen Eigentümers Bernardo Cólogan y Fallon.

Hotel Monopol Das Ursprungsgebäude wurde im Jahr 1742 errichtet. Seit dem Jahr 1888 wird es als Hotel, seit 1905 unter dem Namen Monopol, genutzt. Im Jahr 1960 wurde das Haus im Stil des Neo-Canario erweitert. In dem Gebäude wurde der Ingenieur Agustin de Betancourt y Molina geboren. Er war der erste Direktor der Schule für Tiefbau in Madrid und erreichte den Rang des Generals im russischen Heer zur Zeit des Zaren Alexander I.

Casa Rahn mini|Casa Rahn Das Gebäude wurde Ende des 18. Jahrhunderts auf dem Grundstück des ehemaligen Dominikanerklosters Kapelle und Krankenhaus des Heiligen Pedro González Telmo erbaut. Das Kloster war 1778 abgebrannt. Die Fassade wurde im Jahr 1781 von José Bethencourt y Castro der alten Klosterfassade nachempfunden. Nach der Desamortisation kaufte der Händler Luis Rodríguez das Haus. Hier wurde sein Sohn Luis Rodríguez Figueroa geboren. Der bekannte Schriftsteller und republikanische Abgeordnete wurde 1936 ermordet.

Casa Reimers Das Haus wurde nach 1741 von Diego Little, einem aus Irland stammenden Kaufmann, als Wohn- und Geschäftshaus errichtet. Der heutige Name des Gebäudes geht auf seine letzten Besitzer, die Familie Reimers, zurück.

Casa Hermanos de la Cruz Blanca