mini|Kawanabe: Daruma mini|Titelblatt „Kyōsais Erzählungen“ Kawanabe Kyōsai (, Vorname auch Gyōsai gelesen; geb. 18. Mai 1831 in der Koga (Ibaraki); gest. 26. April 1889) war ein japanischer Maler im Ukiyoe-Stil und im späten Stil der Kanō-Schule.

Namen Sein eigentlicher Vorname war Nobuyuki (), dann auch Shūsaburō (), Tōiku (). Seine Künstlernamen (, gō) waren Baigai (), Baigai Dōjin (), Baigai Kyōsha (), Chikamaro (), Gaki (), Hata Kyōsha (), Kyōsai bzw. Gyōsai (), Kyōsha Gaishi (), Nyokū bzw. Jokū Nyūdō (), Raisui (), Shōshōan bzw. Seiseian (), Shōshō Kyōsai (), Shōshōsai bzw. Seiseisai (), Shuransai (), Suiraibō ().

Leben und Werk Kawanabe war der zweite Sohn eines Samurai in der Domäne Koga. In seiner frühen Jugend lernte er die Kunst des Ukiyo-e bei Utagawa Kuniyoshi. Er bildete sich dann weiter in Tōkyō (damals noch Edo genannt) unter Maemura Tōwa (; ?–1841), später unter Kanō Tōhaku Chinshin (; ?–1851), dem 7. Oberhaupt des Surugadai-Zweiges () der Kanō-Familie. Dieser gab ihm den Namen „Tōiku“, als er 19 Jahre alt war und damit nun zur Kanō-Familie zählte.

Als Kawanabe 27 war, trennte er sich von der Kanō-Familie und machte sich selbstständig, ließ sich in der Hongō-Gegend von Tōkyō nieder. Er liebte den Sake, wie sein gō „Shuransai“ andeutet, wobei gesagt wird, dass seine besten Bilder unter dessen Einfluss entstanden sind. – Seine Bilder wurden auf der Weltausstellung 1873 in Wien und auf der Weltausstellung 1878 in Paris gezeigt.

Seine Bilder, die meisten in später Kanō-Manier, schließen hervorragende Vogel-Studien ein und weisen oft einen wilden, exzentrischen Humor auf. Er hinterließ lebendige Skizzen von großer Meisterschaft und Kopien von Werken anderer Künstler. Er produzierte auch eine Reihe von Drucken, von denen viele Raben in schlichter Form zeigen, und Karikaturen voller phantasievoller Einfallskraft. Vor allem letztere prägen heute die Wahrnehmung Kyōsais.

Er hinterließ illustrierte Bücher, darunter „Kyōsais Bildüberlieferung“ (, Kyōsai gaden), „Kyōsais Bilderstil“ (, Kyōsai gafu), „Kyōsais vermischte Zeichnungen“ (, Kyōsai manga), „Kyōsais Erzählungen“ (, Kyōsai shodan).

Bilder

Anmerkungen

Literatur Aburaya, Tatsu (油谷達, Hrsg.): Kyōsai gashū (暁斎画集, Bildersammlung von Kyōsai). Buntendō, Osaka 1910 – 1 Band mit 50 monochromen Bildtafeln nach Originalzeichnungen von Kawanabe Kyōsai, gedruckt im Fotodruckverfahren durch Kobayashi Shashinhan Seihanjō (小林写真版製版所). Mit einer biografischen Notiz über Kawanabe Kyōsai vom Herausgeber. Noma, S. (Hrsg.): Kawanabe Gyōsai. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-205938-X, S. 746. Roberts, Laurance P.: Kawanabe Kyōsai. In: A Dictionary of Japanese Artists. Weatherhill, 1976. ISBN 0-8348-0113-2. Tazawa, Yutaka: Kawanabe Kyōsai. In: Biographical Dictionary of Japanese Art. Kodansha International, 1981. ISBN 0-87011-488-3.

Weblinks

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