Salvation ( für „Erlösung“) ist das zweite Studioalbum der deutschen Singer-Songwriterin Madeline Juno.

Entstehung und Artwork Alle Stücke des Albums wurden von Madeline Juno in Zusammenarbeit mit wechselnden Koautoren geschrieben, lediglich zwei Titel stammen eigens von Juno. Bei ihrem vorangegangenen Debütalbum The Unknown schrieb Juno alle Lieder zusammen mit Dave Roth, bei diesem Album schrieben die beiden nur noch zwei gemeinsame Stücke. Die meisten Titel entstanden in Zusammenarbeit mit dem finnischen Singer-Songwriter Axel Ehnström, die beiden schrieben fünf Stücke des Albums. Des Weiteren schrieb sie jeweils vier Lieder mit Katrina Noorbergen, Michael Hunter Ochs und Kim Wennerström, sowie jeweils drei Titel mit Jonas W. Karlsson und Oliver Som und zwei Titel mit David Jürgens. Abgemischt und produziert wurde das Album überwiegend durch das Produzenten-Trio Madizin, bestehend aus Patrick Benzner, Dave Roth und Serhat Sakin. Das Produzenten-Team wirkte mit Ausnahme von vier Titeln an allen Stücken in der Produktion mit. Mit drei Titeln produzierten sie die meisten Stücke zusammen mit Karlsson. Neben einigen Produktionen, die sie alleine tätigten, standen ihnen oftmals weitere Koproduzenten zur Seite. Bei drei der vier Titeln, die nicht von Madizin produziert wurden, übernahm Oliver Som die Produktion. Darüber hinaus stammt eine Produktion von Marcus Brosch. Die Abmischung erfolgte für alle Lieder außer Stupid Girl, hierbei war David Paulicke verantwortlich. Die Programmierung des Albums erfolgte ebenfalls zum großen Teil durch das Produzenten-Trio Madizin (11 Titel), einige Titel wurden unter der Leitung von David Jürgens (2 Titel), Jonas W. Karlsson (3 Titel), Oliver Som (3 Titel), Kim Wennerström (4 Titel) und weiteren vereinzelten Mitwirkenden programmiert. Salvation wurde unter dem Musiklabel Embassy of Music veröffentlicht und durch Tonpool Medien vertrieben. Aufgenommen wurde das Album unter der Regie von Steffen Graef.

Auf dem türkis gehaltenen Cover ist auf der Vorderseite – neben Künstlernamen und Albumtitel – Junos Oberkörper zu sehen. Sie trägt einen schwarzen Pullover durch den ein Wasserfall durchschimmert. Auf der Rückseite sieht man ebenfalls Junos Oberkörper, hier schimmert auf ihrem Pullover eine Seenlandschaft durch. Die Fotografien der Naturimpressionen stammen von Maximilian Münch, Juno wurde von Philipp Gladstone fotografiert.

Veröffentlichung und Promotion Die Erstveröffentlichung von Salvation erfolgte am 26. Februar 2016 in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Album besteht aus 13 neuen Studioaufnahmen und ist als CD und Download erhältlich. Zeitgleich folgte die Veröffentlichung einer „Deluxe Edition“. Diese beinhaltet fünf weitere Studioaufnahmen und einen Remix zu dem bereits auf dem Album erschienenen Lied Stupid Girl. Bereits ab dem 27. November 2015 stand das Album zur Vorbestellung bereit. Als Vorsteller-Bonus wurden ab dem 22. Januar 2016 die Lieder Into the Night und Salvation für alle Vorbesteller zum Download freigegeben.

Um das Album zu bewerben, folgte unter anderem ein Liveauftritt mit Stupid Girl zur Hauptsendezeit während der ESC-Grand-Prix-Party 2016 von der Hamburger Reeperbahn.ESC 2016 – Grand Prix Party, Das Erste, 14. Mai 2017. Weitere Auftritte folgten im ZDF-Morgenmagazin sowie mit You Know What? im ZDF-Fernsehgarten.ZDF-Morgenmagazin, ZDF, 2. Februar 2016.ZDF-Fernsehgarten, ZDF, 12. Juni 2016. Darüber hinaus absolvierte sie mehrere Auftritte bei Radiostationen, wobei sie unter anderem bei Antenne 1, Dasding, MDR Sputnik oder auch NRJ Akustikversionen zu Stupid Girl darbot.

Hintergrund Das Album entstand unter der Situation, dass Juno ihr Musiklabel Universal Music verlassen und ihre Band verloren habe. In einem Interview mit Funk, das 2021 im Rahmen der Musiksendung Musik gegen die Einsamkeit erfolgte, äußerte sich Juno, das der Verlust der Band dadurch kam, dass sie diese über Jahre mit einem anderen „großen“ Künstler geteilt habe. Die Bandmitglieder seien ihre besten Freunde gewesen, ihre „Brüder“. Es sei nur eine Frage der Zeit gewesen, bis es irgendwann einmal nicht mehr auf diese Weise funktionieren würde, dass die ganze Band zweigleisig spiele. Sie und die Band hätten etwa ein halbes Jahr lang Auftritte absagen müssen und irgendwann musste man einfach mal sagen: „Ey, ganz kurz. Wir können nicht mehr die ganze Zeit Gigs absagen, weil wir keine Ersatzband haben, seit ihr weiter dabei oder nicht?“ Von einem Bandmitglied, dass für die ganze Band sprach, hieß es „nein“. Das habe ihr zu diesem Zeitpunkt „so krass“ das Herz gebrochen. Juno habe geglaubt, dass sie irgendwie sauer auf sich selbst und die Gesamtsituation gewesen sei, die sie nicht kontrollieren konnte. Sie habe gedacht, dass sie alles „neu“ haben wolle. Sie habe gewollt das alles „verschwindet“, dass sie von „neu anfangen“ könne. Dies sei einer der Gründe gewesen, warum sie im gleichen Jahr aus „irgendeiner Laune“ heraus Waldbrand geschrieben habe, in dem es genau darum ginge und fortan zur deutschsprachigen Musik wechselte. Juno erinnere sich noch ganz genau daran, dass sie gewollt habe, dass alle Leute, die wissen, was passiert sei, das hören und verstehen, was gerade zu diesem Zeitpunkt Phase sei, auch wenn es ihr selbst nichts bringen würde.

Inhalt Alle Liedtexte der regulären Albumausgabe sind in englischer Sprache verfasst und stammen von Madeline Juno, die die Stücke zusammen mit wechselnden Koautoren schrieb. Auf der „Deluxe Edition“ von Salvation befinden sich mit Küss’ die kalten Jungs und Herzchen erstmals deutschsprachige Stücke auf einem Album von Juno. Musikalisch bewegen sich die Lieder im Bereich der Popmusik. Es handelt sich bei allen Stücken um Neukompositionen. Neben dem Hauptgesang von Juno ist bei dem Lied Stupid Girl die Stimme von Neele Ternes im Hintergrund zu hören. Die Instrumente wurden, neben den Hauptinstrumentalisten des Produzenten-Trios Madizin, in vielen Fällen von den Co-Autoren oder externen Musikern (siehe Mitwirkende) eingespielt. Instrumente wie der Bass, die Gitarre und das Keyboard wurden bei allen Stücken von den Autoren selbst eingespielt, speziellere Instrumente wie Streichinstrumente wurden von externen Musikern eingespielt.

Die beiden deutschsprachigen Stücke stellte Juno bereits lange vor der Albumveröffentlichung vor. Sie veröffentlichte zu beiden Liedern Videos auf YouTube, in denen sie die Stücke in einer Akustikversion spielt. Das Lied Küss die kalten Jungs präsentierte Juno erstmals am 28. Mai 2015. Herzchen präsentierte sie bereits am 28. April 2014. Das Lied sei bereits anderthalb Jahre zuvor, also noch vor der Veröffentlichung des Debütalbums The Unknown, entstanden. Sie veröffentlichte Herzchen mit den Worten, dass sie selbst nicht gedacht hätte, dass sie das Lied noch einmal raushauen würde. Es sei eines ihrer wenigen deutschen Stücke, die sie geheim gehalten habe. Sie wolle aber nicht so sein, Vielseitigkeit würde uns alle erfreuen.

Titelliste Nr. Titel Autor(en) Produzent(en) Länge 1 Into the Night Madeline Juno, Katrina Noorbergen, Tim Morten Uhlenbrock Madizin, Tim Morten Uhlenbrock 4:08 2 No Words Axel Ehnström, Madeline Juno, Jonas W. Karlsson Jonas W. Karlsson, Madizin 3:42 3 Stupid Girl Marcus Brosch, Madeline Juno, Michael Hunter Ochs Marcus Brosch 3:49 4 You Know What? Axel Ehnström, Madeline Juno, Kim Wennerström Madizin, Kim Wennerström 2:57 5 Yellow Car Axel Ehnström, Madeline Juno, Jonas Karlsson Jonas W. Karlsson, Madizin 3:44 6 Quicksand Madeline Juno, Katrina Noorbergen, Oliver Som Oliver Som 3:58 7 Please Don’t Have Somebody Else Axel Ehnström, Madeline Juno, Jonas Karlsson Jonas W. Karlsson, Madizin 4:10 8 Salvation Madeline Juno, Dave Roth Madizin 3:54 9 Cliché David Jürgens, Madeline Juno, Michael Hunter Ochs David Jürgens, Madizin 3:12 10 Hindsight Madeline Juno, Dave Roth, Kim Wennerström Madizin 4:06 11 On My Toes Madeline Juno, Kim Wennerström Madizin, Kim Wennerström 3:59 12 Less Than a Heartbreak David Jürgens, Madeline Juno, Michael Hunter Ochs David Jürgens, Madizin 3:55 13 Youth Asbjørn, Madeline Juno, Katrina Noorbergen, Oliver Som Oliver Som 4:02 Deluxe Edition 14 Restless Madeline Juno, Katrina Noorbergen, Oliver Som Oliver Som 3:36 15 Safe Kind of Sadness Axel Ehnström, Madeline Juno, Kim Wennerström Madizin, Kim Wennerström 4:00 16 Broken Markus Brosch, Madeline Juno, Michael Hunter Ochs Marcus Brosch, Madizin 3:16 17 Küss’ die kalten Jungs Madeline Juno Madizin 3:17 18 Herzchen Madeline Juno Madizin 3:22 19 Stupid Girl (Madizin Single Mix) Madeline Juno, Marcus Brosch, Michael Hunter Ochs Madizin 3:35

Track by Track mini|Pressefoto zu Salvation (2016). Im Vorfeld der Albumveröffentlichung beschrieb Juno ihre Lieder in einer „Track-by-Track-Serie“ die in drei Folgen im Januar und Februar 2016 erschienen.

Into the Night Into the Night ( „In die Nacht“) sei eines von zwei Liedern, die an das erste Album andocken und die Geschichte abschließt. Das Stück greift das Zitat „I Will Follow You into the Unknown“ ( „Ich werde dir in das Ungewisse folgen“) aus dem Lied The Unknown auf. Während Into the Night sagt sie darauf „I Know I Won’t Follow You Anymore, I Have to Go Alone“ ( „Ich weiß ich werde dir nicht länger folgen, ich muss alleine gehen“). Das sage genau das aus, was sie empfinde und zwar, dass sie keinen Liebeskummer mehr brauche, um ihre Lieder zu schreiben. Es gäbe viel mehr worüber sie ihre Inspiration schöpfe könne und dass das der Beginn der Reise war. Es vermittelt eine Aufbruchstimmung und sei deswegen das Intro des Albums.

No Words No Words ( „Keine Worte“) sei das zweite Lied, das an das erste Album andockt und sage, dass alles gesagt sei und es kein einziges Wort mehr gäbe, dass sie noch hinzuzufügen habe von allen Liedern, die sie über ihn geschrieben habe. Sie sei sprachlos und er bekäme kein einziges Lied mehr von ihr, trotzdem sei es ein Lied geworden und das sei No Words.

Stupid Girl Stupid Girl ( „Dummes Mädchen“) sei eines der humorvollsten und buntesten Stücke auf dem Album und handelt von diesem großen Frauenproblem, dass man dem Typen die Welt zu Füßen legt, einfach alles tut, was man nur tun könne, um ihm zu zeigen, was man für ihn empfindet, aber er scheint das nicht zu erkennen und man denkt: „Bin ich jetzt schon wieder so dumm und falle zum zehnten Mal auf die Schnauze und lerne nicht dazu, ist das wirklich der Fall?“ Davon würde Stupid Girl handeln.

You Know What? You Know What? ( „Weißt du was?“) sei für Juno eines der beruhigendsten Lieder auf dem Album, das sehr akustisch sei und nur gehört und verstanden werden wolle. Geschrieben habe sie das Lied in Gedanken an ihren Lieblingsfilm Restless. In diesem geht es um Annabel und Enoch, die unsagbar verliebt sind, aber Annabelle ist sterbenskrank und die beiden wissen, dass sie nicht sehr viel Zeit miteinander haben. Diese Geschichte übertrage Juno auf ihre eigene Geschichte. Diese sei keine tolle Liebesgeschichte, zu wissen, dass man sich trennen müsse und nur gewisse Zeit miteinander verbringen könne.

Yellow Car Yellow Car ( „Gelbes Auto“) sei ein Lied, das dieses Gefühl beschreibt, wenn man zum Beispiel etwas riecht, etwas sieht oder man etwas hört, was man automatisch mit einer Erinnerung oder mit einem Ereignis verbindet. Yellow Car sei nicht nur ein bunter Gegenstand, der einem gleich etwas sagt, sondern es sei diese Erinnerung, dass wann immer man ein gelbes Auto sehe, an diese eine Person denkt, und an alle Dinge, die man mit dieser Person erlebt hat; und man würde täglich daran erinnert.

Quick Sand Quick Sand ( „Treibsand“) sei der Beginn einer Liebesgeschichte, wenn man gerade einen neuen Menschen kennengelernt hat und man gefühlt 10.000 Fragen stellen könnte und irgendwie in diesen Treibsand gezogen wird. Man könne sich überhaupt nicht helfen, weil man sich vorgenommen habe sich eigentlich nicht zu verlieben, aber man jetzt schon wieder bis zum Kinn im Treibsand steckt, diesem Menschen verfallen ist und es eigentlich sogar ganz schön sei.