mini|hochkant|Indische Schlangenwurzel (Rauwolfia serpentina) blühend mini|hochkant|Indische Schlangenwurzel (Rauwolfia serpentina) mit Früchten Rauwolfia-Alkaloide ist die Sammelbezeichnung für meist pentacyclische Alkaloide, die aus den getrockneten Wurzeln der Indischen Schlangenwurzel (Rauvolfia serpentina) gewonnen werden. Letztere ist nach dem deutschen Arzt und Botaniker Leonhard Rauwolf benannt, der 1573–1575 die Levante bereiste.Otto-Albrecht Neumüller (Hrsg.): Römpps Chemie-Lexikon. Band 5: Pl–S. 8. neubearbeitete und erweiterte Auflage. Franckh’sche Verlagshandlung, Stuttgart 1987, ISBN 3-440-04515-3, S. 3501. Es sind mehr als 60 verschiedene dieser Alkaloide bekannt.
Rauwolfia-Alkaloide als Arzneistoffe Als Arzneistoff ist Reserpin der wichtigste Vertreter dieser Stoffklasse und zählt zugleich zu den Indolalkaloiden.Peter Nuhn: Naturstoffchemie, S. Hirzel Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart, 2. Auflage, 1990, S. 585, ISBN 3-7776-0473-9. Weitere Rauwolfia-Alkaloide mit therapeutischer Bedeutung sind: Ajmalicin (δ-Yohimbin, Raubasin), Ajmalin (Rauwolfin), Corynanthin, Deserpidin (Canescin), Rescinnamin, Reserpinin, Sarpagin (Raupin), Serpentin und Yohimbin.
Die Rauwolfia-Alkaloide haben eine peripher gefäßerweiternde Wirkung, stimulieren die Serotonin-Sekretion und haben einen sedierenden Effekt.Otto-Albrecht Neumüller (Hrsg.): Römpps Chemie-Lexikon. Band 5: Pl–S. 8. neubearbeitete und erweiterte Auflage. Franckh’sche Verlagshandlung, Stuttgart 1987, ISBN 3-440-04515-3, S. 3501.
Einzelnachweise
Rauwolfia-Alkaloide Kategorie:Stoffgruppe