Klaus Ebeling (* 27. November 1931 in Berlin; † 7. März 2011 ebenda)Todesanzeige in der Berliner Zeitung vom 6. April 2001 war ein deutscher Schauspieler.

Leben Klaus Ebeling wuchs als zweiter Sohn einer Souffleuse und des Schauspielers Rudolf Ebeling (* 1905, gefallen 1944) in Berlin-Mitte in der Johannesstraße 22 auf. Die Gebäude der Johannesstraße Nr. 5–7 sowie Nr. 22 wurden bei den Versuchen, das Haupttelegraphenamt in der Oranienburgerstraße zu treffen, durch anglo-amerikanische Bombenangriffe komplett zerstört, Klaus Ebeling wurde in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges als dem Volkssturm zugeordneter Hitler-Junge durch Granatwerfer-Splitter schwer verwundet.Ich war auch mal der Geist von Hamlets Vater – Frau Bechstein, der Führer und Klaus Ebeling, Feature von Günter Kotte, Ursendung: 17. Februar 2007, MDR FIGARO und RBB Kulturradio

Die begonnene Mittelschule konnte er nach dem Krieg beenden, er begann beim Bau zu arbeiten, wurde journalistisch als Volkskorrespondent und Kameraassistent tätig und geriet über eine Zeitungs-Reportage zu den Dreharbeiten für den Spielfilm Verwirrung der Liebe zur DEFA. Diese Produktion fand in der nämlichen Babelsberger Atelierhalle statt, in der er durch Vermittlung seines Vaters bereits als sechsjähriger Junge unter der Regie von Karl Anton an der Seite von Camilla Horn und Werner Peters in einem Kinofilm der Lloyd-Film GmbH (Berlin) mitgewirkt hatte.

Ab Ende der 1950er Jahre drehte Ebeling dann als Schauspieler in vielen DEFA- und DFF-Filmproduktionen. Seiner Körpergröße und markanten Nase wegen oft in Rollen als SA-/SS-Mann, Wehrmachtsoldat, Ganove, Polizist, Arbeiter, o. ä. Zu Ebelings Förderern gehörten die Regisseure Günter Reisch, Manfred Wekwerth und der Schauspieler Harald Engelmann. Neben Theaterrollen – zum Beispiel im Stadttheater Plauen – engagierte sich Ebeling auch als Regisseur für Produktionen von Arbeiter- und Bauerntheater-Ensembles und wirkte 1998/1999 an zwei Inszenierungen des Kabaretts „Die Kiebitzensteiner“ in Halle mit.

Er war Sprecher in zahlreichen Hörspielproduktionen des Rundfunks der DDR. In dem biographischen Originalton-Feature Ich war auch mal der Geist von Hamlets Vater – Frau Bechstein, der Führer und Klaus Ebeling, das Günter Kotte 2007 für den MDR-Hörfunk produzierte, erzählte Ebeling von seiner Laufbahn als Nebenrollen-Spieler.

Filmografie (Auswahl) 1961: Septemberliebe 1961: Mord an Rathenau (Fernsehfilm) 1962: Fernsehpitaval: Auf der Flucht erschossen (Fernsehreihe) 1962: Josef und alle seine Brüder (Fernsehfilm) 1962: Indizien – Geständnisse – Beweise: Punkt Zwölf in der Maskenbar (Fernsehserie) 1963: Der Andere neben dir (Fernsehfilm) 1963: Drei Kriege – 1. Teil: Tauroggen (Fernsehfilm) 1965: Berlin, Kapitel IV: Berlin um die Ecke 1969: Jungfer, Sie gefällt mir 1969: Rendezvous mit Unbekannt – Grüße von drüben (Fernsehserie) 1970: Im Spannungsfeld 1971: Kennen Sie Urban? 1972: Anfang am Ende der Welt (Fernsehfilm) 1972: Fragen Sie Professor Kaul (Rechtsberatung Fernsehreihe 1972–1981) 1973: Die Elixiere des Teufels 1973: Zement (Fernsehfilm) 1973: Unterm Birnbaum 1973: Die Hosen des Ritters von Bredow 1972: Das unsichtbare Visier – Das Nest im Urwald (Fernsehserie) 1973: Das unsichtbare Visier – Das Wasserschloss (Fernsehserie) 1973: Das unsichtbare Visier – Der römische Weg (Fernsehserie) 1973: Die sieben Affären der Doña Juanita (vierteiliger Fernsehfilm) 1974: Hans Röckle und der Teufel 1974: Die Frauen der Wardins (Fernseh-Dreiteiler) 1975: Die unheilige Sophia (Fernsehfilm) 1975: Kostja und der Funker (Fernsehfilm) 1972: Zum Beispiel Josef 1975: Kriminalfälle ohne Beispiel: Mord im Märkischen Viertel (Fernsehreihe) 1975: Die schwarze Mühle 1975: Mein blauer Vogel fliegt 1976: Die Insel der Silberreiher (Fernsehfilm) 1976: Das unsichtbare Visier – Sieben Augen hat der Pfau (Fernsehserie) 1976: Das unsichtbare Visier – Mörder machen keine Pause (Fernsehserie) 1976: Das Mädchen Krümel – Jung gefreit, hat nie gereut (Fernsehserie) 1976: Heimkehr in ein fremdes Land 1976: Das blaue Licht 1976: Das Versteck 1977: Der gepuderte Mann im bunten Rock oder Musjöh lebt gefährlich (Fernsehfilm) 1977: Polizeiruf 110: Des Alleinseins müde (Fernsehfilm) 1977: Happy End (Fernsehfilm) 1978: Fleur Lafontaine 1978: Sabine Wulff 1978: Der gepuderte Mann im bunten Rock (Fernsehfilm) 1978: Brandstellen 1978: Eine Handvoll Hoffnung 1979: Karlchen, durchhalten! (TV) 1979: Die Rache des Kapitäns Mitchell (Fernsehfilm) 1979: Die lange Straße – Ein jeder gibt den Wert sich selbst (Fernsehfilm) 1979: Abschied vom Frieden (Fernsehfilm) 1979: Spuk unterm Riesenrad – Flucht in die Berge (Fernsehfilm) 1980: Die Heimkehr des Joachim Ott (Fernsehfilm) 1980: Archiv des Todes – Überall lauert der Tod (Fernsehserie) 1981: Der ungebetene Gast (Fernsehserie) 1981: Asta, mein Engelchen 1982: Dein unbekannter Bruder 1982: Der Notnagel (Fernsehfilm) 1982: Hotel Polan und seine Gäste (Fernsehfilm) 1982: Der Bauerngeneral – Das Raubgesindel (Fernsehserie) 1983: Die Schöne und das Tier (Fernsehserie) 1984: Mensch, Oma! – Kinder, Kinder...! (Fernsehserie) 1987: Schauspielereien – Berliner Pflanzen (Fernsehserie) 1987: Der Staatsanwalt hat das Wort: Für Elise (Fernsehserie) 1988: Der Staatsanwalt hat das Wort: Zerschlagene Liebe (Fernsehserie) 1988: Die Schauspielerin 1989: Johanna (Fernsehserie) 2005: Mein Name ist Eugen

Hörspiele (Auswahl) 1970: Anne Dessau: Wassermänner – Regie: Joachim Staritz 1975: Sybill Mehnert: Willst du mein Freund sein? – Kinderhörspiel 1980: Brigitte Martin: Ermutigung III – Regie: Hannelore Solter 1981: Joachim Priewe: Heinrich Vogeler – Regie: Barbara Plensat 1982: Irina Liebmann: Sie müssen jetzt gehen, Frau Mühsam – Regie: Barbara Plensat 1985: Ricarda Bethke: Der große und der kleine Hegel – Regie: Karlheinz Liefers 1987: Selma Lagerlöf: Der Wechselbalg – Regie: Christa Kowalski 1988: Thomas Knauf: Die Stunde des Augenblicks – Regie: Peter Brasch 1988: Inge Ristock: Waldstraße Nummer 7: Der Plattenspieler – Regie: Edith Schorn 1988: Wolf Spillner: Kein Engel auf dem Felde, auch keine Hirten – Regie: Norbert Speer 1989: Peter Handke: Brieflein, Brieflein, du wirst wandern – Regie: Norbert Speer 1989: Hans Fallada: Blanka, eine geraubte Prinzessin – Regie: Manfred Täubert 1989: Bodo Schulenburg: Tecumseh – Regie: Manfred Täubert 1990: Christoph Ullmann: Rost – Regie: Karlheinz Liefers 1991: Eckhard Mieder: Hände hoch, Hotel – Regie: Albrecht Surkau 1991: Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Die kluge Bauerntochter – Regie: Manfred Täubert 1992: Kerstin Hensel: Teufel und Soldat – Regie: Gerda Zschiedrich 1992: Melchior Schedler: Ist eds noch weit nach Amerika oder Traum des 12. Oktober – Regie: Jürgen Dluzniewski (Hörspiel – BR/DS-Kultur) 2007: Günter Kotte: Ich war auch mal der Geist von Hamlets Vater – Frau Bechstein, der Führer und Klaus Ebeling (Hörfunk-Feature – MDR 2007)

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Einzelnachweise

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