Die Gemeinde Klein Strehlitz, Gmina Strzeleczki ist eine Stadt- und Landgemeinde im Powiat Krapkowicki (Krappitz) der Woiwodschaft Opole in Polen. Der Gemeindesitz ist die Stadt Klein Strehlitz, die zum 1. Januar 2024 wieder Stadtrecht erhielt. Die Gemeinde ist zweisprachig, deutsch und polnisch.

Geografie Die Gemeinde hat eine Fläche von 117,26 km², davon sind 58 % Flächen für die Landwirtschaft und 34 % Waldflächen. Die Gemeinde nimmt 26,5 % der Fläche des Landkreises ein.GUS

mini|Der Gemeindesitz in Klein Strehlitz mini|Das 1896 bis 1900 errichtete Schloss Moschen wurde 1911 und 1912 von Kaiser Wilhelm II. besuchtgem. Informationstafel am Eingang zum Park mini|Ruine des Schlosses Dobrau

Die Gemeinde Klein Strehlitz umfasst eine Fläche von 117,26 km² mit rund 7400 Einwohnern.

Politik Gemeindevorsteher An der Spitze der Gemeindeverwaltung steht der Gemeindevorsteher. Seit 2014 ist dies Marek Pietruszka. Die turnusmäßigen Wahl im April 2024 führte zu folgendem Ergebnis.Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 26. Mai 2024. Marek Pietruszka (Wahlkomitee Marek Pietruszka) 46,6 % der Stimmen Tomasz Kłoś (Wahlkomitee „Partnerschaft“) 34,1 % der Stimmen Mariola Puda (Wahlkomitee „Pozytywni“ – Klub für soziale Initiativen) 19,4 % der Stimmen

In der damit notwendigen Stichwahl wurde Pietruszka mit 52,7 % der Stimmen gegen Kłoś als Gemeindevorsteher wiedergewählt.

Die turnusmäßigen Wahl im Oktober 2018 führte zu folgendem Ergebnis.Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 4. August 2020. Marek Pietruszka (parteilos) 68,2 % der Stimmen Zygmunt Knura (parteilos) 31,8 % der Stimmen

Damit wurde Pietruszka bereits im ersten Wahlgang als Gemeindevorsteher wiedergewählt.

Gemeinderat Der Gemeinderat besteht aus 15 Mitgliedern und wird direkt in Einpersonenwahlkreisen gewählt. Die Gemeinderatswahl 2024 führte zu folgendem Ergebnis:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 26. Mai 2024. Wahlkomitee „Partnerschaft“ 41,2 % der Stimmen, 6 Sitze Wahlkomitee Marek Pietruszka 41,1 % der Stimmen, 9 Sitze Wahlkomitee „Pozytywni“ – Klub für soziale Initiativen 15,4 % der Stimmen, kein Sitz Übrige 2,3 % der Stimmen, kein Sitz

Die Gemeinderatswahl 2018 führte zu folgendem Ergebnis:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 4. August 2020. Unabhängiges Wahlkomitee 51,9 % der Stimmen, 9 Sitze Wahlkomitee Deutsche Minderheit 44,3 % der Stimmen, 6 Sitze Wahlkomitee „Gemeinsam für den Bürger“ 3,8 % der Stimmen, kein Sitz

Wappen In Rot eine grüne stilisierte, bewurzelte Tanne, deren Stamm mit einem goldenen, schrägrechts aufsteigenden Pfeil belegt und zwei goldenen Sternen begleitet ist.

Wahrscheinlich geht das Wappen auf die Freiherren von Promnitz-Pless zurück, die noch vor den Proskowsky von Proskau im Besitz des Ortes gewesen sein könnten und deren Stammwappen einen schräggestellten Pfeil und zwei Sterne zeigt.

Das heutzutage verwendete Gemeindewappen entspricht der Zeichnung des Heraldikers Otto Hupp von 1898.

Partnergemeinde Zwischen der Gemeinde Klein Strehlitz und der Verbandsgemeinde Bitburg-Land in Deutschland besteht seit 1997 eine Gemeindepartnerschaft.

Gliederung In der Gemeinde befinden sich:

Orte mit Schulzenamt (Sołectwo):

Dobrau / Dobra mit Neubude / Nowy Bud Klein Strehlitz / Strzeleczki Komornik / Komorniki mit Neumühle / Nowy Młyn Kujau / Kujawy Lobkowitz / Łowkowice Lorenzdorf / Wawrzyńcowice Moschen / Moszna mit Ursulanowitz / Urszulanowice Pechhütte / Smolarnia mit Servitut / Serwitut (auch Skarszów genannt) Rasselwitz / Racławiczki Schiegau / Ścigów mit Kopaline / Kopalina Schreibersdorf / Pisarzowice mit Buhlau / Buława (auch Pulów genannt) Sedschütz / Dziedzice Zellin / Zielina

Sehenswürdigkeiten Auf dem Gebiet der Gemeinde befindet sich das um 1900 von dem schlesischen Industriellen Franz Hubert von Tiele-Winckler errichtete Schloss Moschen der Familie von Tiele-Winckler, das heute als Sanatorium genutzt wird und ein beliebtes Ausflugsziel der Region ist. Der Bau, der auf den Ruinen eines abgebrannten barocken Palastes errichtet wurde, ist im Stil des Historismus mit Anklängen an die Neogotik, den Tudorstil und die Neorenaissance gehalten, und verfügt über einen rund 100 Hektar großen Park. Die Anlage gehört zu den bedeutendsten Schlössern im Oppelner Land und ganz Schlesien.

Außerdem gibt es einen Rhododendronpark (ebenfalls in Moschen) sowie die Ruine des Schlosses Dobrau (Dobra). In Lobkowitz (Łowkowice) steht eine Holländerwindmühle.

Bevölkerung 2002 hatte die Gemeinde 8224 Einwohner. Neben der polnischen Bevölkerung gaben bei der Volkszählung 2002 3494 Personen (42,5 %) die deutsche Nationalität (Volkszugehörigkeit) und 1067 Personen Schlesisch (13,0 %) an.Mniejszości według województw, powiatów i gmin w 2002 r., GUSDeklaracje narodowościowe w gminach w 2002 r., GUS Bei der Volkszählung 2011 lag bei einer Gesamteinwohnerzahl von 7574 Personen der prozentuale Anteil der Deutschen bei 32,9 % bzw. 2490 Personen.

+ Nationalitäten in der Gemeinde Klein Strehlitz Nationalität 2002 2011 (2) 2021 (2)Gazeta Wyborcza: Spis Powszechny. Liczba gmin mniejszości niemieckiej na Opolszczyźnie zmniejszyła się drastycznie. Zostało zaledwie kilka Anzahl Anteil Anzahl Anteil Anzahl Anteil Deutsch 3494 42,5 % 2490 32,9 % 2128 29,45 % Polnisch 3347 40,7 % Schlesisch (1) 1067 13,0 % 1334 18,46 % keine Angabe 309 3,8 % 1 = Wird nicht als Nationalität anerkannt. 2 = Mehrfachnennung möglich.

Weblinks

Webpräsenz der Gemeinde

Einzelnachweise Ryszard Emmerling: Schlesische Schlösser und Paläste. Oppelner Land. ADAN, Opole, 1999 und 2000 (S. 52–55) Vgl. Hugo Saurma, Hrsg.: Wappenbuch der Schlesischen Städte und Städtel. Berlin 1870

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