Eastern Caribbean Express (im Markenauftritt EC Xpress) war eine auf der Karibikinsel St. Lucia ansässige virtuelle Fluggesellschaft. Das Tochterunternehmen der Air Jamaica hat seinen Betrieb im Jahr 2001 eingestellt.

Geschichte Nachdem American Airlines als letzte US-amerikanische Fluggesellschaft den Linienverkehr zwischen New York und Barbados im Frühjahr 1999 eingestellt hatte, beantragte Air Jamaica die Flugrechte auf dieser Strecke. (in Englisch), abgerufen am 5. März 2017 Die US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration erteilte dem Unternehmen am 15. April 1999 eine entsprechende Genehmigung.US Department of Transportation, Application of Air Jamaica Limited, 15. April 1999 (in Englisch), abgerufen am 5. März 2017 Problematisch war, dass Air Jamaica keinen Codeshare-Partner in der östlichen Karibik hatte und somit ihren Passagieren keine Anschlussflüge vom Grantley Adams International Airport in Barbados zu den Nachbarinseln anbieten konnte. Das Unternehmen strebte im Sommer 1999 eine Kooperation mit der in Castries (St. Lucia) ansässigen Helenair Caribbean an, welche den Zubringerverkehr durchführen sollte. Diese lehnte jedoch ab, weil sie eine Zusammenarbeit mit BWIA West Indies Airways favorisierte.Reference for Business: Air Jamaica Limited - Company Profile (in Englisch), abgerufen am 5. März 2017 Air Jamaica entschied sich daraufhin zum Aufbau einer eigenen Tochtergesellschaft in der Region. Am 6. Oktober 1999 wurde die Gründung der in Castries ansässigen Tochtergesellschaft Eastern Caribbean Express bekannt gegeben, welche die Anschlussflüge von Barbados nach St. Lucia, Dominica, Grenada, St. Vincent und Trinidad im Markenauftritt EC Xpress durchführen sollte.Web Site of the Government of Saint Lucia, Eastern Caribbean Express to begin Operating out of St. Lucia in 2000, 7. Oktober 1999 (in Englisch), abgerufen am 3. März 2017

Eastern Caribbean Express nutzte das Air Operator Certificate (AOC) ihrer Schwesterfluggesellschaft Air Jamaica Express, welche auch die Flugzeuge und die Besatzungen stellte. Die Maschinen waren in Farben von Air Jamaica lackiert, trugen aber den Schriftzug EC Xpress auf dem Rumpf. Das virtuelle Unternehmen führte erstmals am 17. März 2000 einen Sonderflug vom Flughafen Castries-Vigie mit einer De Havilland DHC-8-100 durch.Web Site of the Government of Saint Lucia, EC Express lands in St. Lucia, 18. März 2000 (in Englisch), abgerufen am 3. März 2017 Die Aufnahme des Linienflugbetriebs sollte am 18. April mit zwei DHC-8-100 erfolgen, verzögerte sich aber wegen behördlicher Schwierigkeiten bis zum 22. April 2000.Worldhistory.biz, Eastern Caribbean Express, Ltd. (EC Xpress) (in Englisch), abgerufen am 2. April 2017Flight International, 29. März 2000 (in Englisch), abgerufen am 2. April 2017

Die Gesellschaft bot zunächst fünf tägliche Linienflüge von Barbados nach St. Lucia und zwei tägliche Flugpaare nach Dominica an. Die Verbindungen konnten im Rahmen von Codeshare-Abkommen auch von Fluggästen der Air Canada und Virgin Atlantic Airways genutzt werden.Flightglobal, Eastern Caribbean Express ready for regional flights with Dash 8s, 28. März 2000 (in Englisch), abgerufen am 3. März 2017 Am 1. August 2000 stellte die Gesellschaft, die bis dahin rund 30.000 Passagiere befördert hatte, eine dritte DHC-8-100 in Dienst. Die Aufnahme von Linienflügen zwischen Barbados und Trinidad war für Dezember 2000 vorgesehen, wurde aber zunächst auf Februar und danach auf Sommer 2001 verschoben.

Am 31. März 2001 stellte das virtuelle Unternehmen seinen Betrieb nach nur elf Monaten ein. Als Grund wurde der ruinöse Wettbewerb zwischen den Fluggesellschaften in der Region genannt, der zu einem Verfall der Ticketpreise geführt hatte.Flight International, 10 April 2001 (in Englisch), abgerufen am 2. April 2017Travel Weekly, Caribbean devastated by carrier's demise, 10. April 2001 (in Englisch), abgerufen am 2. April 2017

Flotte

De Havilland DHC-8-100 Twin Otter

Siehe auch Liste ehemaliger Fluggesellschaften (Amerika)

Einzelnachweise

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