Nebendorf () war ein Dorf in der Niederlausitz, welches auf dem heutigen Gebiet der Gemeinde Altdöbern im Landkreis Oberspreewald-Lausitz lag. Der Ort wurde in den Jahren 1975/76 zugunsten des Braunkohletagebaus Greifenhain devastiert, 46 Einwohner mussten umgesiedelt werden.

Geografische Lage Nebendorf lag in der Niederlausitz zwischen Altdöbern und Drebkau. Der Ort wurde 1975 und 1976 zur Braunkohlegewinnung in der Lausitz zugunsten des Braunkohletagebaus Greifenhain abgebaggert. Die Gemarkung von Nebendorf liegt heute im Altdöberner See.

Geschichte Nebendorf wurde im Jahr 1527 erstmals urkundlich erwähnt.

Nach dem Wiener Kongress kam die Niederlausitz und somit auch der Ort Nebendorf an das Königreich Preußen. Dort lag der Ort im Landkreis Calau (seit 1950 Landkreis Senftenberg). Am 1. Januar 1926 wurde Nebendorf nach Pritzen eingemeindet. Als Teil der Gemeinde Pritzen wurde Nebendorf am 25. Juli 1952 dem neu gebildeten Kreis Calau im Bezirk Cottbus zugeordnet.

Von 1975 bis 1976 wurde Nebendorf zugunsten des Tagebaus Greifenhain komplett abgebaggert.

Siehe auch Liste der abgebrochenen Orte im Lausitzer Kohlerevier Archiv verschwundener Orte

Literatur Dokumentation bergbaubedingter Umsiedlungen, Archiv verschwundener Orte, Forst/Horno, 2010 Frank Förster: Verschwundene Dörfer im Lausitzer Braunkohlenrevier. 3., bearbeitete und erweiterte Auflage, Domowina-Verlag, Bautzen 2014, S. 186–190

Weblinks Archiv verschwundener Orte Nebendorf/Njabodojce im Archiv verschwundener Orte Braunkohlebergbau und Sanierung im Raum Greifenhain/Gräbendorf, Lausitzer- und Mitteldeutsche Bergbauverwaltungsgesellschaft, 2005

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Altdöbern) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) Kategorie:Wüstung im Landkreis Oberspreewald-Lausitz Kategorie:Wüstung in der Lausitz Kategorie:Ersterwähnung 1527 Kategorie:Zerstört in den 1970er Jahren