mini|Wilhelm Nagel mini|Villa Nagel in Esslingen am Neckar Wilhelm Nagel (* 3. November 1871 in Hoheneck; † 1. Oktober 1955 in Eßlingen am Neckar) war ein deutscher Organist und Chorleiter.
Leben Nagel erhielt seine Ausbildung am Esslinger Lehrerseminar bei Christian Fink. 1894 wurde er Seminarhilfsmusiklehrer, daneben studierte er am Stuttgarter Konservatorium u. a. bei Samuel de Lange, Heinrich Lang, Reinhold Seyerlen und Wilhelm Speidel. Ab 1902 setzte er seine Studien in Berlin bei Heinrich Reimann an der Hochschule für Musik in Berlin. Von 1905 bis 1945 wirkte er als Seminarmusiklehrer in Esslingen. Seit 1915 war er Organist und Chordirektor an der Stadtkirche St. Dionys in Esslingen.
Er gilt als führender württembergischer Chorleiter, u. a. Bundes-Chormeister des Schwäbischen Sängerbundes, und war Komponist zahlreicher Lieder, weltlicher und geistlicher Chorwerke.
Zum 1. Mai 1933 trat er der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 2.874.629).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/30050958
Ehrungen In Esslingen, Bopfingen und in Ludwigsburg (Hoheneck) sind Straßen nach ihm benannt.
Werke (Auswahl) Fünf Choralvorspiele für Orgel op. 1 Drei Fugen für Orgel op. 2 Schöne Nacht für Männerchor Komm, Trost der Welt für Männerchor
Literatur Friedrich Jansa (Hrsg.), Deutsche Tonkünstler und Musiker in Wort und Bild, Leipzig 1911 Fred K. Prieberg: Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945. CD-ROM-Lexikon, Kiel 2009, 2. Auflage, S. 5127–5130. online
Weblinks
Informationen auf www.schwaebische-orgelromantik.de https://www.bad-hoheneck.de/wilhelm-nagel Nachlass
Einzelnachweise
Kategorie:Organist (Kirchenmusik) Kategorie:Musiker (Esslingen am Neckar) Kategorie:Komponist (Kirchenmusik) Kategorie:Chorleiter Kategorie:NSDAP-Mitglied Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1871 Kategorie:Gestorben 1955 Kategorie:Mann