Neudorfer Mühle ist ein Wohnplatz der kreisfreien Stadt Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Neudorfer Mühle liegt in der Gemarkung Schalkhausen.
Geografie Die Einöde besteht aus zwei Wohn- und sieben Nebengebäuden. Sie liegt am Onolzbach und einem namenlosen Bach, der dort als rechter Zufluss des Onolzbachs mündet. Eine Gemeindeverbindungsstraße verläuft nach Neudorf (0,6 km nordwestlich) bzw. zur Scheermühle (1,5 km südöstlich).
Geschichte Im Salbuch des Fürstentums Ansbach von 1684 wurde die Neudorfer Mühle aufgelistet. Sie lag im Fraischbezirk des Hofkastenamtes Ansbach. Dieses war zugleich Grundherr des Anwesens.Staatsarchiv Nürnberg, Ansbacher Salbuch 128, 2509. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 688. An den Verhältnissen änderte sich bis zum Ende des Alten Reichs nichts. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt die Mühle bei der Vergabe der Hausnummern die Nr. 1 des Ortes Neudorf.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 890. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1008 f.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde die Neudorfer Mühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Schalkhausen und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Schalkhausen zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961. Im 19. Jahrhundert gehörten zum Anwesen zahlreiche Parzellen Acker- und Wiesenflächen. In den amtlichen Verzeichnissen nach 1885 wird die Neudorfer Mühle nicht mehr aufgelistet.
Am 1. Juli 1972 wurde die Neudorfer Mühle im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Stadt Ansbach eingegliedert.
Baudenkmal Neudorf 1: ehemalige Wassermühle, Wohn- und Mühlgebäude, eingeschossiger Bau mit Steildach, mit rückwärtigem dreigeschossigem Anbau mit flachem Satteldach, im Kern 16. Jahrhundert, im 18. Jahrhundert erneuert (bezeichnet 1787); Nebengebäude, Scheune und anschließendes Stallgebäude, eingeschossige Satteldachbauten, teilweise Fachwerk, zweite Hälfte 19. Jahrhundert; ehemaliges Austragshaus, zweigeschossiger Satteldachbau, bezeichnet 1859.
Einwohnerentwicklung Jahr 1836 1840 1861 1871 1885 Einwohner 6 9 8 15HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1840 wurden diese als Häuser bezeichnet, 1836 und 1885 als Wohngebäude. 1 2 2Quelle
Religion Der Ort ist evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Nikolaus (Schalkhausen) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Einzelsiedlung in der kreisfreien Stadt Ansbach