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Die Liste der Friedhöfe in Kassel gibt eine Übersicht über Friedhöfe und Begräbnisstätten in der Stadt Kassel in Hessen. In Kassel gibt es keine kommunalen Friedhöfe, was in der Bundesrepublik Deutschland eine Besonderheit darstellt. Rechtsträger der 15 nicht-jüdischen Friedhöfe bzw. der Kriegsgräberfelder in Niederzwehren ist der Gesamtverband der Evangelischen Kirchengemeinden in Kassel. Daneben gibt es zwei jüdische Friedhöfe, einen erhaltenen historischen Friedhof, ein Kunstprojekt als Begräbnisstätte und mehrere Kriegsgräberstätten. Es gab sicher in Kassel noch andere Begräbnisorte, so sind weitere jüdische Friedhöfe belegbar, allerdings sind sie nicht mehr erhalten und die genauen Standorte inzwischen unbekannt.

Friedhöfe in Trägerschaft des Gesamtverbands der Evangelischen Kirchengemeinden in Kassel Diese Friedhöfe werden vom Gesamtverband der Evangelischen Kirchengemeinden in Kassel getragen und durch die Friedhofsverwaltung betreut. Alle Personen, die zum Zeitpunkt ihres Todes in Kassel gewohnt haben, können ungeachtet ihrer Konfession auf diesen Friedhöfen bestattet werden.

Bezeichnung Stadtbezirk Adresse und Lage Eröffnung / Schließung Beschreibung Bild Hauptfriedhof Nord-Holland Tannenheckerweg 6 1843 Der Hauptfriedhof ist mit ca. 40 ha Fläche der größte Friedhof von Kassel. Hier wurden die meisten der Opfer der Bombenangriffe auf Kassel auf einem großen Gräberfeld bestattet. Angeschlossen an den Hauptfriedhof befindet sich das Krematorium.

Auf dem Gelände des Hauptfriedhofs befindet sich auch ein Militärfriedhof. Er wurde am 14. April 1860 eröffnet. Hier befinden sich größere Kriegsgräberstätten aus dem Ersten Weltkrieg für deutsche Soldaten und russische Kriegsgefangene. Daneben findet sich hier ein Gedenkstein für französische Gefangene aus dem Krieg 1870/71. Lange Zeit wurden hier nur verstorbene Soldaten und ihre Angehörigen bestattet.

Heute werden auf dem Areal Friedparkgräber angeboten. 200px Friedhof Bettenhausen Bettenhausen Fasanenweg 1/3/9 1883 Der Bettenhäuser Friedhof wurde gegenüber dem damaligen jüdischen Friedhof (heute alter jüdischer Friedhof) errichtet. 200px Friedhof Harleshausen Harleshausen Wegmannstraße 46 1911 Aus der Zeit der Eröffnung stammt die alte Friedhofskapelle die restauriert wurde und für Veranstaltungen z. B. Trauerkaffee genutzt wird. Die Neue Friedhofskapelle wurde 1980 eingeweiht.200px200px Friedhof Kirchditmold Kirchditmold Zum Berggarten 11 1860 Der Friedhof wurde unterhalb der Kirche auf einem Kalksteinrücken errichtet. Die runde, mit Schiefer eingedeckte Friedhofskapelle steht unter Denkmalschutz.200px Friedhof Niederzwehren Niederzwehren Wartekuppe 5 1850 Die Friedhofskapelle wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts von der Industriellenfamilie Credé gestiftet. 200px Nordfriedhof Fasanenhof Am Felsenkeller 31 1984 Der Nordfriedhof ist der jüngste der Kasseler Friedhöfe und wurde aufgrund von Platzmangel auf den anderen Stadtteilfriedhöfen errichtet.200px Friedhof Nordshausen Nordshausen Grubenrain 18 Zwischen 1880 und 1890 angelegt. Einer der kleinsten Friedhöfe in Kassel.200px Friedhof Oberzwehren Oberzwehren Rengershäuser Str. 2 A 1889 Einer der kleinsten Friedhöfe in Kassel.200px Friedhof Rothenditmold Rothenditmold Gelnhäuser Straße 1 1871 Gegenüber der Friedhofskapelle, die nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut wurde, sind etwa 1600 Bombenopfer begraben. 200px Friedhof Wahlershausen Bad Wilhelmshöhe Rammelsbergstr. 16 1865 Der Friedhof der früheren eigenständigen Gemeinde Wahlershausen wurde am Südhang des Rammelsbergs errichtet. Die Friedhofskapelle befindet sich fast am höchsten Punkt des Friedhofs.200px Friedhof Waldau Waldau Nürnberger Straße 246 1880 Die alte Friedhofskapelle wurde 1900 erbaut und bis 1991 genutzt. Sie wurde abgerissen und im selben Jahr durch einen Neubau ersetzt. 200px Friedhof Wehlheiden Wehlheiden Friedenstraße 55 1833 Der Friedhof Wehlheiden ist, nach dem Hauptfriedhof, der zweitgrößte Friedhof von Kassel. Durch die Sternbergstraße ist er in zwei Hälften geteilt. Der südliche Teil ist der sogenannte neue Friedhof. Er wurde 1833 in Betrieb genommen und anschließend mehrfach erweitert. Von der in Fachwerkbauweise errichteten Kapelle ist kein Eröffnungsjahr bekannt. Am nördlichen Eingang befindet sich ein großer, breitgelagerter Sandstein mit der Inschrift: 200px200px Westfriedhof Süsterfeld-Helleböhn Heinrich-Schütz-Allee 211 1970 Auf dem Westfriedhof werden auch muslimische Bestattungen durchgeführt. Es gibt ein nach Mekka ausgerichtetes Gräberfeld und einen Raum für die rituelle Totenwaschung.200px Friedhof Wolfsanger Wolfsanger / Hasenhecke Wolfsgraben 23 1858 Der Friedhof Wolfsanger ist oberhalb des alten Ortskern angelegt worden. Er besteht aufgrund des Geländes aus zwei Terrassen. Beide Friedhofsteile sind durch eine Rampe verbunden. Der untere Teil stellt den älteren Friedhofsteil dar, während der obere der neue Teil ist, auf dem auch die aus Sandsteinbruchsteinen errichtete Friedhofskapelle liegt. 200px

Jüdische Friedhöfe Bezeichnung Stadtbezirk Adresse und Lage Eröffnung / Schließung Beschreibung Bild Alter jüdischer Friedhof Bettenhausen Fasanenweg um 1630/1933 (es fanden jedoch später noch Beisetzungen von Ehepartnern statt) 200px Neuer jüdischer Friedhof Bettenhausen Fasanenweg 1932 200px

Friedhof Mulang Bezeichnung Stadtbezirk Adresse und Lage Eröffnung / Schließung Beschreibung Bild Friedhof Mulang Bad Wilhelmshöhe Schlossteichstraße / Ecke Mulangstraße Ab 1817 (erste Bestattung) Der Friedhof Mulang zählt zu dem kleinsten Friedhof in Kassel. Der Bau des Friedhofs wurde durch Kurfürst Wilhelm I. von Hessen-Kassel initiiert. Im Jahr 1817 erfolgte vermutlich die erste Bestattung. Zunächst war der Friedhof den verstorbenen Bediensteten des Fürstenhofes vorbehalten. Später wurden hier vor allem Mitarbeiter der Schloss- und Parkverwaltung beerdigt. Nachdem Wilhelmshöhe 1928 zu Kassel eingemeindet wurde durfte der private Friedhof weiter betrieben werden, war aber nur den verstorbenen Bürgern von Wilhelmshöhe vorbehalten. Später wurde dann diese Regel gelockert.

Derzeit befinden sich auf dem Friedhof 78 Gräber, wobei acht Grabsteine keinen Namen tragen. Zu den im Mulang Bestatteten gehört unter anderem Hermann Schafft, Carl Steinhofer und Paul Dierichs. 200px

Künstler-Nekropole Die Künstler-Nekropole ist ein vom documenta-Künstler Harry Kramer initiiertes Projekt. Auf Einladung der Künstler-Nekropole-Stiftung werden documenta-Künstler aufgefordert, ihr Grabmal zu gestalten und sich testamentarisch dazu zu verpflichten, dass ihre Urne dort bestattet wird. Träger ist die Künstler-Nekropole-Stiftung und damit die Stadt Kassel.

Bezeichnung Stadtbezirk Adresse und Lage Eröffnung / Schließung Beschreibung Bild Künstler-Nekropole Harleshausen/Naturpark Habichtswald (Verlängerung der Ahnatalstraße) Ab 1992 200px

Altstädter Friedhof Der Altstädter Friedhof ist ein erhaltener historischer Friedhof und wird durch das Garten- und Umweltamt der Stadt Kassel gepflegt.

Bezeichnung Stadtbezirk Adresse und Lage Eröffnung / Schließung Beschreibung Bild Altstädter Friedhof Mitte Lutherplatz Ab 1564 nachgewiesen / 1843 200px

Niederzwehren Cemetery Der Niederzwehren Cemetery ist ein von der Commonwealth War Graves Commission (CWGC) erbauter und betreuter Soldatenfriedhof.

Bezeichnung Stadtbezirk Adresse und Lage Eröffnung / Schließung Beschreibung Bild Niederzwehren Cemetery Niederzwehren Am Keilsberg 1915 / 200px

Russischer Friedhof Niederzwehren Der Russische Friedhof Niederzwehren ist ein von der Friedhofsverwaltung Kassel betreuter Soldatenfriedhof.

Bezeichnung Stadtbezirk Adresse und Lage Eröffnung / Schließung Beschreibung Bild Russischer Friedhof NiederzwehrenRussischer Friedhof auf sowjetische-memoriale.de Niederzwehren Am Keilsberg In der parkartigen Anlage sind 1843 russische Kriegsgefangene anonym bestattet, ein russisch-orthodoxes Kreuz erinnert an sie.200px

Weblinks

Informationen der Stadt Kassel zu Friedhöfen

Einzelnachweise

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