zentriert|350px|King Kong, Promotional Image Der Spielfilm King Kong mit Fay Wray in der Hauptrolle hat seine Uraufführung in New York City. zentriert|350px|Das erste Autokino, Camden, New Jersey, 1933 In Camden, New Jersey wird das erste Autokino der Welt eröffnet.

Im Jahr 1933 beginnt nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten in Deutschland die Gleichschaltung auch im kulturellen Bereich und in der Filmpolitik. Der Unterrichtsfilm wird durch einen Erlass des nationalsozialistischen preußischen Kultusministers Bernhard Rust in den Schulen als Unterrichtsmaterial eingeführt. Auf Initiative von Reichspropagandaminister Joseph Goebbels erfolgt die Gründung der Reichskulturkammer, in die auch die zuvor gegründete Reichsfilmkammer unter Präsident Fritz Scheuermann eingegliedert wird. Einer der ersten Propagandafilme der Nationalsozialisten ist der Spielfilm Hitlerjunge Quex. Wenig später folgt Leni Riefenstahls erster Dokumentarfilm Der Sieg des Glaubens.

In Großbritannien wird das British Film Institute gegründet und in Camden, New Jersey wird das erste Autokino der Welt eröffnet. Der US-amerikanische Spielfilm King Kong ist der erste Tonfilm, in dem auch Dialogszenen mit Musik unterlegt werden, was die dramatische Wirkung erheblich steigert.

Ereignisse Entwicklungen in Deutschland

26. Juni: Der Unterrichtsfilm wird durch einen Erlass des nationalsozialistischen preußischen Kultusministers Bernhard Rust in den Schulen als Unterrichtsmaterial eingeführt. 22. September: Auf Initiative von Reichspropagandaminister Joseph Goebbels erfolgt die Gründung der Reichskulturkammer zur Gleichschaltung aller Bereiche des Kulturlebens und zur Regelung der sozialen und wirtschaftlichen Belange der Kulturschaffenden. Die Reichskulturkammer untergliedert sich in sieben Einzelkammern, die Reichsschrifttumskammer, die Reichsfilmkammer unter Präsident Fritz Scheuermann (gegründet mit Gesetz von 14. Juli), die Reichsmusikkammer, die Reichstheaterkammer unter Präsident Otto Laubinger, die Reichspressekammer, die Reichsrundfunkkammer und die Reichskammer der bildenden Künste.

Uraufführungen Deutschland / Mitteleuropa

mini|hochkant|Paul Scheurich, Filmplakat Das Testament des Dr. Mabuse 29. März: Die Erstaufführung des Kriminalfilms Das Testament des Dr. Mabuse von Fritz Lang mit Rudolf Klein-Rogge in der Titelrolle wird von der Filmprüfstelle Berlin wegen „Gefährdung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit“ verboten. Das Drehbuch von Thea von Harbou basiert auf einem Roman von Norbert Jacques, der 1932 auf Aufforderung Langs geschrieben, aber zunächst nicht veröffentlicht wurde. 21. April: Das Testament des Dr. Mabuse feiert nach seinem Verbot in Deutschland in Budapest Premiere. Es folgt ein nationaler Aufführungsstart am 12. Mai in Wien. 11. September: Die Uraufführung des Spielfilms Hitlerjunge Quex von Hans Steinhoff nach der gleichnamigen Romanvorlage von Karl Aloys Schenzinger erfolgt in Berlin. Der nationalsozialistische Propagandafilm bezieht sich auf die Biographie des erstochenen Hitlerjungen Herbert Norkus. Die Hauptrollen spielen Jürgen Ohlsen, Heinrich George und Berta Drews. Von der Filmprüfstelle des Dritten Reichs erhält der Film am 7. September das Filmprädikat „Künstlerisch besonders wertvoll“. Allerdings gelangt man bald zu der Ansicht, dass die ideologische Botschaft des Films zu durchsichtig und plump verbreitet werde, weshalb man auf Anweisung von Joseph Goebbels dazu übergeht, nationalsozialistische Propaganda im Kino zumeist subtiler und unauffälliger zu vertreten. 1. Dezember: Leni Riefenstahls erster Dokumentarfilm Der Sieg des Glaubens, ein Propagandafilm über den fünften Reichsparteitag der NSDAP vom 30. August bis zum 3. September in Nürnberg, dem ersten nach der Machtergreifung, hat seine Uraufführung im Berliner Ufa-Palast am Zoo. Dieser erste Teil von Riefenstahls Parteitags-Trilogie wird nach dem „Röhm-Putsch“ 1934 bald aus dem Verkehr gezogen, da Röhm darin noch an der Seite Hitlers zu sehen ist.

Vereinigte Staaten

mini|King Kong im Kampf gegen einen Tyrannosaurus 2. März: Der Spielfilm King Kong der RKO Pictures von Merian C. Cooper und Ernest B. Schoedsack, mit Fay Wray in der Hauptrolle, hat seine Premiere in New York City. Am Drehbuch des ersten King-Kong-Films hat unter anderem Edgar Wallace mitgearbeitet. Die Spezialeffekte von Willis O’Brien, allen voran der Einsatz des Stop-Motion-Verfahrens, gelten bis heute als wegweisend. Die Filmmusik stammt von Max Steiner und Bernhard Kaun. King Kong ist der erste Tonfilm, in dem auch Dialogszenen mit Musik unterlegt werden, was die dramatische Wirkung erheblich steigert. 31. März: Die umstrittene US-amerikanische Fantasykomödie Gabriel Over the White House (Zwischen heut und morgen) von Gregory La Cava mit Walter Huston in der Hauptrolle hat ihre Uraufführung. Der Film ist historisch bemerkenswert, weil er Stimmungslagen der amerikanischen Gesellschaft widerspiegelt. Als mögliche Werbung für eine totalitäre Führung wird der Film seit seiner Entstehung kontrovers diskutiert. 29. Dezember: In den USA hat der Laurel-und-Hardy-Film Sons of the Desert (Die Wüstensöhne) seine Uraufführung. Er wird einer der zehn erfolgreichsten Streifen des Jahres 1934 in den US-Kinos.

Unternehmensgründungen

6. Juni: In Camden, New Jersey wird das erste Autokino der Welt eröffnet. 26. Juni: Joseph Schenck, der ehemalige Präsident der United Artists, Darryl F. Zanuck, vormaliger Produktionschef von Warner Brothers, William Goetz, Topmanager der Fox Film Corporation und Raymond Griffith gründen die Filmproduktionsfirma 20th Century Pictures. Als stille Teilhaber bleiben Nicholas Schenck und Louis B. Mayer, der Schwiegervater von William Goetz, im Hintergrund.

Das British Film Institute wird gegründet.

Kassenerfolge Die zehn erfolgreichsten Filme an den US-amerikanischen Kinokassen nach Einspielergebnis. PlatzFilmtitelEinspielergebnis in US-Dollar1.Roman Scandals2.443.0002.I’m No Angel2.250.0003.Gold Diggers of 19332.202.0004.She Done Him Wrong2.200.0005.Tugboat Annie1.917.0006.Footlight Parade1.601.0007.Dancing Lady1.490.0008.42nd Street1.438.0009.Dinner at Eight1.398.00010.Little Women1.337.000

Filmpreise Academy Awards

1933 gab es keine Oscarverleihung, da die Oscars für 1933 erstmals im Frühjahr des darauffolgenden Jahres verliehen wurden.

Weitere Filmpreise und Auszeichnungen

National Board of Review: Topaze von Harry d’Abbadie d’Arrast Photoplay Award: Vier Schwestern von George Cukor

Geboren Januar/Februar

6. Januar: Michael Lane, US-amerikanischer Schauspieler († 2015) 11. Januar: Mariko Okada, japanische Schauspielerin 12. Januar: Liliana Cavani, italienische Regisseurin und Drehbuchautorin 16. Januar: Gianfranco Bettetini, italienischer Drehbuchautor und Regisseur († 2017) 16. Januar: Susan Sontag, US-amerikanische Drehbuchautorin und Regisseurin († 2004) 17. Januar: Dalida, französische Sängerin und Schauspielerin († 1987) 18. Januar: John Boorman, britischer Regisseur 21. Januar: David Cameron, britischer Schauspieler († 2012) 21. Januar: Julieta Serrano, spanische Schauspielerin 24. Januar: Nico Fidenco, italienischer Sänger und Filmkomponist († 2022) 27. Januar: Brigitte Antonius, österreichische Schauspielerin 28. Januar: Jack Hill, US-amerikanischer Regisseur

7. Februar: Hugh Brodie, US-amerikanischer Musiker und Schauspieler († 2017) 11. Februar: Xia Meng, chinesische Schauspielerin († 2016)

mini|hochkant=0.65|Costa-Gavras 12. Februar: Costa-Gavras, griechischer Regisseur 13. Februar: Mario Caiano, italienischer Regisseur, Drehbuchautor und Produzent († 2015)

mini|hochkant=0.65|Kim Novak 13. Februar: Kim Novak, US-amerikanische Schauspielerin 21. Februar: Bob Rafelson, US-amerikanischer Regisseur († 2022) 22. Februar: Nicholas Pileggi, US-amerikanischer Drehbuchautor 22. Februar: Kurt Tetzlaff, deutscher Dokumentarfilm-Regisseur († 2022) 25. Februar: Gilberto Galimberti, italienischer Schauspieler und Stuntman († 2017) 28. Februar: Sidney J. Furie, kanadischer Regisseur

März/April

3. März: Alfredo Landa, spanischer Schauspieler († 2013) 3. März: Tomás Milián, kubanischer Schauspieler († 2017) 11. März: Léa Garcia, brasilianische Schauspielerin († 2023) 11. März: Sandra Milo, italienische Schauspielerin († 2024) 12. März: Barbara Feldon, US-amerikanische Schauspielerin 12. März: Anneliese Kaplan, deutsche Schauspielerin († 2020) 12. März: Valentina Thielová, tschechische Schauspielerin († 2022) 14. März: Michael Caine, britischer Schauspieler 15. März: Philippe de Broca, französischer Regisseur († 2004) 19. März: Renée Taylor, US-amerikanische Schauspielerin 21. März: Karlheinz Gaffkus, deutscher Tänzer, Schauspieler und Aufnahmeleiter († 2018) 26. März: Tinto Brass, italienischer Regisseur 28. März: James Bidgood, US-amerikanischer Kostümbildner, Fotograf und Filmemacher († 2022) 28. März: Alexander Mitta, sowjetischer und russischer Filmregisseur, Drehbuchautor und Filmschauspieler († 2025) 30. März: Jean-Claude Brialy, französischer Schauspieler († 2007)

4. April: Ștefan Tapalagă, rumänischer Schauspieler († 1994) 7. April: Wayne Rogers, US-amerikanischer Schauspieler († 2015) 7. April: Johannes Schaaf, deutscher Regisseur und Schauspieler († 2019)

mini|hochkant=0.65|Jean-Paul Belmondo 9. April: Jean-Paul Belmondo, französischer Schauspieler († 2021) 9. April: Gian Maria Volonté, italienischer Schauspieler († 1994) 10. April: Chelo Alonso, kubanische Tänzerin und Schauspielerin († 2019) 13. April: Sergio Donati, italienischer Drehbuchautor und Schriftsteller († 2024) 16. April: Perry Botkin junior, US-amerikanischer Komponist und Songwriter († 2021) 17. April: Ron Miller, US-amerikanischer Filmproduzent († 2019) 18. April: Waldemar Bergendahl, schwedischer Filmschaffender († 2022) 19. April: Jayne Mansfield, US-amerikanische Schauspielerin († 1967) 22. April: Mark Damon, US-amerikanischer Schauspieler und Produzent († 2024) 22. April: Horst Hiemer, deutscher Schauspieler († 2023)

mini|hochkant=0.65|Helmuth Lohner 24. April: Helmuth Lohner, österreichischer Schauspieler († 2015) 25. April: Giovanni Fago, italienischer Regisseur und Drehbuchautor 26. April: Carol Burnett, US-amerikanische Schauspielerin 28. April: Walter Schmidinger, österreichischer Schauspieler († 2013) 29. April: Rod McKuen, US-amerikanischer Komponist († 2015) 30. April: John F. Nolan, US-amerikanischer Schauspieler († 2000)

Mai/Juni

7. Mai: Axel Corti, österreichischer Regisseur († 1993) 10. Mai: Jean Becker, französischer Regisseur und Drehbuchautor 12. Mai: Zofia Kucówna, polnische Schauspielerin und Schriftstellerin († 2024) 14. Mai: László Kovács, ungarischer Kameramann († 2007) 15. Mai: Marianne Hold, deutsche Schauspielerin († 1994) 17. Mai: Jean Vautrin, französischer Regisseur und Drehbuchautor († 2015) 21. Mai: Richard Libertini, US-amerikanischer Schauspieler († 2016) 23. Mai: Joan Collins, britische Schauspielerin 24. Mai: Germano Longo, italienischer Schauspieler († 2022) 25. Mai: Ken Jacobs, US-amerikanischer Filmregisseur, Experimental-Filmemacher und Hochschullehrer († 2025) 28. Mai: John Karlen, US-amerikanischer Schauspieler († 2020) 28. Mai: Zelda Rubinstein, US-amerikanische Schauspielerin († 2010)

1. Juni: Peter Groeger, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher († 2018) 5. Juni: Jimmy T. Murakami, US-amerikanischer Regisseur, Produzent und Drehbuchautor († 2014) 7. Juni: Noémia Delgado, portugiesische Filmregisseurin, Filmeditorin und Drehbuchautorin († 2016) 10. Juni: Ansano Giannarelli, italienischer Dokumentarfilmer († 2011)

mini|hochkant=0.65|Gene Wilder 11. Juni: Gene Wilder, US-amerikanischer Schauspieler († 2016) 20. Juni: Danny Aiello, US-amerikanischer Schauspieler († 2019) 20. Juni: Brett Halsey, US-amerikanischer Schauspieler 22. Juni: Giuseppe Moccia, italienischer Drehbuchautor und Regisseur († 2006)