Die Reichspräsident-Ebert-Kaserne ist eine Kaserne der Bundeswehr in Hamburg-Iserbrook. Sie wurde von 1935Beschreibung von Iserbrook auf www.hamburg.de. Abgerufen am 6. Oktober 2017. bis 1937 erbaut. Ursprünglich hieß sie Iserbrook-Kaserne, seit 1965 ist sie nach Friedrich Ebert benannt, dem ersten Reichspräsidenten der Weimarer Republik.
Geschichte Im Rahmen der Aufrüstung der Wehrmacht wurde ab Mitte der 1930er-Jahre ein ehemaliges Klinikgelände („Landrat Scheiff Krankenhaus“) in Hamburg-Iserbrook für militärische Nutzungen umgebaut, erweitert und zunächst durch Truppenteile der Flugabwehr der Luftwaffe genutzt.Artikel zur Kaserne auf Hamburger Klönsnack vom 4. September 2014. Abgerufen am 10. Oktober 2017.
Während der Besatzung durch die Britische Rheinarmee nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Kaserne als Reading BarracksVgl. Liste der geschlossenen britischen Militärstandorte in Deutschland bezeichnet und durch verschiedene Truppenteile des „Labour Service“ genutzt.Artikel im Michelblick 3/2009, S. 10f; (). Abgerufen am 10. Oktober 2017.
Die Bundeswehr begann 1957 mit der Übernahme des Geländes und schloss diese am 1. April 1958 ab. Während der Nutzung durch die Bundeswehr waren eine Vielzahl verschiedener Truppenteile und Dienststellen hier stationiert. Die bedeutenderen sind die seit 1958Historie der Bundeswehrfachschule Hamburg. Abgerufen am 11. Oktober 2017. dort stationierte Bundeswehrfachschule, das Landeskommando Hamburg sowie die zeitweise dort stationierte Führungsakademie der Bundeswehr. Hauptnutzer über fast vier Jahrzehnte war die Logistikschule der Bundeswehr.
Stationierte Truppenteile und Dienststellen der Bundeswehr Aktuell stationierte Truppenteile und Dienststellen MGFA.de – Standortdatenbank des Militärgeschichtliches Forschungsamt Potsdam. 20px Landeskommando Hamburg, untersteht Operatives Führungskommando der Bundeswehr (OpFüKdoBw) 20px Bundeswehrfachschule 20px 6./Feldjägerregiment 1, untersteht Unterstützungsbereich (UstgBer) 20px Heimatschutzkompanie Hamburg 20px ASt Begutachtung Nord 20px Bundeswehr-Dienstleistungszentrum Hamburg 20px Marineschifffahrtleitung Hamburg 20px Güteprüfstelle der Bundeswehr Hamburg 20px Unterstützungspersonal Standortältester Hamburg 20px Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr Hamburg 20px Jugendoffizier Hansestadt Hamburg
Ehemals stationierte Truppenteile und Dienststellen 20px Führungsakademie der Bundeswehr 20px Logistikschule der Bundeswehr (1960–1999) 20px Fernmeldesektor der Bundeswehr 102 (2001–2009) 20px 4./Feldjägerbataillon 151 (2007–2014) 20px Heimatschutzbataillon 813 (nicht aktiv) (1998–2006) 20px Luftwaffenflugabwehrbataillon 44 (1958–1960) 20px Marineschifffahrtleitstelle Hamburg (1971–2012) 20px Arbeitsgruppe Joint and Combined Operations (1994–2013)
Denkmalschutz Einige Teile der Kasernengebäude stehen seit der Neufassung des Hamburger Denkmalschutzgesetzes im Jahre 2013 unter Schutz. Sehr viele der heutigen Gebäude stammen noch aus der Bauzeit der Kaserne, einige Gebäude im südlichen Teil sind älter und wurden in den 1900er-Jahren ursprünglich als Klinikgebäude errichtet. Insgesamt gilt die Bausubstanz als wenig verändert und zeigt an vielen Stellen noch den für die Errichtungszeit typischen Bauschmuck.
Die in Verbindung mit der Kaserne errichteten Dienstwohnungen am Lachmannweg und an der Osdorfer Landstraße stehen ebenfalls unter Denkmalschutz.
Bildergalerie
Bundeswehr in Hamburg In unmittelbarer Nachbarschaft zur Reichspräsident-Ebert-Kaserne befinden sich zwei weitere Kasernen der Bundeswehr. Die Generalleutnant-Graf-von-Baudissin-Kaserne liegt im benachbarten Stadtteil Hamburg-Osdorf und ist ca. 2,5 km entfernt. Die Clausewitz-Kaserne befindet sich in Hamburg-Nienstedten und ist Luftlinie ca. 1 km entfernt. Der mittlerweile geschlossene Mobilmachungsstützpunkt Sülldorf in Hamburg-Sülldorf befand sich ca. 3 km entfernt.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Kaserne in Hamburg Kategorie:Kulturdenkmal in Hamburg-Iserbrook Kategorie:Friedrich Ebert als Namensgeber Kategorie:Erbaut in den 1930er Jahren Kategorie:Kaserne der Bundeswehr Kategorie:Bauwerk im Bezirk Altona