Ludwig Rudolf Overbeck (* 20. Mai 1926 in Frankenthal; † 16. März 2017 in Singen), Traueranzeigen Südkurier, 20. März 2017 war ein deutscher Gynäkologe, Geburtshelfer und Hochschullehrer.
Leben Ludwig Overbeck besuchte das Realgymnasium in Ludwigshafen am Rhein und wurde noch vor Ablegung der Reifeprüfung im Juli 1944 zur Luftwaffe einberufen. Im Mai 1945 geriet er in amerikanische Kriegsgefangenschaft, aus der er im April 1946 entlassen wurde. Sein Abitur holte er im September 1946 an seiner alten Schule nach. Anschließend studierte er Medizin an den Universitäten Mainz und Heidelberg. In Heidelberg wurde er 1951 zum Dr. med. promoviert.
Nach seiner Zeit als Assistenzarzt und der Facharztausbildung für Frauenheilkunde in Darmstadt und an den Universitätskliniken Hamburg-Eppendorf und Marburg habilitierte er sich 1961 an der Universität Marburg für Geburtshilfe und Gynäkologie. Von 1963 bis 1970 war er Leitender Oberarzt an der Universitätsfrauenklinik in Kiel unter Herbert Huber.Kurt Semm (Hrsg.): Chronik Kieler Universitäts-Frauenklinik und Michaelis-Hebammenschule 1805–1995. Eine medizinhistorische Studie zum 190jährigen Bestehen. Eigenverlag, Kiel 1995, ISBN 3-922500-57-9, S. 62. 1967 wurde er dort zum außerplanmäßigen Professor für Geburtshilfe und Gynäkologie ernannt. Zum 1. August 1970 wechselte er als Chefarzt der Städtischen Frauenklinik nach Singen, mit gleichzeitiger Lehrtätigkeit (Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Freiburg). In Singen führte Overbeck die Tumorchirurgie ein und ließ 1977 im Ostflügel der Klinik neue Operationssäle einbauen. Im Untergeschoss der Frauenklinik entstand eine Bestrahlungseinheit für die Therapie des Gebärmutterhalskrebses.Burkhard Helpap: Highlights und Tatort in Singen am Hohentwiel. 110 Jahre Stadt- und Krankenhausgeschichte. Books on Demand GmbH, Norderstedt 2010, ISBN 978-3-8391-7600-9, S. 75 f.;
Im Jahr 1962 heiratete er die Ärztin Felicitas Küstner. Aus der Ehe gingen zwei Kinder, Peter (* 1963) und Kristina (* 1965), hervor.Wer ist wer?. 21. Ausgabe (1981). S. 865.
Am 1. August 1990 trat Overbeck in den Ruhestand.
Veröffentlichungen (Auswahl) Beitrag zur Pathologie und Klinik des Uteruswandsarkoms unter besonderer Berücksichtigung der reinen Peritonealmetastasierung beim myogenen Sarkom im Myom (Dissertation Heidelberg 1951) Die funktionelle Rückbildung der Uterusschleimhaut bei ektopischer Schwangerschaft (Stuttgart 1962)
Weblinks
Kieler Gelehrtenverzeichnis Aufsätze bei PubMed
Einzelnachweise
Kategorie:Gynäkologe, Geburtshelfer Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert) Kategorie:Mediziner (21. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel) Kategorie:Deutscher Kriegsgefangener der Vereinigten Staaten Kategorie:Person (Singen (Hohentwiel)) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1926 Kategorie:Gestorben 2017 Kategorie:Mann Kategorie:Absolvent der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg