Die Playoffs um den Stanley Cup des Jahres 2001 begannen am 11. April 2001 und endeten am 9. Juni 2001 mit dem 4:3-Erfolg der Colorado Avalanche über die New Jersey Devils. Für die Avalanche, die in Joe Sakic den Topscorer der Playoffs stellte, war es bei der zweiten Final-Teilnahme nach 1996 auch der zweite Titelgewinn. Ferner stellte Colorado mit ihrem Torhüter Patrick Roy den Most Valuable Player dieser post-season, wodurch Roy zum ersten Spieler der Ligahistorie wurde, der dreimal mit der Conn Smythe Trophy ausgezeichnet wurde. Die New Jersey Devils indes waren bei ihrer dritten Final-Teilnahme der Franchise-Geschichte nach 1995 und dem Vorjahr 2000 erstmals unterlegen.

Darüber hinaus markierten die Playoffs des Jahres 2001 das erste Mal seit 1989 sowie das vorerst (Stand: Playoffs 2025) letzte Mal, dass sich im Finale die beiden an Position eins gesetzten Mannschaften gegenüberstanden.

Modus Nachdem sich aus jeder Conference die drei Divisionssieger sowie die fünf weiteren punktbesten Teams der Conference qualifiziert haben, starten die im K.-o.-System ausgetragenen Playoffs. Dabei trifft der punktbeste Divisionssieger auf das achte und somit punktschlechteste qualifizierte Team, die Nummer 2 dieser Rangliste auf die Nummer 7 usw. Durch diesen Modus ist es möglich, dass eines oder mehrere qualifizierte Teams mehr Punkte als einer der Divisionssieger erzielt haben. Das gleiche Prinzip wird zur Bestimmung der Begegnungen der zweiten Playoff-Runde genutzt.

Jede Conference spielt in der Folge im Conference-Viertelfinale, Conference-Halbfinale und im Conference-Finale ihren Sieger aus, der dann im Finale um den Stanley Cup antritt. Alle Serien jeder Runde werden im Best-of-Seven-Modus ausgespielt, das heißt, dass ein Team vier Siege zum Erreichen der nächsten Runde benötigt. Das höher gesetzte Team hat dabei in den ersten beiden Spielen Heimrecht, die nächsten beiden das gegnerische Team. Sollte bis dahin kein Sieger aus der Runde hervorgegangen sein, wechselt das Heimrecht von Spiel zu Spiel. So hat die höher gesetzte Mannschaft in den Spielen 1, 2, 5 und 7, also vier der maximal sieben Spiele, einen Heimvorteil. Der Sieger der Eastern Conference wird mit der Prince of Wales Trophy ausgezeichnet und der Sieger der Western Conference mit der Clarence S. Campbell Bowl.

Bei Spielen, die nach der regulären Spielzeit von 60 Minuten unentschieden bleiben, folgt die Overtime, die im Gegensatz zur regulären Saison mit fünf Feldspielern gespielt wird. Sie endet durch das erste erzielte Tor (Sudden Death).

Qualifizierte Teams Eastern Conference Atlantic Division (1) (4) (6)

Northeast Division (2) (5) (7)

Southeast Division (3) (8) Western Conference Central Division (2) (4)

Northwest Division (1) (6) (8)

Pacific Division (3) (5) (7)

Playoff-Baum

Conference-Viertelfinale Eastern Conference (1) New Jersey Devils – (8) Carolina Hurricanes

(2) Ottawa Senators – (7) Toronto Maple Leafs

(3) Washington Capitals – (6) Pittsburgh Penguins

(4) Philadelphia Flyers – (5) Buffalo Sabres

Western Conference (1) Colorado Avalanche – (8) Vancouver Canucks

(2) Detroit Red Wings – (7) Los Angeles Kings

(3) Dallas Stars – (6) Edmonton Oilers

(4) St. Louis Blues – (5) San Jose Sharks

Conference-Halbfinale Eastern Conference (1) New Jersey Devils – (7) Toronto Maple Leafs

(5) Buffalo Sabres – (6) Pittsburgh Penguins

Western Conference (1) Colorado Avalanche – (7) Los Angeles Kings

(3) Dallas Stars – (4) St. Louis Blues

Conference-Finale Eastern Conference (1) New Jersey Devils – (6) Pittsburgh Penguins

Western Conference (1) Colorado Avalanche – (4) St. Louis Blues

Stanley-Cup-Finale (W1) Colorado Avalanche – (E1) New Jersey Devils

Stanley-Cup-Sieger mini|Gravur des Siegerteams auf dem Stanley Cup Der Stanley-Cup-Sieger Colorado Avalanche ließ traditionell insgesamt 48 Personen, davon 24 Spieler sowie einige Funktionäre, darunter der Trainerstab und das Management, auf den Sockel der Trophäe eingravieren. Darunter Assistenztrainer Bryan Trottier, der als Spieler mit den New York Islanders und Pittsburgh Penguins sechs Mal den Stanley Cup gewann und Hall of Famer Michel Goulet, dem dieser Erfolg als Spieler verwehrt blieb. Auch Orval Tessier als Scout wurde berücksichtigt. Für die Spieler gilt dabei, dass sie entweder 41 Partien für die Mannschaft in der regulären Saison bestritten haben sollten oder eine Partie in der Finalserie. Dabei gibt es aber auch immer wieder Ausnahmeregelungen. Von einer solchen profitierte Bryan Muir, der mit nur acht Spielen in der regulären Saison und drei Playoff-Partien auf dem Cup verewigt wurde.

Die 24 Spieler Colorados setzen sich aus zwei Torhütern, neun Verteidigern und 13 Angreifern zusammen. Im Kader standen fünf Europäer. David Aebischer war der erste Schweizer, der den Stanley Cup gewann. Ray Bourque war bereits in seiner 22. und letzten NHL-Saison, als er seinen ersten Stanley Cup gewann.

Stanley-Cup-Sieger75px|Logo der Colorado AvalancheColorado Avalanche Torhüter: David Aebischer, Patrick Roy

Verteidiger: Rob Blake, Ray Bourque, Adam Foote, Jon Klemm, Éric Messier, Bryan Muir, Nolan Pratt, Martin Škoula, Greg de Vries

Angreifer: Chris Dingman, Chris Drury, Peter Forsberg, Milan Hejduk, Dan Hinote, Ville Nieminen, Scott Parker, Shjon Podein, Dave Reid, Steven Reinprecht, Joe Sakic (C), Alex Tanguay, Stéphane Yelle Cheftrainer: Bob Hartley  General Manager: Pierre Lacroix

Beste Scorer Abkürzungen: GP = Spiele, G = Tore, A = Assists, Pts = Punkte, +/− = Plus/Minus, PIM = Strafminuten; Fett: Bestwert Spieler Team GP G A Pts +/− PIM Joe Sakic Colorado 21 13 13 26 +6 6 Patrik Eliáš New Jersey 25 9 14 23 +11 10 Milan Hejduk Colorado 23 7 16 23 +8 6 Petr Sýkora New Jersey 25 10 12 22 +15 12 Alex Tanguay Colorado 23 6 15 21 +13 8 Rob Blake Colorado 23 6 13 19 +6 16 Brian Rafalski New Jersey 25 7 11 18 +10 7 Mario Lemieux Pittsburgh 18 6 11 17 +4 4 Chris Drury Colorado 23 11 5 16 +5 4 Bobby Holík Toronto 25 6 10 16 +1 37

Beste Torhüter Die kombinierte Tabelle zeigt die jeweils drei besten Torhüter in den Kategorien Gegentorschnitt und Fangquote sowie die jeweils Führenden in den Kategorien Shutouts und Siege.

Abkürzungen: GP = Spiele, Min = Eiszeit (in Minuten), W = Siege, L = Niederlagen, GA = Gegentore, SO = Shutouts, Sv% = gehaltene Schüsse (in %), GAA = Gegentorschnitt; Fett: Bestwert; Sortiert nach Gegentorschnitt.Erfasst werden nur Torhüter mit 180 absolvierten Spielminuten. Spieler Team GP Min W L GA SO Sv% GAA Patrick Roy Colorado 23 1450:56 16 7 41 4 93,4 1,70 Roman Turek St. Louis 14 908:26 9 5 31 0 91,9 2,05 Martin Brodeur New Jersey 25 1504:43 15 10 52 4 89,7 2,07 Curtis Joseph Toronto 11 684:56 7 4 24 3 92,7 2,10 Tommy Salo Edmonton 6 405:33 2 4 15 0 92,0 2,22

Weblinks

Stanley-Cup-Playoffs 2001 auf hockey-reference.com

#2001 Kategorie:Eishockeyveranstaltung 2001