Übel Blatt () ist eine japanische Mangareihe des Mangaka Etorōji Shiono. Übel Blatt erschien von Dezember 2004 bis September 2009 im Magazin Young Gangan, pausierte von 2009 bis 2011 und wurde von August 2011 bis März 2019 im Magazin Monthly Big Gangan bis zum Ende der Serie fortgesetzt. Die Reihe wurde 2008 mit dem Japan Expo Award für die beste Seinen-Serie ausgezeichnet und 2025 als Anime adaptiert. In Japan werden die Bände vom Verlag Square Enix vertrieben. Der Manga lässt sich den Genres Dark Fantasy, Action und Splatter zuordnen. In Deutschland wird die Serie für Leser ab 16 Jahren empfohlen.
Blatt hat in diesem Fall die Bedeutung „Klinge“ (siehe auch Blatt), vgl. auch English blade.
Handlung
Prolog Im Jahr 3968 nach der göttlichen Schenkung wurde das Kaiserreich Saalandien von den dunklen Armeen der Wischtech bedroht. Der Kaiser schickte vierzehn tapfere Helden aus, um den Feind zu besiegen. Jedoch starben auf dem Weg drei der Helden. Sie wurden zu denen, die nicht heimkehrten. Vier von ihnen liefen zum Feind über und wurden zu den betrügerischen Lanzen. Die restlichen Sieben wurden als die Sieben Helden bekannt.
Haupthandlung Im Jahr 3992 nach der göttlichen Schenkung herrscht in den Grenzgebieten Unruhe, weil die Schwarze-Schwingen-Schwert-Armee plündernd umherzieht. Der junge Halbmensch Keinzell zieht durch die Grenzländer, um ins Kaiserreich zu gelangen. Er stellt sich den vier betrügerischen Lanzen – Kfer, Güsstave, Krentel und dem Anführer der Schwarze-Schwingen-Schwert-Armee, Ascheriit – entgegen. Er entlarvt diesen als Betrüger, da er einst selbst unter dem Namen Ascheriit bekannt war und sich an den Sieben Helden, welche ihn in der Vergangenheit beinahe töteten, rächen will.
Nachdem Keinzell die Grenzgebiete verlassen hatte, war sein erstes Ziel die Stadt Rielde Velem, die auf einer unterirdischen Festung erbaut wurde. Sie wurde im Krieg abwechselnd vom Kaiserreich und den Wischtech erobert. Sein erster Versuch, die Tausend-Steinlanzen (ein gigantischer Wall aus lanzenähnlichen Felsen) zu überwinden, indem er sich zwischen Waren versteckt, scheitert, als die junge Piepsi entdeckt wird. Er versucht, ihr zu helfen, indem er behauptet, ihr Stiefbruder zu sein. Wid besticht schließlich die Kampfmönche, um beide zu retten. Er stellt Keinzell zur Rede und wird Zeuge von Keinzells Schwertfähigkeiten, als dieser die dreizehn Kampfmönche, welche sie verfolgten, tötet, ohne dabei auch nur einmal getroffen zu werden. Wid nimmt Keinzell und Piepsi mit zu Althea, wo er sie bittet, kein weiteres Geld für seine zusätzlichen Gefährten zu verlangen. Althea willigt ein, wenn Keinzell die Nacht mit ihr verbringt. Kurz darauf führt der feige Rashev eine Razzia in Altheas Bar durch. Keinzell besiegt die Truppen mit Leichtigkeit, und Rashev flieht. Althea führt Wid, Piepsi und Keinzell in einen alten Tunnel, der sie zu den Flugdrachenschiffen führt, welche nicht mehr verwendet werden. Im Tunnel leben affenähnliche Mutanten, die durch die Experimente der Wischtech entstanden sind. Ein besonders großes Exemplar schlägt ein Loch in den Tunnel und knockt Keinzell aus. Wid stellt sich dem Monster, wird aber ebenfalls besiegt. Kurz bevor das Monster Althea und Piepsi frisst, wird es von Keinzell besiegt, da durch das Loch Mondlicht hereinkommt, welches ihn regeneriert. Rashev greift nach dem Tod des Monsters gemeinsam mit dem Söldner Rangsatz an, welcher ein magisches Schwert besitzt, an das eine Elfe gebunden ist. Mit diesem Schwert ist er in der Lage, Schockwellen zu erzeugen, die alles vernichten. Da Rangsatz mehr verlangt, können Piepsi, Wid und Althea entkommen, während Keinzell durch einen Angriff in ein Loch geschleudert wird. Keinzell landet in den Katakomben, wo er sich Rashev und der Elite-Garde der Kampfmönche stellt. Er nutzt sein Wissen um die alte Festung, um die Elite mit einer der alten Fallen zu töten. Er dringt in das Heiligtum des Klosters der Stadt ein, wo er auf den Hohepriester und den Erbauer der Tausend-Steinlanzen, Elgnach, trifft. Keinzell führt ein kurzes Gespräch mit dem versteinerten Elgnach, da dieser einer der drei Lanzen war, die nicht heimkehrten. Er zerstört das Zentrum des magischen Zirkels, und die Tausend-Steinlanzen stürzen in sich zusammen. Althea, Wid und Piepsi können ein kleines Flugdrachenschiff kapern und folgen Keinzell, welcher auf einem Drachen in Richtung Feldlager der Sieben Helden weiterreist, da sich zu diesem Zeitpunkt alle sieben Helden an einem Ort versammelt haben.
Im Feldlager wird er von Mitgliedern des Ordens der Sieben Lanzen davon abgehalten, Glenn zu töten. Dieser vergibt Keinzell vor den Augen des Volkes, wodurch Keinzell in ein psychisches Loch fällt und depressiv wird, da er erkennt, welchen Rückhalt das Volk den Sieben Helden gibt. Er wird von einer schwarz gekleideten Gestalt auf einem Schwingenwolf angegriffen und entführt; Wid rettet ihn, indem er den Entführer und dessen Reittier mit dem Flugdrachenschiff rammt, was einen Absturz beider Parteien zur Folge hat. Der Entführer will den bewusstlosen Keinzell töten, wird aber von Piepsi aufgehalten. Als der Entführer nun auch Piepsi töten will, um an Keinzell zu gelangen, erhebt sich Keinzell, verteidigt Piepsi und zerstört die Maske des Entführers. Wid erkennt den Entführer als Ato, da er Mitglied der Leibgarde der Königlichen Familie von Kscharlund ist und im Kaiserreich nach der entführten Prinzessin Sharlen sucht.
In der Poststation Ahadod Shado kommen alle in Zelten unter, und Wid erklärt, dass er Keinzells Kraft brauche, da dieser der Held der Grenzländer sei. Ato erwidert, dass sie Keinzell im Namen ihres Bruders Klato töten will, der von Keinzell getötet wurde, nachdem Keinzell Güsstave getötet hatte. Keinzell erwacht aus seiner Ohnmacht und sagt zu Ato, dass sie ihn ruhig töten könne. Sie wird von Wid aufgehalten, da er argumentiert, dass sie mit ihren Fähigkeiten niemals in der Lage wäre, ihn zu töten. Währenddessen trifft Piepsi auf den jungen Zephy und dessen Eltern, die, wie sie, Halbmenschen vom Stamm der Miruel-Mirael sind. Althea stößt zu ihnen, und Zephys Familie bietet beiden an, sie zu begleiten, wenn sie zu dem Land aufbrechen, das ihnen versprochen wurde, um ein Dorf zu gründen. Sie willigen ein und teilen dies der Gruppe mit. Drei Tage später sucht Ato erfolglos nach dem Flugdrachenschiff, auf dem sich Sharlen befinden soll. Zephy findet mehrere Soldaten, die Halbmenschfrauen gefangen halten. Diese Soldaten wollen Zephy daraufhin töten. In der Zwischenzeit verlässt Keinzell seit langem mal wieder das Zelt, und Piepsi bringt ihm Suppe und teilt ihm mit, dass sie am Morgen aufbrechen werde. Zu ihnen stößt Zenturio Genranpen, den Piepsi fröhlich begrüßt, da dieser sie und die anderen zu ihrem neuen Dorf eskortieren soll. Wid stößt hinzu und erkennt Genranpen als Entführer von Prinzessin Sharlen und stellt ihn zur Rede. Dieser streitet alles ab und bezeichnet sich selbst als Kriegsfee, die die Gottheit beschützt. Zephy erreicht die Gruppe und führt die gefangenen Soldaten mit. Er erzählt Genranpen, was er gesehen hat, woraufhin dieser von den Soldaten eine Erklärung verlangt. Diese zeigen ihm einen Dolch, der sie als Mitglieder der landgräflichen Armee ausweist und sogar länger ist als der Dolch von Genranpen, wodurch sie eine höhere Stellung haben. Sie fordern Zephy auf und sagen, dass egal, was sie tun, Schtemwölch sich als Schild vor sie stellen werde. Genranpen gerät in einen Konflikt, und die Soldaten beginnen, Schtemwölch zu preisen. Daraufhin rastet Keinzell aus und tötet den ersten von ihnen. Er findet es leicht und tötet auch die anderen Soldaten – außer den Besitzer des Dolches. Kommandant Fargo kommt hinzu, tötet den letzten Soldaten und erklärt, dass ihm dieser Dolch gestohlen worden sei. Wid stellt ihn zur Rede, und Fargo verrät ihm und Ato, dass sie Sharlen in seiner Residenz am Stadtrand antreffen können. Zephy führt Genranpen zu den gefangenen Frauen, und die Gruppe freut sich, dass Keinzell endlich wieder der Alte ist.
Keinzell verbringt die Nacht mit Althea, während Wid und Ato zur Residenz Fargos gehen. Dort müssen sie feststellen, dass Fargo sie hereingelegt hat und dass sie gegen die Soldaten kämpfen müssen, welche zuvor von Keinzell getötet worden waren und durch einen Parasiten wieder auferstanden sind. Fargo selbst geht maskiert zum Zelt, um Zephys Familie auszurotten, da dieser seinen Plan vereitelt hatte, als er die Frauen sah. Piepsi befindet sich neben dem Zelt, als Fargo beim Sturz aus dem Zelt Zephys Eltern tötet, während Zephy schläft. Zephys Vater schafft es, Fargo die Maske herunterzureißen, und Piepsi ist absolut entsetzt. Als Piepsi ihn fragt, was mit den Versprechen gewesen sei, sagt er ihr, dass das alles gelogen gewesen sei und es kein Dorf gebe. Piepsi greift ihn an und wird in den Bauch getreten. Fargo nutzt einen in seinem Körper lebenden Parasiten, um Zephys tote Eltern in ein Monster zu verwandeln, das darauf abzielt, den schlafenden Zephy zu töten. Piepsi versucht, Zephy zu beschützen; dieser wacht auf und wird vom Monster niedergeschlagen. Als das Monster dann Piepsi töten will, wird es von Keinzell abgewehrt. Dieser hört dank seiner „Elfenohren“ den verzweifelten Schrei von Piepsis Seele. Piepsi berichtet ihm, was passiert ist, und Keinzell bittet Zephys Eltern um Verzeihung, bevor er das Monster mit seinen schwarzen Schwertern angreift und tötet. Anschließend wendet er sich Fargo zu, der sich auf Schtemwölch bezieht; Keinzell trennt ihm daraufhin den rechten Arm mit den schwarzen Schwertern ab. Keinzell dankt Fargo, da er sich durch ihn wieder an das erinnert, was die Sieben Helden getan hatten – an all den Schmerz, die Trauer und die Verzweiflung, als sie ihn in Stücke hackten. Durch die Sieben haben Maden wie Fargo ein gutes Leben, während Leute wie Piepsi leiden müssen. Wid und Ato erkennen, dass alles aus der Luft gegriffen ist, da sie mit dem Schwingenwolf fliehen konnten. Wid erblickt zum ersten Mal das schwarze Schwert. Bevor Keinzell Fargo töten kann, wachen die Lagerbewohner wegen des Lärms auf und halten Keinzell für das Monster und den Schurken, da sie das Schwarze Schwert sehen und Fargo für ein Opfer halten. Wid und Ato lesen Keinzell auf und fliehen.
Während einer Pause möchte Wid die Zusammenhänge wissen, die Keinzell bei seinem Gespräch mit Fargo erwähnte. Keinzell gibt ihm und Ato zu verstehen, dass er es ihnen später erzählen werde, da sein Ziel zuerst Schtemwölch sei. Inzwischen erreicht Rosen mit seinen Begleitern die Burg von Schtemwölch, um ihn vor Keinzell zu warnen – der irgendwann sicher auch Schtemwölch ins Visier nehmen wird. Schtemwölch sagt Rosen jedoch, dass er keinerlei Angst habe, da ihn das Volk schon früher beschützt habe. Als der schwerverletzte Fargo eintrifft und Schtemwölch alles berichtet, lässt dieser sofort alle Truppen mobilisieren.