mini|Alfred Aschauer in 2007 Alfred Aschauer (* 15. September 1931 in Bischofswiesen; † 15. Mai 2013 in München) war ein deutscher Bildhauer sowie von 1964 bis 1973 wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für plastisches Gestalten an der Technischen Universität München.Felicitas Brandt: Biographie Alfred Aschauer. In: Felix Brandt (Hrsg.): Alfred Aschauer – Skulpturen · Zeichnungen. Books on Demand, Norderstedt 2014, ISBN 978-3-7357-4261-2, S. 4 f.

Leben und Wirken Geboren in Bischofswiesen als Sohn des „berühmten Bergführers“ Josef Aschauer, ist Alfred Aschauer in seiner Heimatregion „fast unbekannt“.Der Bildhauer Alfred Aschauer, online unter heimatkundeverein-berchtesgaden.de

Bei Kriegsende erst 14 Jahre alt, kannte Aschauer zu diesem Zeitpunkt noch keine bis dahin als „entartet“ geltende, abstrakte Kunst. Erst nachdem er 1950 sein Abitur abgelegt hatte und ab 1952 an der Akademie der Bildenden Künste München bei Anton Hiller zu studieren begonnen hatte, lernte er abstrakte Kunst kennen und machte sie zu seinem künstlerischen Schwerpunkt. Ab 1953 setzte er sein Studium an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg bei Hans Wimmer fort. 1958 ergänzte er sein Studium um eine Ausbildung in der Technik des Bronzegusses im Wachsausschmelzverfahren in der Münchner Erzgießerei Hans Mayr. 1959 schloss er in der Nürnberger Akademie sein Studium mit der Ernennung zum Meisterschüler ab.

1960 kehrte er nach Berchtesgaden zurück, um dort eine eigene Metall-Gießerei im elterlichen Anwesen einzurichten und bis 1964 zu betreiben. Anschließend war er von 1964 bis 1973 als wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Plastisches Gestalten von Fritz Koenig an der Technischen Universität München tätig,Der Bildhauer Alfred Aschauer, online unter heimatkundeverein-berchtesgaden.de nahm in der Zeit aber auch schon an mehreren Gruppenausstellungen teil, präsentierte Werke von sich in Einzelausstellungen in Paris und Holland und hatte zwei Großskulpturen aus Stahl geschaffen. Die eine wurde vor der Philosophischen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg in Erlangen, die andere in Neuperlach aufgestellt.

Ab 1973 lebte und arbeitete er bis zu seinem Tod ausschließlich als freischaffender Bildhauer in München.

Ausstellungen Einzelausstellungen 1970: Ausstellung in der Galerie 3+2 D’Halluin & Cie, Paris, zusammen mit Hans Bellmer 1972: Galerie Nouvelles Images in den Haag, Holland 1974: Galerie Levy, Hamburg, zusammen mit Peter Paul 1975: „Plastik – Unikate“ in der GALLERIA NOVA, Regensburg 1988: „Bronzen“ in der Galerie Mader, München 1988: Galerie Brockstedt, Hamburg, zusammen mit Johannes Grützke 1993: „Bronzen“ in der Galerie M. Greiner, Starnberg 1995: „Bronzegüsse und Handzeichnungen“ im Bildungszentrum des Bezirkes Oberbayern, Kloster Seeon in Seeon

Gruppenausstellungen 1963: „Junge Stadt sieht junge Kunst“ in Wolfsburg 1964: Herbstausstellung der Neuen Darmstädter Sezession 1966: „Hommage à Franz Roh“ im Kunstverein München 1966: „Plastik unserer Zeit“ in der Orangerie Erlangen 1966: „Skulpturen und Bildhauergraphik“, Galerie Lyon, Frankfurt am Main 1967: „Extra“ im Städtischen Museum Wiesbaden 1968: „8 German Sculptors“, a contribution from the German Art Council to the First Triennale India, New Delhi 1968: „Kunst und Kunststoff“, Städtisches Museum Wiesbaden 1968: „The First International Exhibition of Erotic Art“, Lund Kunsthall Sweden 1969: „Sculpture and Sculptural Form“, Staempfli Gallery, New York 1969: „plastieken in het lansshop“, Keukenhof bei Lisse, Holland 1974: Galerie E+T Sulzbeck, Erlangen-Tennenlohe 1975: Präsentation auf der Kunstmesse Art/75 in Basel durch die Galerie Brockstedt, Hamburg 1977: Präsentation auf den Kunstmessen in Köln und Hannover durch die Galerie Brockstedt, Hamburg 1987: „Bilder, Skulpturen, Graphiken, Objekte“ in der Galerie Mader, München 1990: „Aktzeichnungen“ in der Galerie Mader, München 1992: „Das Ewigweibliche zieht uns hinan“ in der Galerie Meautis, München 1999: „Secundo millenario exeunte“ in der Galerie Meautis, München

Werke im öffentlichen Raum 1968: „Stahlplastik“ vor der Philosophischen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg 1970: Edelstahl-Skulptur in Neuperlach 1978: Edelstahlskulptur „Liegend“ in Schwabach 1978–1980: Künstlerische Neugestaltung des Hohenzollernplatzes, München; Granit-Brunnen auf dem Hohenzollernplatz, München 1979: Edelstahl-Brunnen „Wasserpyramide“ in Perlach (wurde 2016 entfernt) 1982: Granitsockel mit Schnecke, im Ortsteil Deisenhofen von Oberhaching 1984: Brunnen in Feldkirchen: Granitsäule mit Kapitell und Schneckenkugel 1988: Künstlerische Neugestaltung des Bahnhofplatzes in Dachau 1995: Bronzeskulptur „Baum“ im Kloster Seeon, Seeon 1998: Granit-Brunnen in Lengdorf

Auszeichnungen 1963: Kunstpreis der Stadt Wolfsburg für Plastik und Ankauf der Bronze-Skulptur „Spaltung“ im Rahmen der Ausstellung „Junge Stadt sieht junge Kunst“

Trivia Eine laut dem Berchtesgadener Heimatkundeverein verbürgte Geschichte:

Literatur Felix Brandt (Hrsg.): Alfred Aschauer – Skulpturen · Zeichnungen. Books on Demand, Norderstedt 2014, ISBN 978-3-7357-4261-2.

Film Film von Anka Kirchner über Alfred Aschauer und seine Arbeiten in der Sendereihe „Unter unserem Himmel“ im Bayerischen Fernsehen, 1995.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Bildhauer (München) Kategorie:Künstler (Landkreis Berchtesgadener Land) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1931 Kategorie:Gestorben 2013 Kategorie:Mann