Wald im Pinzgau ist eine österreichische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Bezirk Zell am See (Pinzgau) im Land Salzburg. Die Gemeinde gehört zum Nationalpark Hohe Tauern.

Hauptort der Gemeinde

Hauptort der Gemeinde ist das Dorf Wald im Pinzgau, mit etwa 370 Einwohnern. Er liegt am Südfuß des Gernkogels der Kitzbüheler Alpen, oberhalb des nördlichen Salzachufers.

Zur Ortschaft Wald gehören auch die Einöden Kreidl, Großwiesen, Kleinwiesen und Schößer – letztere drei am Südufer der Salzach – und die Waldgebiete des Tal-Nordhangs um Weißer Palfen und der Wieserwald, gegen den Rabenkopf als Südgrenze, der mit auch der höchste Punkt des Ortsgebiets ist. Zur Katastralgemeinde Wald gehören außerdem auch die benachbarten Ortschaften Lahn und Vorderwaldberg.

In Wald zweigt die „Alte Gerlosstraße“ (heutige B 165) von der Hauptstraße ab, die von Mittersill und Krimml über die neuere Gerlos Alpenstraße und den Gerlospass in das Tiroler Zillertal führt. Der Ort hat mit der Haltestelle „Wald im Pinzgau“ der Pinzgauer Lokalbahn einen Bahnanschluss, der Postbus der Linie 670 Zell am See – Krimml hält in „Wald/Pzg Ortsmitte“.

Nachbarortschaften:

Geografie Das Ortszentrum von Wald im Pinzgau liegt auf einer Seehöhe von 885 Metern. Nachdem heute allgemein der Salzachgeier (und nicht das Krimmler Kees) als Ursprung der Salzach betrachtet wird, bildet die Gemeinde den Talschluss der Salzach, von oberhalb der Einmündung des Obersulzbachtals bis an die Salzachquelle am Salzachgeier. Mit der Pinzgauer Höhe am Gerlospass grenzt Wald im Westen an die Gemeinde Gerlos im Bezirk Schwaz, sowie im Norden in den Kitzbüheler Alpen gegen die Täler Langer Grund und Kutzergrund an die Gemeinde Hopfgarten und gegen Windau an die Gemeinde Westendorf im Bezirk Kitzbühel. Die Kitzbüheler Alpen gehören zu den Schieferalpen (Grasberge) und sind meist flachgratige Kuppen, die in Wald aber ausgeprägte Gipfelformen zeigen. Im Osten bildet der Trattenbach die markanteste Grenze zur Gemeinde Neukirchen am Großvenediger. Gegen Süden liegen die mächtigen Hohen Tauern.

Bei Wald mündet auch die Krimmler Ache in die Salzach. Lange Zeit verortete man allerdings den Ursprung der Salzach nicht am Salzachgeier, sondern am Krimmler Kees, wodurch die Krimmler Ache als oberster Flusslauf der Salzach begriffen wurde. Erst der Salzburger Pädagoge und Aufklärer Franz Michael Viertaler bestimmte 1796 den Ursprung in der Nordwestecke des Oberpinzgaus und somit in Wald im Pinzgau.Karl Forstner: Neuinterpretation alter Flussnamen in Salzburg. In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde. 144. Vereinsjahr, 2004, S. 19 ().

Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst folgende sechs Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ): Hinterwaldberg () Königsleiten () Lahn () Vorderkrimml () Vorderwaldberg () Wald ()

Die beiden Katastralgemeinden sind Hinterwaldberg mit 4.234,87 ha und Wald mit 2.688,97 ha, so dass das Gemeindegebiet  km² umfasst.

Die Gemeindegrenzen von Wald werden (von Norden im Uhrzeigersinn) beschrieben:

Der Salzachgeier, der markante Berg des Salzachursprungs, ist damit der höchste Punkt des Gemeindegebiets, die Scheffaubrücke über die Salzach bei der Haltestelle Wald, die über den Ortsteil Großwiesen die alte Verbindung nach Scheffau im Ortsteil Sulzau (Gemeinde Neukirchen) darstellt, am Ausgang des Sulzbachtals, darstellt, der tiefste.

Als Teil des Staatsbürgerschafts- und Standesamtsverbands Neukirchen am Großvenediger befinden sich die für Wald im Pinzgau zuständige Staatsbürgerschaftsevidenz sowie das Standesamt in Neukirchen am Großvenediger., abgerufen am 25. November 2013.

Wald im Pinzgau war bis 2002 Teil des Gerichtsbezirks Mittersill und gehört seit 2003 zum Gerichtsbezirk Zell am See.

Gemeinsam mit acht anderen Oberpinzgauer Gemeinden bildet Wald im Pinzgau den Regionalverband Oberpinzgau.Website des Regionalverbands Oberpinzgau, abgerufen am 25. November 2013.

Die Gemeinde ist, gemeinsam mit den anderen Oberpinzgauer Gemeinden zwischen Krimml und Hollersbach, Teil des Reinhalteverbandes Oberpinzgau West, welcher die Infrastruktur betreffend Kanalisation und ordnungsgemäßer Entsorgung der Abwässer aus der Region verantwortet., abgerufen am 11. Dezember 2013.

Nachbargemeinden

Geschichte mini|hochkant=1.4|„Wald“. Franzisco-Josephinische Landesaufnahme, Blatt 30–47 Bruneck, um 1900 1160 wurde Wald erstmals erwähnt. Der namensgebende Wald nimmt etwa ein Drittel der Gemeindefläche ein und erstreckt sich auch in die Nordhänge der Venedigergruppe, die hier steil ins Salzachtal abfallen.

Bis zum Bau der Gerlos Alpenstraße in Krimml war die von Mittersill über Wald auf die Pinzgauer Höhe führende Gerlos Straße die zentrale Verbindungsstraße vom Oberpinzgau ins Tiroler Zillertal.

Bevölkerungsentwicklung

Politik mini|Gemeindeamt Gemeinderat

Die Gemeindevertretung hat insgesamt 13 Mitglieder.

Mit den Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahlen in Salzburg 2004 hatte die Gemeindevertretung folgende Verteilung: 8 ÖVP, und 5 SPÖ. Mit den Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahlen in Salzburg 2009 hatte die Gemeindevertretung folgende Verteilung: 7 ÖVP, und 6 SPÖ. Mit den Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahlen in Salzburg 2014 hatte die Gemeindevertretung folgende Verteilung: 9 ÖVP, 2 SPÖ, und 2 FPÖ. Mit den Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahlen in Salzburg 2019 hatte die Gemeindevertretung folgende Verteilung: 9 ÖVP, 3 SPÖ, und 1 FPÖ. Mit den Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahlen in Salzburg 2024 hat die Gemeindevertretung folgende Verteilung: 8 ÖVP, 3 FPÖ und 2 SPÖ.

Bürgermeister

1966–1993 Johann Eberharter (ÖVP) 1994–2013 Balthasar Rainer (ÖVP) seit 2013 Michael Obermoser (ÖVP)

Wappen 60px|links Das Wappen der Gemeinde ist beschrieben: „In silbernem Schild drei grüne Fichten auf grünem Hügel, der in der Mitte mit drei goldenen Kugeln belegt ist.“

Die Fichten deuten auf den Ortsnamen hin (redend). Die drei goldenen Kugeln sind das Attribut des Kirchenpatrons St. Nikolaus von Myra.

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Planetarium Königsleiten

Katholische Pfarrkirche Wald im Pinzgau hl. Nikolaus Sixtuskapelle am Sonnberg in Vorderwaldberg Augentrostkapelle (unterhalb der Sixtuskapelle) Mineralienmuseum Fluorit-Schaustollen (Vorderkrimmler Flussspat) und Kalkofen am Schloßberg, Ortschaft Vorderkrimml Zeiss-Planetarium im Almdorf Königsleiten (dauerhaft geschlossen) Planetenwanderweg (Lehrpfad) ebenda

Wirtschaft und Infrastruktur Tourismus Wald im Pinzgau ist Mitglied der Zillertal-Arena. Mit 1600 Meter Seehöhe ist es darin das höchstgelegene Feriendorf und hat Anteil am Nationalpark Hohe Tauern. Die Anzahl der Übernachtungen stieg von 381.000 im Jahr 2011 auf 457.000 im Jahr 2019 und ging im COVID-Jahr 2020 auf 360.000 zurück. Die Region hat zwei Saisonen, wobei die Wintersaison stärker ausgeprägt ist.

Verkehr Die wichtigste Straßenverbindung ist die Gerlos Straße B165.

Bildung Die Gemeinde Wald betreibt einen Gemeindekindergarten und verfügt über eine Volksschule.

Sport Skigebiet Almdorf Königsleiten, Teil der Zillertal Arena Fun Park beim Sportplatz in Wald im Pinzgau Kristallbad Wald im Pinzgau

Persönlichkeiten Ehrenbürger der Gemeinde Karl Eger (* 1870; † 1956), 1913 bis 1922 Pfarrer in WaldRegesta Ecclesiastica Salisburgensia (RES)

Weblinks

Website der Gemeinde Online – Reiseführer Wald im Pinzgau

Einzelnachweise

Kategorie:Venedigergruppe Kategorie:Kitzbüheler Alpen Kategorie:Hauptort einer Gemeinde im Land Salzburg