Frederick Nutter Chasen (25. August 1896 in Tunstall, Suffolk – 13. Februar 1942 in Singapur) war ein britischer Zoologe und Ornithologe.
Leben Während des Ersten Weltkriegs diente Chasen bei der Norfolk Yeomanry. Eine frühe Verbindung zum Kurator Frank Leney (1872–1945) vom Norwich Museum, wo er zunächst als ordentlicher Schüler (1913–1915) und später als Mitarbeiter (1919–1921) arbeitete, erweckte in ihm seine Leidenschaft für die Ornithologie und die Museumsarbeit, die seine weitere Karriere bestimmte. Seine erste Publikation erschien 1921 in The Ibis und berichtete über die Avifauna der Struma-Ebene in Makedonien.Michael Wilmer Forbes Tweedie: Obituaray: Frederick Nutter Chasen. 1946, S. 527.
Chasen war 1921 zum stellvertretenden Kurator am Raffles Museum in Singapur ernannt wurden und folgte 1932 Cecil Boden Kloss als dessen Direktor. Chasen war ein Experte für die Vögel und Säugetiere Südostasiens. Er stellte den dritten und vierten Band von Herbert Christopher Robinson Werk über die Vögel der malaiischen Halbinsel fertig.
Beim Versuch, aus Singapur zu fliehen, als die britische Kolonie von japanischen Truppen erobert wurde, starb Chasen als Passagier auf dem umgebauten Kohledampfer H.M.S. Giang Bee, der am 13. Februar 1942 nach feindlichem Beschuss sank. Er hinterließ zwei Töchter, Elisabeth und Heather Chasen. Letztere wurde als Schauspielerin bekannt.
Dedikationsnamen Erwin Stresemann ehrte Chasen 1937 im Namen des Palawanschwalms (Batrachostomus chaseni).Erwin Stresemann (1937), S. 326. Außerdem wurden ihm die Unterarten des Weißscheitel-Scherenschwanzes (Enicurus leschenaulti chaseni , 1940),Rodolphe Meyer de Schauensee (1940), S. 38. des Rotkopftrogons (Harpactes erythrocephalus chaseni , 1934)Joseph Harvey Riley (1934), S. 115. und des Malaienkauzes (Strix leptogrammica chaseni & , 1947)Andries Hoogerwerf u. a. (1947), S. 140f. gewidmet.
Malcolm Arthur Smith nannte 1931 eine Grubenottern-Art Garthius chaseniMalcolm Arthur Smith (1931), S. 29. und 1924 eine Ruderfrösche-Art Kurixalus chaseniMalcolm Arthur Smith (1924), S. 226. nach ihm. Colin Campbell Sanborn benannte 1939 die Chasen-Hufeisennase (Rhinolophus chaseni),Colin Campbell Sanborn (1939), S. 38. Norman Cecil Egerton Miller im Jahr 1941 die Raubwanzen-Art Microsanta chaseniNorman Cecil Egerton Miller (1941), S. 627. zu seinen Ehren.
Sein Name findet sich ebenfalls in Charadrius peronii chaseni , 1940,George Christoffel Alexander Junge (1939), S. 120. einem Synonym für den Malaienregenpfeifer (Charadrius peronii , 1865), in Aegithina tiphia chaseni , 1938Erwin Stresemann (1938), S. 120. einem Synonym für die Garteniora-Unterart (Aegithina tiphia aequanimis , 1922), in Treron curvirostra chaseni , 1950Erwin Stresemann (1950), S. 82. einem Synonym für die Papageischnabel-Grüntaube (Treron curvirostra (, 1789)), in Prinia flaviventris chaseni , 1942Herbert Deignan (1942), S. 12. einem Synonym für die Gelbbauchprinien-Unterart (Prinia flaviventris latrunculus (, 1905)), in Serinus estherae chaseni , & , 2009Ragnar Kinzelbach u. a. (2009), S. 63 f. einem Synonym für die Malaiengirlitz-Unterart (Chrysocorythus estherae orientalis (, 1940)) und in Rattus rattus chaseni , 1941Henri Jacob Victor Sody (1941), S. 269. einem Synonym für die Reisfeldratte (Rattus argentiventer ( & , 1916)).
Mitgliedschaften 1934 wird Chasen zum korrespondierenden Mitglied der American Ornithologists’ Union gewählt.Theodore Sherman Palmer (1946), S. 63.
Publikationen (Auswahl)
Literatur
Einzelnachweise
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