mini|hochkant|Frederick Walter Simms Frederick Walter Simms (* 24. Dezember 1803 in London; † 27. Februar 1865 ebenda) war ein britischer Landvermesser und Bauingenieur.

Leben Frederick Walter Simms wurde im Stadtteil Blackfriars als eines von neun Kindern des Instrumentenbauers William Simms (1763–1828) und dessen Frau Sarah geboren; sein älterer Bruder war der Instrumentenbauer William Simms (1793–1860), ab 1826 Inhaber von Troughton & Simms. Simms erhielt nur eine rudimentäre Schulausbildung und war von eher kränklicher Natur in jungen Jahren. Seine erste Anstellung fand er als Landvermesser bei der Ordnance Survey in Irland, wo er nach kurzer Zeit zum Leiter des ernannt wurde, eine zwar nicht so lukrative Stelle, die ihm aber erlaubte, praktische Erfahrung in seinem Beruf zu erlangen.

Im Jahr 1830 kehrte er nach England zurück und übernahm die Stelle von Thomas Glanville Taylor (1804–1848) als Assistent am Royal Greenwich Observatory. Zu seinen Aufgaben gehörten die Bedienung des Zenitrohrs zusammen mit John Henry Belville, die gelegentliche Bedienung anderer Instrumente und die Überprüfung der gedruckten Beobachtungen des Royal Greenwich Observatory. Der damalige Astronomer Royal John Pond beschreibt Simms als , der aber auch eine hatte. 1835 übernahm George Biddell Airy die Stelle als Astronomer Royal. Eine Bedingung, die Airy zu seinem Antritt stellte, war die Entlassung von Thomas Taylor als ersten Assistenten. Simms, der nach Airy war, resignierte am 21. Oktober 1835.

Zusammen mit Richard Tappin Claridge († 1857) unternahm er 1836 eine Reise nach Paris, um dort die französische Arbeitsweise mit Asphalt zu erforschen und diese in England einzuführen. Im selben Jahr fand er eine Anstellung als Resident Engineer bei der South Eastern Railway Company, für die er in den frühen 1840er Jahren die Bletchingley- und Saltwood-Tunnel konstruierte und dafür 1842 von der Institution of Civil Engineers mit der Telford Medal ausgezeichnet wurde.

1847 erhielt Simms eine Anstellung bei der Britischen Ostindien-Kompanie als beratender Ingenieur. Simms vertrug allerdings das Klima in Indien nicht und verbrachte so einige Zeit zur Erholung auf Mauritius. In Indien leitete er die Vermessung und Kartierung von Kalkutta im Zuge der Großen Trigonometrischen Vermessung und kehrte nach dem Ende seiner Pflichten im Herbst des Jahres 1851 nach England zurück. Kurze Zeit arbeitete er noch als Ingenieur für die East Kent Railway, musste jedoch aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand gehen und verstarb am 27. Februar 1865 in London.

Simms wurde am 13. Februar 1838 als Graduate in die Institution of Civil Engineers aufgenommen und am 23. Februar 1841 zum Mitglied ernannt. Daneben war er Fellow der Royal Astronomical Society und der Geological Society of London.

Werke (Auswahl)

Literatur

Weblinks Frederick Walter Simms beim Royal Observatory Greenwich

Einzelnachweise

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