Die Hypochlorämie, auch als Hypochlorämische Alkalose bezeichnet, ist eine Elektrolytstörung mit einem Mangel an Chloriden im Körper mit Abnahme der Chloridkonzentration im Blut. Der normale Plasmaspiegel liegt bei 95 bis 110 mmol/l.Willibald Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch, 266., aktualisierte Auflage, de Gruyter, Berlin 2014, ISBN 978-3-11-033997-0 Stichwort Hyopchlorämie

Ein isolierter Chlormangel ist ungewöhnlich, meist finden sich weitere Auffälligkeiten.

Ursache Ein Chloridmangel kann aus verschiedenen Gründen auftreten: Exsikkose, infolge starken Erbrechens oder Durchfalls Hypoventilation und Respiratorische Azidose Metabolische Alkalose, beispielsweise bei der Hyperemesis gravidarum Mukoviszidose Pylorusstenose oder anderer Form einer Stenose des Magenausgangs Urämie als Nebenwirkung von Hydrochlorothiazid

Klinische Erscheinungen Klinische Kriterien sind:Emedicine vor oder kurz nach der Geburt: Polyhydramnion Fehlen von Mekonium länger anhaltender Neugeborenenikterus Muskelhypotonie und Lethargie bei Kindern: rezidivierendes Erbrechen Gedeihstörung Verstopfung wässriger Durchfall Salzgeschmack auf der Haut

Therapie Die Behandlung besteht im Elektrolytersatz.

Literatur M. Tani, H. Morimatsu, F. Takatsu, K. Morita: The incidence and prognostic value of hypochloremia in critically ill patients. In: TheScientificWorldJournal. Bd. 2012, 2012, S. 474185, doi:10.1100/2012/474185, PMID 22701359, .

Einzelnachweise

Kategorie:Krankheitsbild in der Kinderheilkunde Kategorie:Krankheitsbild in der Kinderchirurgie Kategorie:Elektrolytstörung